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Neue Plattform von Jack Dorsey: Buzz will Funktionen von Slack und Github vereinen
Technik · 24.07.2026 13:30

Neue Plattform von Jack Dorsey: Buzz will Funktionen von Slack und Github vereinen

Kurz: Jack Dorsey stellt mit Buzz eine neue Open-Source-Plattform vor, die als zentrale Schnittstelle für die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Agenten dient.

Eine neue Ära der digitalen Zusammenarbeit

Der Twitter-Mitgründer Jack Dorsey hat mit Buzz eine neue Kollaborationsplattform ins Leben gerufen, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie Teams und Künstliche Intelligenz interagieren, grundlegend zu verändern. Das von Dorseys Unternehmen Block veröffentlichte Projekt zielt darauf ab, einen zentralen Arbeitsbereich zu schaffen, der die Funktionen von Kommunikations-Tools wie Slack mit der technischen Infrastruktur von Plattformen wie Github kombiniert. Die Vision dahinter: Ein Ort, an dem Menschen und KI-Agenten gleichberechtigt zusammenarbeiten.

Warum Buzz eine Lücke schließt

Der Einsatz von KI-Agenten, die eigenständig komplexe Aufgaben über mehrere Schritte hinweg planen und ausführen können, gilt bei vielen Führungskräften als Schlüssel zur Effizienzsteigerung. Bisher scheiterte die breite Implementierung jedoch oft an der technischen Hürde, diese Systeme nahtlos in bestehende Kommunikationsabläufe zu integrieren.

Buzz setzt genau hier an. Laut Bradley Axen, KI-Leiter bei Block, benötigen Unternehmen zwingend eine Plattform, die diesen hybriden Arbeitsansatz unterstützt. Die App fungiert als zentraler Hub, in dem KI-Agenten nicht nur als Werkzeuge dienen, sondern als aktive Teilnehmer agieren. Sie erhalten eigene Profile, kryptografische Identitäten, Berechtigungen und können sogar Kanälen beitreten. Dies ermöglicht es ihnen, Aufgaben wie das Reviewen von Code oder die Koordination mit anderen Agenten eigenständig zu übernehmen.

Offenheit als Kernphilosophie

Ein wesentlicher Unterschied zu etablierten Lösungen ist der Open-Source-Ansatz von Buzz. Dorsey betonte auf der Plattform X, dass die Anwendung modellunabhängig und dezentral konzipiert wurde. Dies soll Unternehmen die Abhängigkeit von proprietären Ökosystemen wie Slack oder Github verringern.

Entwickler haben die Freiheit, ihre eigenen Instanzen anzupassen oder neue Funktionen zu implementieren. Zudem ist Buzz kompatibel mit einer Vielzahl von KI-Modellen. Unterstützt werden unter anderem:

* OpenAI Codex

* Claude Code

* Das hauseigene Open-Source-Framework von Block

Aktueller Entwicklungsstand und Sicherheitshinweise

Die Desktop-App für macOS, Windows und Linux ist bereits öffentlich verfügbar und der Quellcode wurde auf Github bereitgestellt. Dennoch weist das Team hinter Buzz darauf hin, dass sich das Projekt in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Dies betrifft insbesondere die Sicherheitsaspekte.

Bei der Nutzung der von Block gehosteten Server sind Nachrichten und Dateien nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Dies bedeutet, dass KI-Anbieter wie OpenAI oder Anthropic prinzipiell Zugriff auf die Eingabedaten haben könnten. Für Organisationen mit strengen Sicherheitsvorgaben bietet sich daher die Möglichkeit an, die Plattform eigenständig zu hosten, um die volle Kontrolle über die Datenhoheit zu behalten.

Wettbewerb im Bereich der agentischen Systeme

Buzz ist nicht allein auf dem Markt. Auch etablierte Anbieter wie Slack positionieren sich zunehmend als „agentische Betriebssysteme“. Branchenbeobachter wie Georgios Konstantopoulos, CTO bei Paradigm, sehen jedoch noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Integration von KI-Agenten in bestehende Chat-Umgebungen. Mit seinem eigenen Projekt „Centaur“ verfolgt er einen ähnlichen Ansatz, der ebenfalls auf Open Source setzt und als virtueller Mitarbeiter konzipiert ist.

Die nächsten Schritte für Buzz werden maßgeblich davon abhängen, wie schnell die Community die Plattform adaptiert und wie sich die Sicherheitsstandards in der frühen Phase weiterentwickeln. Da die App jedoch bereits jetzt eine Brücke zwischen Projektmanagement, Code-Hosting und KI-Orchestrierung schlägt, ist sie ein interessanter Indikator für die zukünftige Arbeitswelt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-smartphone-laptop-notizbuch-7856676/ · Foto: Callum Hilton
Quelle: https://t3n.de/news/neue-plattform-von-jack-dorsey-buzz-will-funktionen-von-slack-und-github-vereinen-1754678/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed