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Neue Hitzewelle hat Deutschland im Griff - schwere Gewitter erwartet
Schlagzeilen · 29.07.2026 17:32

Neue Hitzewelle hat Deutschland im Griff - schwere Gewitter erwartet

Kurz: Deutschland steht erneut unter dem Einfluss einer massiven Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Temperaturen bis 39 Grad und schweren Unwettern.

Erneute Hitzewelle erreicht ihren Höhepunkt

Nur wenige Wochen nach den letzten Temperaturrekorden sieht sich Deutschland erneut mit einer ausgeprägten Hitzewelle konfrontiert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verzeichnete bereits am 29. Juli 2026 Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius. Der absolute Höhepunkt der aktuellen Wetterlage wird für den kommenden Donnerstag erwartet, an dem das Thermometer im Landesinneren auf bis zu 39 Grad klettern könnte. Selbst in den Küstenregionen ist mit Werten von bis zu 34 Grad zu rechnen.

Angesichts dieser extremen Belastung raten Experten dazu, die direkte Hitze zu meiden, Innenräume konsequent kühl zu halten und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Unwettergefahr: Von Starkregen bis zu Orkanböen

Die Hitze bleibt nicht ohne Folgen für die Wetterstabilität. Bereits am Abend des 29. Juli wurden erste Gewitter am Alpenrand registriert, die mit Hagel, Starkregen und stürmischen Böen einhergingen. Für den Donnerstag prognostiziert der DWD eine Verschärfung der Lage: Von Westen und Südwesten her ziehen kräftige Schauer und teils schwere Gewitter über das Land bis in den Nordosten.

Die meteorologischen Vorhersagen warnen vor massiven Sturmböen, die Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreichen können. Im Norden des Landes ist sogar mit Orkanböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Bei derartigen Windstärken besteht die Gefahr, dass Bäume entwurzelt werden und lose Gegenstände zu gefährlichen Geschossen werden. Der DWD mahnt daher zu besonderer Vorsicht bei Aufenthalten im Freien.

Waldbrandrisiko und behördliche Maßnahmen

Die Kombination aus anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen hat das Waldbrandrisiko in weiten Teilen Deutschlands drastisch erhöht. Für weite Bereiche des Südens sowie die Landesmitte wurde die Gefahrenstufe 4 bis 5 ausgerufen – wobei 5 das maximal mögliche Risiko darstellt. Auch in nördlichen und östlichen Bundesländern wie Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gilt eine erhöhte Warnstufe.

Um auf mögliche Brände schnell reagieren zu können, haben Behörden in Bayern, insbesondere in Niederbayern, der Oberpfalz sowie Ober- und Unterfranken, verstärkte Beobachtungsflüge angekündigt.

Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt

Die Hitze und die damit verbundene Trockenheit führen zudem zu signifikant sinkenden Pegelständen an den großen deutschen Flüssen wie Rhein, Elbe und Donau. Die logistischen Folgen sind bereits spürbar: Zahlreiche Reedereien sahen sich gezwungen, ihren Betrieb einzuschränken oder vollständig einzustellen. In Köln wird für das kommende Wochenende der niedrigste Wasserstand seit mindestens einem Jahrhundert erwartet, was die kritische Situation der Binnenschifffahrt unterstreicht.

Ausblick: Eine zweigeteilte Wetterlage

Nach den Unwettern am Donnerstag zeichnet sich ab Freitag eine meteorologische Zweiteilung Deutschlands ab. Während die Temperaturen im Norden spürbar zurückgehen, bleibt es in der Südosthälfte des Landes mit Werten von bis zu 37 Grad hochsommerlich heiß. Die Wettermodelle deuten darauf hin, dass der Süden und Südosten bereits zum Wochenende und zu Beginn der neuen Woche erneut von Hitzetagen betroffen sein könnten, begleitet von immer wiederkehrenden Gewittern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-landschaft-sonnenuntergang-wolken-18755892/ · Foto: Nadine Ginzel
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/wetter-hitze-138.html