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Mabry, Hummel, Weber und Co. greifen nach Medaillen
Technik · 09.08.2026 10:58

Mabry, Hummel, Weber und Co. greifen nach Medaillen

Kurz: Die Leichtathletik-EM in Birmingham steht bevor. Wir analysieren die Chancen der deutschen Athleten in den Wurfdisziplinen und werfen einen Blick auf die Favori

Ambitionen im Kugelstoßring

Im Kugelstoßen der Männer scheint die Goldmedaille bereits vergeben. Der Italiener Leonardo Fabbri dominiert die europäische Szene in diesem Jahr nach Belieben und führt die Bestenlisten mit großem Abstand an. Für das deutsche Team ruhen die Hoffnungen auf Eric Maihöfer, der in dieser Saison konstant Leistungen jenseits der 20-Meter-Marke zeigte. Auch der erst 21-jährige Georg Harpf konnte bereits mehrfach diese magische Grenze übertreffen, was für die Zukunft des DLV-Nachwuchses spricht.

Bei den Frauen ist die Niederländerin Jessica Schilder die klare Favoritin. Dennoch rechnet sich die Olympiasiegerin Yemisi Mabry gute Chancen auf das Treppchen aus. Um Schilder herauszufordern, muss Mabry jedoch ihre absolute Bestleistung abrufen. Ergänzt wird das deutsche Aufgebot durch die erfahrene Katharina Maisch sowie die junge Nina Ndubuisi, die ihre Nervenstärke bereits bei den Deutschen Meisterschaften unter Beweis stellte.

Spannung im Diskuswurf

Der Diskusring verspricht hochklassige Duelle. Mit Mykolas Alekna kehrt ein Weltrekordler auf die internationale Bühne zurück, der trotz einer Verletzungspause bereits wieder Weiten von über 70 Metern erzielt. Er trifft auf die etablierten Spitzenwerfer Kristjan Ceh und Daniel Stahl. Das deutsche Trio um Henrik Janssen, Steven Richter und Marius Karges verfolgt das Ziel, zwei Athleten in das Finale zu bringen und sich dort in den Top 8 zu platzieren.

Im Wettbewerb der Frauen dominieren die Niederländerinnen Jorinde van Klinken und Alida van Daalen das Geschehen. Shanice Craft gilt als deutsche Medaillenhoffnung, sofern sie ihre Nerven im Griff behält und ihre langjährige Erfahrung in einen starken Wettkampf ummünzt. Auch Kristin Pudenz und Marike Steinacker streben nach einer Finalteilnahme.

Speerwurf: Weber kehrt zurück

Julian Weber geht nach einer längeren Wettkampfpause und einer schwierigen Phase nach der WM in Tokio wieder als Mitfavorit an den Start. Mit einem Saisoneinstieg von über 87 Metern hat er seine Fitness unterstrichen. Unterstützt wird er von Olympiasieger Thomas Röhler, der nach einer langen Leidenszeit wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden hat, sowie Nick Thumm, der kurzfristig in das EM-Aufgebot rückte.

Bei den Frauen präsentiert sich die Serbin Adriana Vilagos in einer Favoritenrolle, während die deutschen Starterinnen Julia Ulbricht und Luisa Tremel das Ziel verfolgen, die 60-Meter-Marke auf der großen Bühne zu knacken.

Hammerwurf: Fünf Kandidaten für Gold

Der Hammerwurf der Männer gestaltet sich als extrem ausgeglichen. Der deutsche Vize-Weltmeister Merlin Hummel zählt zu einem Kreis von fünf Athleten, die allesamt das Potenzial für den Titel haben. Die Entscheidung wird voraussichtlich durch kleinste Nuancen in der Technik fallen. Sören Klose komplettiert das deutsche Duo mit dem Ziel, den Einzug in das Finale zu schaffen.

Bei den Frauen hat sich die Finnin Krista Tervo in eine Favoritenrolle manövriert, während ihre Landsfrau Silja Kosonen als besonders stabil gilt. Aus deutscher Sicht hoffen Aileen Kuhn, Samantha Borutta und Jada Julien auf den Finaleinzug. Besonders Kuhn hat in dieser Saison bereits Weiten um die 70 Meter erzielt, was ihre Ambitionen unterstreicht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/programmiercode-auf-laptop-mit-entwicklerhanden-37880001/ · Foto: Alicia Christin Gerald
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/mabry-hummel-weber-und-co-greifen-nach-medaillen,la-em-2026-birmingham-orakel-wurf-100.html