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Schweizer Frühstart sechs Tage nach WM-Finale
Sport · 22.07.2026 22:29

Schweizer Frühstart sechs Tage nach WM-Finale

Kurz: Nur sechs Tage nach dem WM-Finale startet die Schweizer Super League in die neue Saison. Ein straffer Zeitplan erfordert diesen frühen Auftakt.

Ein Spielplan unter Zeitdruck

Während der Fußball in anderen europäischen Ligen noch ruht, beginnt in der Schweiz bereits am 25. Juli der erste Spieltag der Super League. Der Auftakt erfolgt damit nur sechs Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft. Dieser ungewöhnlich frühe Termin ist das Resultat eines eng getakteten Kalenders, der insgesamt 38 Spieltage für die kommende Saison vorsieht.

Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, neben der Meisterschaft auch den Schweizer Cup sowie die internationalen Verpflichtungen in den Europapokal-Wettbewerben unterzubringen. Hinzu kommt eine Besonderheit der Schweizer Liga: Aufgrund der klimatischen Bedingungen im Alpenstaat ist eine längere Winterpause fest eingeplant. Zwischen dem 20. Dezember 2026 und dem 16. Januar 2027 wird der Spielbetrieb aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse ausgesetzt. Um das volle Programm bis Ende Mai zu absolvieren, bleibt somit kaum Spielraum für einen späteren Saisonstart.

Auswirkungen auf die WM-Teilnehmer

Der frühe Start bedeutet für die Spieler, die an der Weltmeisterschaft teilgenommen haben, eine verkürzte Regenerationsphase. Die FIFA sieht eigentlich einen Erholungszeitraum von drei Wochen vor, der in diesem Jahr für einige Akteure kaum zu realisieren war. Dennoch ist die Zahl der betroffenen Spieler in der Super League begrenzt.

Lediglich zwei Akteure aus dem Schweizer WM-Kader stehen derzeit bei Vereinen aus der heimischen Liga unter Vertrag: Marvin Keller und Christian Fassnacht, beide bei den Young Boys Bern aktiv. Darüber hinaus waren zehn weitere Spieler aus Schweizer Klubs für andere Nationalmannschaften bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada im Einsatz. Dazu zählen unter anderem:

* Armin Gigovic (Young Boys Bern / Bosnien-Herzegowina)

* Hannes Delcroix (FC Lugano / Haiti)

* Lawrence Ati Zigi (FC St. Gallen / Ghana)

* Benie Traore (FC Basel / Elfenbeinküste)

Da die Schweiz am 12. Juli im Viertelfinale gegen Argentinien ausschied und die anderen Nationen bereits früher aus dem Turnier ausschieden, konnten die Spieler zumindest eine kurze Pause einlegen, auch wenn diese hinter den FIFA-Empfehlungen zurückblieb.

Mögliche Vorteile im Europapokal

Die Verantwortlichen der Schweizer Vereine könnten dem frühen Saisonstart durchaus positive Aspekte abgewinnen. Da die Schweiz in der UEFA-Fünfjahreswertung nicht zu den Top-Ligen zählt, müssen alle Schweizer Vertreter die Qualifikationsrunden für die europäischen Wettbewerbe durchlaufen.

Die Qualifikation für die Champions League und die Conference League hat bereits begonnen, während die Europa League in dieser Woche nachzieht. Sollten sich die Schweizer Teams für die Playoffs qualifizieren, könnten sie von der bereits laufenden Meisterschaft profitieren. Während die Konkurrenz aus anderen Ländern möglicherweise noch in der Vorbereitung steckt, verfügen die Schweizer Klubs bereits über Spielpraxis aus den ersten Ligapartien. Dies könnte sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen.

Folgende Vereine sind aktuell in den internationalen Wettbewerben vertreten:

* FC Thun (Champions League)

* FC St. Gallen (Europa League)

* FC Lugano und FC Sion (Conference League)

* FC Vaduz (Conference League, qualifiziert über den liechtensteinischen Cup)

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der frühe Start in die Super League tatsächlich die erhoffte Eingespieltheit für die internationalen Aufgaben mit sich bringt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/spannendes-fussballspiel-im-bc-place-stadion-38273820/ · Foto: Rushi Patel
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/mehr-internationale-ligen/schweizer-fruehstart-sechs-tage-nach-wm-finale,bericht-schweiz-frueher-saisonstart-100.html