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Ab 10 Uhr live - Der Riesenslalom der Männer in Sölden
Sport · 25.10.2026 09:21

Ab 10 Uhr live - Der Riesenslalom der Männer in Sölden

Kurz: Der Ski-Alpin-Weltcup in Sölden geht in die nächste Runde: Heute starten die Männer in den Riesenslalom am Rettenbachferner. Alle Infos zum Auftakt.

Der Auftakt der Männer am Rettenbachferner

Der alpine Skizirkus hat seine erste große Station der Saison 2026/2027 erreicht. Nachdem die Skirennläuferinnen bereits am Vortag das lange Warten der Fans beendet und den Auftakt auf dem Rettenbachferner in Sölden vollzogen haben, stehen nun die Männer im Fokus des sportlichen Interesses. Der Riesenslalom der Herren bildet traditionell einen der ersten Höhepunkte im Kalender des internationalen Skiverbandes. Pünktlich um zehn Uhr am heutigen Vormittag soll der erste Durchgang auf dem anspruchsvollen Gelände in den Tiroler Alpen gestartet werden. Die Vorfreude bei den Athleten, Betreuern und Zuschauern ist groß, da dieser erste Vergleich der Saison stets als wichtiger Gradmesser für die Formkurve der kommenden Monate dient. Während die Bedingungen auf dem Gletscher für Spannung sorgen, blickt die Fachwelt gespannt darauf, wer nach den intensiven Vorbereitungsmonaten am besten aus den Startlöchern kommt. Die Atmosphäre am Rettenbachferner ist, wie in Sölden üblich, von einer Mischung aus Anspannung und der Vorfreude auf die ersten Weltcup-Punkte geprägt, die den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen sollen.

Ein Blick auf das internationale Starterfeld

Das Teilnehmerfeld für den Riesenslalom in Sölden verspricht hochkarätigen Sport. Zu den Athleten, die besonders genau beobachtet werden, gehört Lucas Pinheiro Braathen, der mit der Startnummer vier ins Rennen geht. Er gilt nach den Leistungen der vergangenen Saison als einer der großen Favoriten auf den Tagessieg. Die Konkurrenz ist jedoch zahlreich und stark besetzt. Insbesondere die Schweizer Mannschaft schickt mit Loic Meillard und Marco Odermatt zwei Hochkaräter ins Rennen, die in der letzten Saison im Riesenslalom-Klassement lediglich Pinheiro Braathen den Vortritt lassen mussten. Sie tragen die Startnummern fünf und sechs. Ergänzt wird das Schweizer Team durch Luca Aerni, Thomas Tumler und Gino Caviezel, die mit den Nummern 15, 17 und 24 antreten. Zudem sind Fadri Janutin und Lenz Haechler mit den Nummern 39 und 43 gemeldet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Giuliano Fux, der nach seinem Debütversuch im Slalom von Lillehammer nun erneut auf der großen Bühne antritt. Die norwegische Delegation, die traditionell für Überraschungen gut ist, wird ebenfalls als ernstzunehmender Konkurrent um die vorderen Plätze gehandelt.

Die österreichische Taktik und der Nachwuchs

Das Team des österreichischen Skiverbandes geht mit einem ambitionierten Aufgebot von insgesamt acht Athleten an den Start, um vor heimischem Publikum zu glänzen. Angeführt wird die Mannschaft von den etablierten Riesenslalom-Spezialisten Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz, die mit den Startnummern zwei und drei sehr früh ins Geschehen eingreifen werden. Diese frühe Startzeit bietet den Vorteil einer noch unberührten Piste. Weitere Unterstützung erhält das Team durch Raphael Haaser, Joshua Sturm und Patrick Feurstein, die mit den Nummern 16, 22 und 23 ebenfalls unter den ersten 30 Startern geführt werden. Komplettiert wird das rot-weiß-rote Aufgebot durch Lukas Feurstein mit der Nummer 45, Noel Zwischenbrugger mit der 57 sowie Jakob Eisner, der mit der Nummer 69 ins Rennen geht. Für den 23-jährigen Eisner ist dieser Tag ein besonderer Meilenstein, da er sein Weltcup-Debüt feiert. Nach zahlreichen Erfolgen bei FIS-Rennen und nationalen Meisterschaften soll der Start in Sölden nun den nächsten großen Karriereschritt markieren.

