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RAM aus China: US-Senatoren wollen Apple vom Kauf abhalten
Technik · 31.07.2026 10:09

RAM aus China: US-Senatoren wollen Apple vom Kauf abhalten

Kurz: US-Senatoren fordern Apple auf, keine Speicherchips von sanktionierten chinesischen Firmen wie CXMT zu beziehen und stattdessen auf heimische Produktion zu setz

Druck auf Apple: Widerstand gegen chinesische Speicherchips

Apple steht vor einer komplexen Herausforderung bei der Beschaffung von DRAM-Speichermodulen. Konzernchef Tim Cook hat wiederholt darauf hingewiesen, dass das Unternehmen bei der Versorgung mit diesen Komponenten derzeit von nur drei Lieferanten abhängig ist. Diese Marktsituation führt dazu, dass Apple auch im laufenden Quartal mit steigenden Preisen für Speicherbausteine rechnet. Um die Lieferkette zu diversifizieren und den finanziellen Druck zu mindern, prüft der Technologiekonzern die Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern.

Politische Intervention durch US-Senatoren

Das Vorhaben, Speicherchips von dem chinesischen Unternehmen CXMT zu beziehen, stößt jedoch auf massiven Widerstand in der US-Politik. Eine parteiübergreifende Gruppe von Senatoren, angeführt vom demokratischen Mehrheitsführer Chuck Schumer, hat sich in einem direkten Schreiben an Apple-Chef Tim Cook gewandt. Die Abgeordneten fordern den Konzern nachdrücklich dazu auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen.

Der Kern der Kritik liegt in der Einstufung von CXMT durch die US-Regierung als Unternehmen, das Verbindungen zum chinesischen Militär unterhält. Neben CXMT wird in dem Schreiben auch das Unternehmen YMTC kritisch erwähnt, das als potenzieller Lieferant für NAND-Speichermodule im Gespräch ist. Die Senatoren betrachten den möglichen Einkauf bei diesen Firmen als ein erhebliches Sicherheitsrisiko und als strategischen Fehler.

Die Debatte um „Made in America“

Die politische Argumentation stützt sich maßgeblich auf das Ziel, die heimische Chipproduktion in den Vereinigten Staaten zu stärken. Schumer verwies in diesem Zusammenhang auf laufende Bemühungen, unter anderem in Central New York, die Kapazitäten für die Speicherkartenfertigung massiv auszubauen. Apple solle sich stattdessen auf diese inländischen Quellen konzentrieren, anstatt die Abhängigkeit von chinesischen Akteuren zu erhöhen.

Aus Sicht der Senatoren würde eine Integration chinesischer Komponenten in die Apple-Lieferkette ein falsches Signal an andere amerikanische Unternehmen senden. Es bestehe die Sorge, dass dadurch die Akzeptanz für chinesische Halbleiter in der US-Wirtschaft insgesamt steigen könnte. Die Senatoren stellten Cook zudem die explizite Frage, ob Apple bereits in Erwägung gezogen habe, den Bedarf an DRAM-Modulen durch US-Produzenten zu decken.

Marktsituation und strategische Optionen

Aktuell ist Apple bei DRAM-Speichern auf die südkoreanischen Unternehmen Samsung Electronics und SK Hynix sowie den US-Hersteller Micron angewiesen. Die Verhandlungsmacht von Apple ist derzeit eingeschränkt: Da KI-Unternehmen über Nvidia hohe Preise für High-Bandwith-Memory (HBM) zahlen, fehlt Apple der übliche Spielraum, um durch große Abnahmemengen die Preise für Standard-DRAM- und NAND-Module effektiv zu drücken.

Berichten zufolge plant Apple derzeit lediglich, Komponenten von CXMT und YMTC in Geräten zu verbauen, die ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt sind. Dennoch würde eine solche Kooperation den betroffenen chinesischen Firmen signifikante Umsatzvorteile verschaffen. Da Apple bei der US-Regierung bereits versucht hat, Ausnahmegenehmigungen für den Einkauf bei diesen Anbietern zu erwirken, bleibt die politische Auseinandersetzung ein zentraler Faktor für die künftige Strategie des Unternehmens.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/strassenansicht-eines-beschaftigten-apple-stores-in-urbanem-umfeld-33754602/ · Foto: 떡이 민
Quelle: https://www.heise.de/news/RAM-aus-China-US-Senatoren-wollen-Apple-vom-Kauf-abhalten-11387677.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag