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MG Cyberster: 225 Kilo für zwei Passagiere und Gepäck
Technik · 24.08.2026 09:00

MG Cyberster: 225 Kilo für zwei Passagiere und Gepäck

Kurz: Der MG Cyberster im Test: Ein elektrischer Roadster mit Scherentüren und beeindruckender Leistung, aber auch mit deutlichen Einschränkungen im Alltag.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Der Automobilhersteller MG, eine Marke unter dem Dach des chinesischen Konzerns SAIC aus Shanghai, hat mit dem Cyberster einen elektrisch angetriebenen Roadster auf den Markt gebracht, der bei einer zweiwöchigen Testphase durch den Autor Dirk Kunde genau unter die Lupe genommen wurde. Das Fahrzeug positioniert sich als sportlicher Zweisitzer, der durch seine auffällige Optik – insbesondere durch die elektrisch betriebenen Scherentüren – im Straßenverkehr für Aufsehen sorgt. Während der Testfahrten auf deutschen Autobahnen fiel auf, dass das Modell bei anderen Verkehrsteilnehmern aufgrund des fehlenden Markennamens auf dem Heck für Neugier sorgt. Technisch betrachtet bietet der Wagen eine beachtliche Leistung, die sich per Knopfdruck abrufen lässt, sowie ein vollelektrisches Stoffdach, das den Fahrspaß bei gutem Wetter unterstreicht. Dennoch offenbart der Roadster im täglichen Gebrauch spezifische Herausforderungen, die sich vor allem auf die begrenzte Kapazität für Gepäck und die teils nervtötende akustische Untermalung durch Assistenzsysteme beziehen. Der Cyberster ist somit ein Fahrzeug, das den Spagat zwischen technischer Innovation und den klassischen Tugenden eines Roadsters sucht, wobei die Alltagstauglichkeit in den Hintergrund rückt.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Fakten

Der MG Cyberster ist ein reiner Zweisitzer. Das Stoffdach lässt sich innerhalb von 16 Sekunden öffnen oder schließen, wobei dieser Vorgang sogar während der Fahrt bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h möglich ist. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 249 Litern, ergänzt durch eine 15 Zentimeter tiefe Ablage hinter den Sitzen. Die Türen, die MG als Scherentüren bezeichnet, öffnen sich elektrisch nach oben. Um Kollisionen zu vermeiden, sind sie mit Ultraschallsensoren an den Seiten und am oberen Rand ausgestattet. Die Motorleistung des Hecktrieblers liegt bei 160 kW, kann jedoch über einen roten Knopf mit der Aufschrift „Super Sport“ kurzzeitig auf 250 kW gesteigert werden. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h erfolgt in fünf Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h. Eine Allradversion bietet sogar 375 kW Systemleistung und erreicht 100 km/h in 3,2 Sekunden bei einer Spitze von 200 km/h. Die Reichweite wird mit knapp 500 Kilometern angegeben; bei einer Vollladung sind es laut Tester 482 Kilometer. Die Ladeleistung zwischen 14 und 80 Prozent lag im Test bei durchschnittlich 76,8 kW, wobei ein Spitzenwert von 139,3 kW erreicht wurde.

Hintergrund – Vorgeschichte und Verlauf

Die Marke MG, die ursprünglich für Morris Garages steht, blickt auf eine lange Tradition zurück, gehört jedoch seit 2007 zum chinesischen Automobilkonzern SAIC mit Sitz in Shanghai. Der Name „Cyberster“ ist eine bewusste Wortschöpfung, die den Bezug zum klassischen Roadster herstellen soll, während die Silbe „Cyber“ den digitalen Charakter des Fahrzeugs unterstreichen soll. Der Begriff leitet sich historisch von der Kybernetik ab, der Wissenschaft der Steuerung von Maschinen. Die Entwicklung des Fahrzeugs ist als Antwort auf die Schwierigkeit zu sehen, einen elektrischen Roadster zu konstruieren, da Batteriegewicht und Aerodynamik bei dieser Fahrzeugklasse traditionell im Widerspruch zu sportlicher Leichtigkeit stehen. Im Laufe der zweiwöchigen Testzeit zeigte sich, dass MG hier einen eigenen Weg geht, indem technische Spielereien wie die Scherentüren mit einem modernen Elektroantrieb kombiniert werden. Die Wahrnehmung des Fahrzeugs in der Öffentlichkeit ist dabei geprägt von der Unbekanntheit des Markennamens auf dem Heck, da lediglich „Cyberster“ ausgeschrieben ist, was bei Passanten regelmäßig zu Fragen nach der Herkunft und der korrekten Aussprache führt.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Im Zentrum des Berichts steht der Autor Dirk Kunde, der den MG Cyberster über einen Zeitraum von zwei Wochen intensiv im Alltag und auf der Autobahn getestet hat. Er fungiert als Beobachter und Kritiker, der sowohl die ästhetischen als auch die funktionalen Aspekte des Fahrzeugs bewertet. Der Hersteller MG, vertreten durch die Muttergesellschaft SAIC aus Shanghai, ist die treibende Kraft hinter dem Design und der technischen Konzeption des Roadsters. Die Institutionen, die im Rahmen der Golem-Karrierewelt als Werbepartner oder Seminaranbieter genannt werden, wie etwa für Microsoft-Schulungen, stehen in keinem direkten inhaltlichen Zusammenhang mit dem Fahrzeug, sind jedoch Teil des publizistischen Umfelds des Testberichts. Die anderen Verkehrsteilnehmer, die als Beobachter des Fahrzeugs auf der Autobahn auftreten, bilden die externe Referenzgruppe, deren Reaktion auf das Design des Wagens die Exklusivität und den Seltenheitswert des Modells unterstreicht. Weitere Akteure sind nicht benannt; der Fokus liegt rein auf der Interaktion zwischen Fahrer, Fahrzeug und der technischen Infrastruktur des Autos.

