Verschlechterung des Gesundheitszustands bei Joe Biden
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden kämpft mit einer deutlichen Verschlechterung seiner gesundheitlichen Situation. Wie sein Sohn Hunter Biden in einem Interview mit dem britischen Sender BBC am Freitagabend bekannt gab, hat sich die Krebserkrankung des 83-Jährigen weiter ausgebreitet. Die Diagnose, die Biden im Mai 2025 öffentlich gemacht hatte, hat eine neue, besorgniserregende Stufe erreicht.
Metastasenbildung und Auswirkungen auf den Alltag
Nach Angaben von Hunter Biden hat der ursprünglich diagnostizierte Prostatakrebs begonnen, Metastasen zu bilden. Diese haben sich nicht nur in den Knochen des ehemaligen Präsidenten festgesetzt, sondern breiten sich darüber hinaus aus. Die Auswirkungen auf den Alltag des 83-Jährigen sind gravierend: Sein Sohn beschrieb den Zustand als äußerst schmerzhaft und in vielerlei Hinsicht stark einschränkend. Es sei für die Familie eine schmerzliche Erfahrung, diese Entwicklung mitzusehen, wenngleich er betonte, dass sein Vater trotz der widrigen Umstände weiterhin präsent sei.
Chronologie der Erkrankung
Joe Biden, der die Vereinigten Staaten von 2021 bis 2025 regierte, machte seine Diagnose im Mai 2025 publik, nur wenige Monate nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus. Bereits zu diesem Zeitpunkt war bekannt, dass es sich um eine aggressive Form des Prostatakrebses handelte, die bereits die Knochen angegriffen hatte. Im Oktober 2025 informierte ein Sprecher über die eingeleiteten medizinischen Maßnahmen, zu denen eine Strahlen- sowie eine Hormontherapie zählten.
Noch im Juli 2026 gab es Anzeichen für einen positiven Verlauf. Im Rahmen der Ankündigung seiner Memoiren, die für den 17. November 2026 geplant sind, äußerte sich Biden optimistisch über seine Behandlungserfolge. Diese Einschätzung steht nun im Kontrast zu den aktuellen Berichten seines Sohnes.
Politischer Hintergrund und öffentliche Wahrnehmung
Die Gesundheit des ehemaligen Präsidenten war bereits während seiner Amtszeit ein wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Debatte. Die Diskussionen über seine körperliche und geistige Verfassung begleiteten seine Präsidentschaft bis hin zur Entscheidung, seine Kandidatur für die Wahl 2024 kurz vor dem Urnengang zurückzuziehen. Infolgedessen trat Vizepräsidentin Kamala Harris an, die sich in der Wahl dem heutigen Präsidenten Donald Trump geschlagen geben musste.
Öffentliche Auftritte von Joe Biden sind seit seinem Ausscheiden aus dem Amt selten geworden. Zuletzt wurde er im Juni 2026 bei der Einweihung der Präsidentenbibliothek von Barack Obama in Chicago gesehen. Biden, der unter Obama von 2009 bis 2017 als Vizepräsident fungierte, bleibt trotz seines Rückzugs aus der aktiven Politik eine Figur, deren Schicksal in den USA aufmerksam verfolgt wird.
Medizinischer Kontext und Ausblick
Obwohl die aktuelle Lage für die Familie Biden schwierig ist, gibt es im medizinischen Bereich kontinuierliche Entwicklungen bei der Behandlung fortgeschrittener Krebserkrankungen. Zwar gibt es für bestimmte neue Therapieansätze in fortgeschrittenen Stadien noch keine flächendeckende Zulassung, doch Mediziner und Patienten setzen in diese Fortschritte große Hoffnungen. Ob und inwiefern solche neuen Ansätze in den Behandlungsplan von Joe Biden einfließen, wurde nicht explizit mitgeteilt. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich der Gesundheitszustand des ehemaligen Präsidenten weiter entwickelt, während die Öffentlichkeit auf die Veröffentlichung seiner Memoiren im Spätherbst blickt.