Ein Favoritinnensturz in Toronto
Das WTA-Masters-Turnier in Toronto hat eine seiner prominentesten Akteurinnen verloren. Aryna Sabalenka, die als Weltranglistenerste und Topfavoritin in das Turnier gestartet war, musste bereits im Achtelfinale die Segel streichen. In einer hart umkämpften Partie unterlag die Belarussin der an Position 16 gesetzten Russin Jekaterina Alexandrowa mit 6:7 (3:7), 6:4, 4:6. Nach einer Spielzeit von 2:29 Stunden stand fest, dass Sabalenka ihre Ambitionen in Kanada vorzeitig begraben muss.
Taktik führt zum Erfolg
Jekaterina Alexandrowa zeigte sich nach dem Match selbstbewusst hinsichtlich ihrer Strategie. Sie habe bewusst ein hohes Risiko in Kauf genommen, da sie dies als einzige Möglichkeit sah, gegen die Weltranglistenerste zu bestehen. Zwar habe dieser aggressive Ansatz zu einer erhöhten Fehlerquote geführt, doch gleichzeitig habe sie sich dadurch die entscheidenden Chancen erarbeitet, um die Partie für sich zu entscheiden.
Eine Phase der sportlichen Instabilität
Die Niederlage in Toronto reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein, die Sabalenka in der laufenden Saison 2026 zu bewältigen hat. Während sie auf Hartplatz bis dato eine beeindruckende Bilanz vorweisen konnte – es war erst ihre zweite Niederlage im 27. Spiel auf diesem Belag –, verliefen die Auftritte auf Sand und Rasen weniger erfolgreich. Das Viertelfinal-Aus bei den French Open sowie das Achtelfinal-Scheitern in Wimbledon gegen Naomi Osaka hatten die 28-Jährige bereits in eine Sinnkrise gestürzt, die sie mit einer Auszeit auf Mykonos zu überwinden versuchte.
Auswirkungen auf die Weltrangliste
Das vorzeitige Ausscheiden hat unmittelbare Konsequenzen für das Klassement der WTA. Die Kasachin Jelena Rybakina, derzeit die Nummer zwei der Welt, hat nun die Möglichkeit, den Abstand zur Spitze weiter zu verkürzen. Rybakina steht ebenfalls im Achtelfinale und trifft dort auf Ljudmila Samsonowa. Sollte sie ihren Weg im Turnier erfolgreich fortsetzen, könnte der Druck auf Sabalenka im Kampf um die Spitzenposition in den kommenden Wochen weiter wachsen.
Weitere prominente Abgänge
Neben Sabalenka musste auch Jessica Pegula das Turnier verlassen. Die US-Amerikanerin, an Position drei gesetzt, unterlag Diana Schnaider deutlich in nur 73 Minuten mit 3:6, 3:6. Für die Russin Schnaider geht es nun im Viertelfinale gegen die Polin Iga Swiatek weiter. Jekaterina Alexandrowa hingegen trifft nach ihrem Erfolg über Sabalenka auf die Ukrainerin Elina Switolina, die sich zuvor gegen Amanda Anisimova durchsetzen konnte.
Ausblick auf die nächsten Runden
Für die verbliebenen Spielerinnen im Turnierfeld bedeutet das Ausscheiden der Topgesetzten eine veränderte Ausgangslage. Während Sabalenka nun Zeit zur Analyse ihrer aktuellen Formschwäche bleibt, rücken die nachfolgenden Spielerinnen in der Setzliste in den Fokus. Die kommenden Viertelfinalpartien versprechen durch die veränderten Konstellationen neue Dynamiken, wobei insbesondere das Duell zwischen Schnaider und Swiatek als Gradmesser für die Form der Favoritinnen dienen wird.