Einordnung – Bewertung und Bedeutung

Einzuordnen ist der MG Cyberster als ein Fahrzeug, das gezielt auf Emotionen setzt, dabei aber technische Kompromisse eingeht. Den Berichten zufolge ist der Roadster ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein chinesischer Hersteller versucht, eine traditionsreiche europäische Marke mit moderner Elektromobilität zu verknüpfen. Dass der Wagen trotz seiner Scherentüren im Alltag einfacher zu handhaben ist als vermutet, wertet der Tester positiv. Die Leistungswerte, insbesondere die kurzzeitige Steigerung durch den „Super Sport“-Modus, machen den Cyberster zu einem potenten Begleiter für Überholmanöver. Dennoch ist das Fahrzeug kein praktisches Transportmittel. Die geringe Ladekapazität und die Tatsache, dass selbst eine hohe Umzugskiste den Kofferraum blockiert, zeigen, dass der Wagen primär für den Wochenendausflug konzipiert wurde. Die Kritik am nervtötenden Piepen der Assistenzsysteme deutet darauf hin, dass die Softwareabstimmung noch nicht in allen Bereichen den Komfortansprüchen europäischer Kunden entspricht. Die Kombination aus digitaler Konnektivität via MG iSmart und der analogen Freude am Offenfahren ist laut dem Bericht ein interessanter, wenn auch nicht vollkommen ausgereifter Ansatz.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für potenzielle Käufer oder Interessenten von Bedeutung sein könnten. So wird zwar die Ladeleistung zwischen 14 und 80 Prozent genannt, doch es fehlen detaillierte Angaben zur Ladekurve bei sehr niedrigen oder sehr hohen Akkuständen sowie zur tatsächlichen Ladedauer unter verschiedenen Witterungsbedingungen. Auch der Preis des Fahrzeugs wird im Text nicht erwähnt, was eine Einordnung des Preis-Leistungs-Verhältnisses unmöglich macht. Zudem bleibt unklar, wie sich die Wartungskosten für die komplexen Scherentüren langfristig verhalten und ob die Software des Fahrzeugs „Over-the-Air“-Updates unterstützt, um das kritisierte Piepen der Assistenzsysteme eventuell zu entschärfen. Auch Informationen zur Materialanmutung im Innenraum oder zur Langzeitqualität der Stoffverdeck-Mechanik werden nicht weiter ausgeführt. Der Text konzentriert sich stark auf die subjektiven Eindrücke des Testers während der zwei Wochen, lässt aber objektive Vergleichswerte zu anderen elektrischen Roadstern vermissen, sofern diese überhaupt existieren. Die Frage nach der Verfügbarkeit von Service-Stützpunkten in Deutschland für die Marke MG bleibt ebenfalls unbeantwortet.

Wie es weitergeht – Ausstehende Aspekte

Der Quelltext enthält keine konkreten Termine für zukünftige Modellpflegen, Software-Updates oder Marktverfügbarkeiten. Es wird lediglich impliziert, dass der MG Cyberster bereits auf dem Markt ist und von Kunden erworben werden kann. Da der Bericht als abgeschlossener Testbericht verfasst ist, gibt es keine angekündigten Schritte seitens des Herstellers, die im Text explizit erwähnt werden. Die Entscheidung, ob der Cyberster ein Erfolg wird, hängt nach Ansicht des Testers von der Akzeptanz der Marke und der Bereitschaft der Kunden ab, sich auf die spezifischen Eigenheiten des Roadsters einzulassen. Weitere Entscheidungen, etwa ob MG eine noch leistungsstärkere Version oder eine Variante mit anderem Akkupaket plant, werden nicht thematisiert. Der Leser muss sich daher auf den aktuellen Stand der Technik verlassen, wie er im Testzeitraum Ende August 2026 vorgefunden wurde. Zukünftige Entwicklungen im Bereich der Software-Assistenzsysteme, die das kritisierte Piepen beheben könnten, bleiben reine Spekulation, da der Hersteller hierzu keine offiziellen Zusagen im Text gemacht hat.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-dunkel-madchen-glas-17095797/ · Foto: Yusuf Çelik
Quelle: https://www.golem.de/news/mg-cyberster-150-kilo-fuer-zwei-passagiere-und-gepaeck-2608-212181.html