Handlungsbedarf bei mobilen Teams-Anwendungen
Für Anwender, die Microsoft Teams auf mobilen Geräten nutzen, steht eine wichtige Umstellung bevor. Microsoft hat angekündigt, dass für die iOS- und Android-Versionen der App bis Anfang Oktober 2026 zwingend ein Update durchgeführt werden muss. Wer diese Aktualisierung versäumt, wird nach dem Stichtag nicht mehr auf seine Kalenderdaten innerhalb der Anwendung zugreifen können.
Es ist wichtig zu betonen, dass sich diese Anforderung ausschließlich auf die Applikationen für mobile Betriebssysteme beschränkt. Die Desktop-Clients sowie die Web-Version von Microsoft Teams sind von dieser spezifischen Änderung nicht betroffen und erfordern in diesem Kontext keine manuellen Eingriffe.
Technische Details und Mindestanforderungen
Damit die Kalenderfunktion auch nach dem genannten Termin reibungslos weiterläuft, müssen Nutzer sicherstellen, dass ihre App auf dem neuesten Stand ist. Microsoft nennt hierfür konkrete Mindestversionen:
* **iOS:** Hier ist mindestens die Version 8.9.0 (Build 8.9.77.2026092302) erforderlich.
* **Android:** Für das Google-Betriebssystem ist die Version 1416/1.0.0.2026122504 als Untergrenze definiert.
Nach aktuellem Kenntnisstand sind andere Funktionen der Teams-App nicht von diesem Update-Zwang betroffen. Dennoch empfiehlt es sich, die Anwendung generell aktuell zu halten, um Sicherheits- und Funktionsstandards zu gewährleisten.
Hintergrund: Der Wechsel zu Microsoft Graph
Der Grund für diese Maßnahme liegt in einer größeren Umstellung der Microsoft-Infrastruktur. Microsoft stellt die Kommunikation mit Exchange Online um und schaltet die sogenannten Exchange Web Services (EWS) schrittweise ab. EWS ist eine ältere, SOAP-basierte Schnittstelle, die bisher für den Zugriff auf Postfächer, Kontakte und Kalender genutzt wurde. Künftig setzt der Konzern hierbei konsequent auf die modernere Microsoft Graph-API.
Der Zeitplan für diese Abschaltung ist bereits in vollem Gange. Die gestaffelte Deaktivierung der EWS beginnt am 1. Oktober 2026. Ab dem 1. April 2027 wird der Zugriff über diese Schnittstelle dann vollständig blockiert. Auch wenn Administratoren in Exchange Online die Möglichkeit haben, die EWS-Nutzung temporär zu verlängern, entbindet dies die Endnutzer nicht von der Notwendigkeit, ihre Teams-App auf die neueste Version zu heben.
Empfehlungen für Administratoren
IT-Verantwortliche in Unternehmen sind dazu aufgerufen, proaktiv zu agieren. Es wird empfohlen, noch vor dem Stichtag im Oktober 2026 zu prüfen, welche App-Versionen in der Belegschaft im Einsatz sind. Bei einer zentralen Verwaltung der mobilen Endgeräte (Mobile Device Management) sollten Administratoren sicherstellen, dass die aktuellsten Versionen der Teams-App flächendeckend ausgerollt werden.
Zudem sollten Anwender frühzeitig über die Notwendigkeit des Updates informiert werden, um Unterbrechungen im Arbeitsalltag zu vermeiden. Weitere technische Details und Unterstützung finden sich im Microsoft 365 Message Center unter der Referenznummer MC1440980.