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Nach Konzert-Abbruch: Veranstalter weist Boy Georges Sabotage-Vorwurf zurück
Regional · 11.08.2026 19:09

Nach Konzert-Abbruch: Veranstalter weist Boy Georges Sabotage-Vorwurf zurück

Kurz: Nach einem vorzeitigen Konzertabbruch von Boy George im Frankfurter Waldstadion weist der Veranstalter schwere Sabotage-Vorwürfe des Künstlers entschieden zurüc

Konflikt nach Konzertabbruch im Frankfurter Waldstadion

Ein Auftritt von Boy George beim „80er Live“-Event im Frankfurter Waldstadion endete am vergangenen Wochenende abrupt und sorgt nun für juristische Auseinandersetzungen. Der britische Musiker, bürgerlich George O’Dowd, verließ die Bühne nach lediglich zwei gespielten Titeln. Die Zuschauer, die für eine unbeschwerte Zeit gekommen waren, reagierten mit Unverständnis auf den plötzlichen Abbruch der Show.

Schwere Vorwürfe auf Social Media

Unmittelbar nach dem Vorfall äußerte sich der 65-jährige Künstler auf der Plattform X. O’Dowd warf der technischen Crew vor, seinen Auftritt gezielt sabotiert zu haben. Konkret kritisierte er die Einstellung seines In-Ear-Monitorings (IEM). Laut seiner Darstellung sei die Lautstärke so extrem hoch eingestellt gewesen, dass er sich selbst kaum habe hören können. Trotz mehrfacher Bitten um Korrektur sei der Ton entgegen seinen Anweisungen sogar noch weiter verstärkt worden. In einem mittlerweile gelöschten Beitrag erklärte er sinngemäß, er erkenne den „Gestank von Sabotage“.

Veranstalter weist Anschuldigungen zurück

Die für das Event verantwortliche Kölner Agentur, die Markus Krampe Entertainment Group, lässt die Vorwürfe über eine Anwaltskanzlei entschieden zurückweisen. Der Veranstalter betont, dass alle technischen Voraussetzungen für einen professionellen Auftritt geschaffen worden seien.

Nach Angaben der Agentur hätte der Künstler die Lautstärke seines In-Ear-Systems eigenständig über das sogenannte Bodypack regulieren können. Zudem habe O’Dowd mit seinem Tour-Manager und seinem Musical Director zwei enge Vertraute vor Ort gehabt, die den Ton hätten überwachen und bei der Kommunikation mit der Technik hätten unterstützen können. Ein vorzeitiger Abbruch sei aus technischer Sicht keinesfalls notwendig gewesen.

Rechtliche Konsequenzen und finanzielle Forderungen

Der Streit hat nun eine juristische Ebene erreicht. Da Boy George nach Ansicht des Veranstalters seine vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbracht hat, fordert die Agentur die Rückzahlung der bereits geleisteten Gage. Die Anwälte des Unternehmens kündigten an, diesen Anspruch konsequent durchzusetzen.

Der Veranstalter geht zudem davon aus, dass der Künstler die Sabotage-Vorwürfe nicht weiter aufrechterhalten wird, da der entsprechende Social-Media-Beitrag bereits wieder gelöscht wurde. Ob und in welchem Umfang Konzertbesucher, die das Stadion nach dem Abbruch enttäuscht verließen, eine finanzielle Entschädigung oder eine Rückerstattung des Ticketpreises erhalten könnten, wird derzeit noch geprüft.

Der Vorfall hatte spürbare Auswirkungen auf das restliche Programm des Abends, da viele Besucher das Waldstadion nach dem überraschenden Ende des Auftritts unmittelbar verließen. Vonseiten des Künstlers gab es nach dem gelöschten Statement keine weiteren öffentlichen Äußerungen zu dem Vorfall.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/festival-menge-menschenmenge-menschenmasse-14870726/ · Foto: Sharing Festival
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-nach-konzert-abbruch-veranstalter-weist-boy-georges-sabotage-vorwurf-zurueck-100.html