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Mit Softair-Pistolen aus dem Fenster geschossen: Zwei Männer sorgen für Polizeieinsatz im Bleichenweg
Regional · 28.10.2026 11:55

Mit Softair-Pistolen aus dem Fenster geschossen: Zwei Männer sorgen für Polizeieinsatz im Bleichenweg

Kurz: Ein Polizeieinsatz im Kasseler Bleichenweg sorgte am späten Sonntagabend für Aufsehen. Zwei Männer feuerten mit Softair-Waffen aus einem Fenster.

Ein nächtlicher Polizeieinsatz im Bleichenweg

Im Kasseler Stadtteil Wesertor kam es am späten Sonntagabend zu einem größeren Polizeieinsatz, der bei den Anwohnern des Bleichenwegs für erhebliche Unruhe sorgte. Gegen 22:45 Uhr gingen bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen mehrere Notrufe ein. Besorgte Bürger meldeten, dass aus einem Fenster eines dortigen Mehrparteienhauses Schüsse abgegeben würden. Die Zeugen berichteten von täuschend echt aussehenden Pistolen, die von Personen aus der Wohnung heraus auf die Umgebung gerichtet wurden. Aufgrund der unklaren Gefahrenlage reagierte die Polizei umgehend und entsandte mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. Die Beamten stellten das betroffene Wohngebäude sofort sicher, um eine mögliche Bedrohung für unbeteiligte Dritte auszuschließen und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte war notwendig, da die Identität und die Absichten der Schützen zu diesem Zeitpunkt völlig unklar waren und die Gefahr bestand, dass es sich um scharfe Schusswaffen handeln könnte.

Details zu den sichergestellten Waffen und Munition

Nachdem die Polizei das Wohnhaus umstellt hatte, gelang es den Einsatzkräften zügig, die betreffende Wohnung zu lokalisieren. Die Beamten verschafften sich Zutritt und trafen dort auf zwei Männer im Alter von 50 und 33 Jahren. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten stellten die Polizisten zwei Softair-Pistolen sicher, die optisch kaum von echten Schusswaffen zu unterscheiden waren. Wie sich bei der genaueren Untersuchung herausstellte, handelte es sich um Modelle, die in der Lage sind, Stahlkugeln zu verschießen. Neben den Waffen beschlagnahmten die Beamten umfangreiches Zubehör, darunter Druckluftpatronen, Schrotkapseln sowie weitere Kugelgeschosse. Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden Männer abwechselnd aus dem Fenster agierten und dabei gezielt auf die Fensterfronten anderer Wohnungen in dem Wohnkomplex schossen. Es ist ein glücklicher Umstand, dass bei diesem leichtsinnigen Verhalten niemand getroffen oder körperlich verletzt wurde, da die Geschosse durchaus Sachschäden an den Fensterscheiben verursachten.

Hintergrund und bisheriger Verlauf des Vorfalls

Der Vorfall ereignete sich in einem Mehrparteienhaus im Kasseler Bleichenweg, das Teil eines größeren Wohnkomplexes ist. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand des Polizeipräsidiums Nordhessen handelt es sich bei den beiden Beschuldigten um einen Bewohner der Wohnung sowie einen Besucher aus Kassel. Die Männer nutzten die Anscheinswaffen, um damit aus dem Fenster auf das Gebäudeareal zu feuern. Die Polizei betont, dass die Waffen aufgrund ihrer täuschend echten Optik eine erhebliche psychologische Wirkung auf die Anwohner hatten, die die Schüsse wahrnahmen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer sich der Tragweite ihres Handelns in diesem Moment nicht bewusst waren oder diese bewusst in Kauf nahmen. Die sichergestellten Gegenstände belegen, dass es sich nicht um ein bloßes Spiel handelte, sondern um eine gefährliche Verwendung von Anscheinswaffen, die den Tatbestand des Waffengesetzes berührt. Die polizeiliche Arbeit konzentriert sich nun darauf, den genauen Ablauf der Schussabgaben zu rekonstruieren und die Hintergründe für das Verhalten der beiden Männer weiter aufzuhellen.

Die Beteiligten und die rechtliche Konsequenz

In den Vorfall involviert sind zwei Männer im Alter von 50 und 33 Jahren, von denen einer der Mieter der Wohnung ist, während der andere als Besucher vor Ort war. Die beiden Personen wurden durch die einschreitenden Beamten vorläufig festgenommen. Seitens der Behörden ist das Polizeipräsidium Nordhessen für die Ermittlungen zuständig. Die Pressesprecherin Ulrike Schaake fungiert als Ansprechpartnerin für Medienanfragen. Die rechtliche Aufarbeitung des Geschehens hat bereits begonnen: Gegen beide Männer wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Polizei hat die sichergestellten Softair-Pistolen sowie die Munition als Beweismittel in Verwahrung genommen. Die beiden Männer müssen sich nun für ihr Handeln verantworten, da das Schießen mit solchen Waffen im bewohnten Gebiet, insbesondere wenn dabei fremdes Eigentum wie Fenster anderer Wohnungen gefährdet oder beschädigt wird, strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Die Ermittlungen dauern an, um das volle Ausmaß der Sachbeschädigungen zu erfassen.

Einordnung und offene Fragen zum Vorfall

Einzuordnen ist das Geschehen als ein gefährlicher Eingriff in die öffentliche Sicherheit, auch wenn glücklicherweise keine Personen zu Schaden kamen. Die Verwendung von Anscheinswaffen in einem Wohngebiet führt regelmäßig zu Großeinsätzen der Polizei, da die Beamten vor Ort zunächst von einer lebensbedrohlichen Situation ausgehen müssen. Den Berichten zufolge war die optische Ähnlichkeit der Softair-Pistolen zu echten Waffen so groß, dass die Anwohner berechtigterweise von einer akuten Gefahr ausgingen. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die der vorliegende Quelltext nicht beantwortet: Es ist beispielsweise unklar, ob die Männer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Substanzen standen, was ihr Verhalten erklären könnte. Zudem wird nicht explizit benannt, ob es bereits in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen den Männern und ihren Nachbarn gekommen war oder ob es sich um eine spontane Aktion handelte. Auch die Frage, ob die Männer eine waffenrechtliche Erlaubnis für den Besitz derartiger Modelle besaßen, bleibt unbeantwortet, wobei das Schießen aus dem Fenster ohnehin unzulässig ist. Wie es im weiteren Verlauf des Verfahrens weitergeht, hängt nun von der Auswertung der Beweise und den weiteren Vernehmungen ab, die die Staatsanwaltschaft und die Polizei in den kommenden Tagen durchführen werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/grauer-volkswagen-van-neben-burgersteig-geparkt-581312/ · Foto: Mateusz Dach
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6379543