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Pedersen gegen Philipsen: Kampf um Grünes Trikot wird zum Krimi
Sport · 22.07.2026 21:11

Pedersen gegen Philipsen: Kampf um Grünes Trikot wird zum Krimi

Kurz: Der Kampf um das Grüne Trikot bei der Tour de France spitzt sich dramatisch zu. Mads Pedersen und Jasper Philipsen liefern sich ein packendes Duell bis nach Par

Ein unerwarteter Wendepunkt im Kampf um Grün

Der Kampf um das begehrte Grüne Trikot der Tour de France hat eine überraschende Wendung genommen. Was für den Dänen Mads Pedersen als kontrollierte Mission zur Absicherung der Punktewertung geplant war, entwickelte sich auf der 17. Etappe zu einem sportlichen Rückschlag. Während Pedersen das Ziel verfolgte, den Vorsprung in der Gesamtwertung der Sprinter entscheidend auszubauen, schrumpfte sein Polster auf den Belgier Jasper Philipsen auf nur noch sieben Zähler zusammen.

Ein teurer Kraftakt für Pedersen

Das Team Lidl-Trek hatte für die Etappe nach Voiron eine klare Strategie entworfen. Pedersen sollte durch den Gewinn des Zwischensprints und eine aggressive Fahrweise frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Zwar gelang es dem Dänen, eine sechsköpfige Ausreißergruppe zu initiieren und die 25 Punkte beim Zwischensprint zu sichern, doch der weitere Rennverlauf entzog sich der Kontrolle des Teams.

Pedersen selbst bezeichnete den Tag rückblickend als "richtigen Scheißtag". Die investierte Energie zahlte sich in der Endabrechnung nicht aus; im finalen Sprint fehlte ihm die notwendige Kraft, was zu einem achten Platz führte. Teammanager Andy Schleck bestätigte, dass der enorme Aufwand im Vorfeld die Spritzigkeit seines Fahrers im Finale spürbar beeinträchtigt habe.

Philipsen nutzt die Gunst der Stunde

Für Jasper Philipsen vom Team Alpecin-Premier Tech verlief der Tag hingegen triumphal. Der Belgier, der nach eigenen Angaben mit dem bisherigen Tourverlauf und seiner eigenen Form bei den Massensprints haderte, nutzte die Gelegenheit in Voiron konsequent aus. Mit der Unterstützung seines Teamkollegen Mathieu van der Poel, der ihm den Sprint exzellent vorbereitete, sicherte sich Philipsen den Etappensieg und damit wichtige 50 Punkte.

Dieser Erfolg auf einem Terrain, das eigentlich eher den Klassikerspezialisten wie Pedersen entgegenkommt, hat Philipsen neuen Schwung verliehen. Er selbst beschrieb den Sieg als emotionale Erleichterung, nachdem er in den Tagen zuvor mit seiner Leistung unzufrieden war.

Die Ausgangslage vor den Alpen und Paris

Die aktuelle Situation verspricht einen spannenden Ausgang der Punktewertung. Vor den Fahrern liegen nun drei anspruchsvolle Alpenetappen. Da bei diesen Teilstücken die Zwischensprints erst nach kräftezehrenden Anstiegen folgen, schätzt Philipsen seine Chancen auf weiteren Punktgewinn als eher gering ein. Er räumt ein, dass Pedersen als der stärkere Kletterer in diesem Terrain Vorteile haben könnte.

Der Blick richtet sich jedoch unweigerlich auf das Finale in Paris. Lange Zeit galt der klassische Massensprint auf den Champs-Élysées als Garant für eine Entscheidung zugunsten eines reinen Sprinters. Doch die Streckenführung hat sich geändert: Seit dem vergangenen Jahr führt der Kurs dreimal über den Montmartre. Diese Modifikation macht das Rennen unberechenbarer und öffnet die Tür für Klassikerspezialisten.

Obwohl Pedersen als ausgewiesener Experte für solche Profile gilt, hat Philipsen mit seinem Sieg in Voiron bewiesen, dass er auch auf anspruchsvollem Terrain bestehen kann. Der Kampf um das Maillot Vert hat sich somit zu einem direkten Duell entwickelt, das aller Voraussicht nach erst auf den letzten Metern der Tour entschieden wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historische-ziegelei-mit-hohem-schornstein-32987260/ · Foto: Freek Wolsink
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/der-kampf-um-gruene-trikot-wird-zum-krimi,tour-de-france-17-etappe-analyse-100.html