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Nach Milliardenstrafe gegen Google - Trump bezichtigt EU-Kommission des "Raubs an US-Konzernen"
Technik · 25.07.2026 05:49

Nach Milliardenstrafe gegen Google - Trump bezichtigt EU-Kommission des "Raubs an US-Konzernen"

Kurz: US-Präsident Trump kritisiert die EU-Kommission scharf für die Milliardenstrafe gegen Google und droht mit Vergeltungsmaßnahmen durch Strafzölle.

Eskalation im transatlantischen Handelsstreit

Die jüngste Entscheidung der Europäischen Kommission, eine massive Geldstrafe gegen den Google-Mutterkonzern Alphabet zu verhängen, hat eine deutliche Reaktion aus Washington hervorgerufen. US-Präsident Trump bezeichnete das Vorgehen der Brüsseler Behörden als einen „Raub an US-Konzernen“. In einer Stellungnahme über seinen eigenen Onlinedienst unterstrich er die Schwere der Vorwürfe und kündigte an, dass die Europäische Union für diese Entscheidung einen hohen Preis zahlen werde.

Hintergrund der Milliardenstrafe

Die Europäische Kommission begründet die Sanktion in Höhe von umgerechnet einer Milliarde US-Dollar mit Verstößen gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Im Fokus der Untersuchung standen zwei zentrale Geschäftsbereiche des Tech-Giganten:

* **Internetsuche:** Den Behörden zufolge hat Google seine marktbeherrschende Stellung genutzt, um eigene Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt anzuzeigen und damit Wettbewerber zu benachteiligen.

* **Google Play Store:** Auch bei der App-Distribution sieht die Kommission ein rechtswidriges Vorgehen, das den freien Wettbewerb behindert.

Die Maßnahmen Brüssels zielen darauf ab, die Marktmacht von großen Technologiekonzernen zu begrenzen und einen fairen digitalen Binnenmarkt zu gewährleisten. Die EU-Kommission wertet das Verhalten von Alphabet als klaren Verstoß gegen bestehende Regulierungen.

Drohende Konsequenzen und Handelsspannungen

Die Reaktion aus den USA markiert eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und der EU im Technologiesektor. Trump stufte das Vorgehen der Kommission als „illegal“ und „unethisch“ ein. Als direkte Konsequenz brachte der US-Präsident die Einführung von Strafzöllen gegen die Europäische Union ins Spiel.

Obwohl die konkrete Ausgestaltung solcher Handelsbarrieren noch offen bleibt, unterstreicht die Rhetorik des Präsidenten die Entschlossenheit der US-Regierung, amerikanische Unternehmen gegen regulatorische Eingriffe aus dem Ausland zu verteidigen. Experten sehen darin das Potenzial für eine neue Phase im transatlantischen Handelskonflikt, in der Technologiepolitik zunehmend als Instrument der Wirtschaftspolitik eingesetzt wird.

Ausblick auf die nächsten Schritte

Die Situation bleibt angespannt, da die EU-Kommission auf ihrem Kurs beharrt, die Einhaltung ihrer Wettbewerbsregeln durchzusetzen. Die Ankündigung von Strafzöllen seitens der USA könnte nun zu einer diplomatischen Auseinandersetzung führen, bei der es nicht mehr nur um die kartellrechtliche Bewertung von Google geht, sondern um grundlegende Fragen der Handelsbeziehungen. Beobachter werden nun genau verfolgen, ob die Drohung mit Zöllen in konkrete legislative Schritte umgesetzt wird oder ob es sich um ein politisches Signal zur Abschreckung künftiger Regulierungsversuche handelt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/schwarzes-samsung-tablet-auf-google-page-106341/ · Foto: AS Photography
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/trump-bezichtigt-eu-kommission-des-raubs-an-us-konzernen-112.html