Das deutsche Aufgebot und seine Ziele

Der Deutsche Skiverband (DSV) schickt ein vierköpfiges Team an den Start, das eine Mischung aus Erfahrung und frischem Ehrgeiz repräsentiert. Anton Grammel geht mit der Startnummer 18 in den ersten Durchgang, gefolgt von Jonas Stockinger und Alexander Schmid, die mit den Nummern 26 und 27 ins Rennen gehen. Besonders im Fokus steht Nickco Palamaras, der mit der Nummer 47 sein Weltcup-Debüt gibt. Der junge Athlet konnte sich im September beim Südamerika-Cup mehrfach auf dem Podest platzieren und zeigt damit seine aufsteigende Form. Sein Start in Sölden ist umso bemerkenswerter, da er vor zwei Jahren kurz vor seinem ersten Weltcupeinsatz von einem Kreuzbandriss gestoppt wurde. Nun ist die Zeit für sein Debüt gekommen. Während es für Palamaras vor allem darum geht, wertvolle Erfahrungen auf der höchsten Ebene zu sammeln, streben die anderen deutschen Starter an, an ihre Leistungen aus dem vergangenen Winter anzuknüpfen. Insbesondere Anton Grammel, der zum Ende der letzten Saison eine deutliche Leistungssteigerung zeigte, und Fabian Gratz, der regelmäßig Top-15-Platzierungen erreichte, haben sich hohe Ziele gesetzt.

Einordnung der Favoritenrolle

Einzuordnen ist die aktuelle Ausgangslage vor dem Rennen so: Da es sich um den ersten Weltcup der Saison handelt, ist eine präzise Prognose schwierig. Die Vorbereitungsphasen der Athleten sind oft noch nicht vollständig abgeschlossen, was den Ausgang des Rennens unvorhersehbar macht. Den Berichten zufolge ist die Leistungsdichte an der Spitze jedoch so hoch, dass kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden werden. Die Dominanz von Athleten wie Pinheiro Braathen, Odermatt und Meillard in der vergangenen Saison macht sie zwar zu den logischen Favoriten, doch die Dynamik eines Saisonauftakts bietet immer Raum für Überraschungen durch aufstrebende Talente oder Athleten, die im Sommer besonders hart an ihrer Technik gearbeitet haben. Die Abwesenheit von Marcel Hirscher, dessen Comeback zwar angekündigt ist, aber noch auf sich warten lässt, nimmt zudem einen gewissen Druck von den etablierten Fahrern, da ein prominenter Rückkehrer das Kräfteverhältnis kurzfristig hätte verschieben können. Die Experten sehen in dem Rennen am Rettenbachferner vor allem eine Standortbestimmung für die kommenden Monate.

Offene Fragen und der Ausblick

Einige Fragen bleiben vor dem Start des ersten Laufs unbeantwortet. So ist unklar, wie sich die Pistenbedingungen im Laufe des Vormittags entwickeln werden und welchen Einfluss die Startnummern auf die tatsächlichen Zeiten haben werden. Auch bleibt abzuwarten, wie das junge Debütantenteam, insbesondere der Österreicher Jakob Eisner und der Deutsche Nickco Palamaras, mit dem immensen Druck des Weltcup-Debüts unter den Augen der Weltöffentlichkeit umgehen wird. Ebenso ist offen, inwieweit die norwegische Mannschaft ihre Stärke aus den Vorjahren erneut unter Beweis stellen kann. Der weitere Verlauf der Saison wird zudem zeigen, wann genau das angekündigte Comeback von Marcel Hirscher stattfinden wird, da er lediglich allgemein von einer Rückkehr im Laufe der Saison sprach, ohne einen konkreten Termin zu nennen. Die Fans müssen sich also noch gedulden, bis die gesamte Riege der Weltklasse-Athleten wieder vollständig versammelt ist. Für heute liegt der Fokus jedoch voll auf dem Riesenslalom, bei dem sich nach dem ersten Durchgang zeigen wird, wer die besten Karten für das Finale hat.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-stadion-spiel-gucken-12537022/ · Foto: Muhammad Jawadur Rahman
Quelle: https://www.sportschau.de/live-und-ergebnisse/ski-alpin/co788/soelden/ma12539412/liveticker-list