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Klarer Sieg bei US Open - Tim Pütz stürmt ins Doppel-Finale
Regional · 11.09.2026 07:30

Klarer Sieg bei US Open - Tim Pütz stürmt ins Doppel-Finale

Kurz: Tim Pütz und Kevin Krawietz stehen im Finale der US Open. Das deutsche Duo besiegte im Halbfinale die Favoriten und greift nun nach dem ersten Grand-Slam-Titel.

Ein souveräner Einzug ins Endspiel von New York

Der deutsche Tennisprofi Tim Pütz aus Usingen hat gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Kevin Krawietz einen bedeutenden Meilenstein in seiner sportlichen Laufbahn erreicht. Das Duo zog am 11. September 2026 souverän in das Finale der US Open ein, eines der prestigeträchtigsten Grand-Slam-Turniere der Welt. In einem Halbfinale, das von Experten als eine wahre Machtdemonstration bezeichnet wurde, ließen die beiden Deutschen ihren Gegnern kaum eine Chance. Mit einem deutlichen 6:3 und 6:4-Erfolg nach nur einer Stunde und 18 Minuten Spielzeit sicherten sich Pütz und Krawietz ihren Platz im Endspiel. Die Partie fand im Arthur-Ashe-Stadium statt, dem größten Tennis-Stadion der Welt, und unterstrich die aktuelle Formstärke der deutschen Paarung. Während das gesamte Turnier für viele Akteure eine enorme psychische Belastung darstellt, wirkten Pütz und Krawietz auf dem Platz jederzeit fokussiert und unbeeindruckt von der Kulisse. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt der Begegnung gefährdet, was den Einzug in das Finale umso beeindruckender macht. Für die hessisch-bayerische Kooperation ist dieser Erfolg der vorläufige Höhepunkt einer intensiven Turniersaison, in der sie ihre Ambitionen auf den Titelgewinn eindrucksvoll untermauert haben.

Details zum Spielverlauf und den sportlichen Leistungen

Die Leistung von Tim Pütz und Kevin Krawietz im Halbfinale gegen die erfahrenen Kontrahenten Rajeev Ram aus den USA und Joe Salisbury aus Großbritannien war von einer bemerkenswerten Konstanz geprägt. Besonders hervorzuheben ist die Stabilität bei eigenem Aufschlag: Über die gesamte Spieldauer hinweg gab das deutsche Duo kein einziges Mal ein Aufschlagspiel ab. Diese defensive Disziplin zwang die Gegner früh in die Defensive. Ein entscheidender Moment ereignete sich im zweiten Satz, als Pütz und Krawietz ein frühes Break zum 2:1 erzielten. Dieser Rückschlag führte bei dem Briten Joe Salisbury zu einem sichtbaren emotionalen Ausbruch, bei dem er den Ball frustriert auf die Tribüne drosch. Dennoch ließen sich die Deutschen nicht aus dem Konzept bringen. Nach 78 Minuten Spielzeit war der Einzug in das Finale perfekt. Der Gegner im Endspiel am Samstag steht bereits fest: Es handelt sich um die Australian-Open-Sieger Christian Harrison aus den USA und Neal Skupski aus Großbritannien. Für Pütz und Krawietz ist es die Chance, ihre bisherige Bilanz bei Grand-Slam-Turnieren entscheidend aufzubessern und den ersten gemeinsamen Titel auf diesem Niveau zu erringen.

Der Weg zum Erfolg und die bisherige Historie

Der Weg bis in das Finale der US Open war für das Duo kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit. Bereits vor zwei Jahren standen Pütz und Krawietz in New York im Doppelfinale, mussten sich damals jedoch den Australiern Max Purcell und Jordan Thompson geschlagen geben. Diese schmerzhafte Erfahrung dient dem Duo nun als wertvolle Lektion. Kevin Krawietz betonte im Nachgang des Halbfinals, dass die Erfahrung, bereits einmal in diesem speziellen Stadion ein Finale bestritten zu haben, eine große Hilfe sei. Man sei mittlerweile lange genug im Profizirkus aktiv, um mit dem Druck einer solchen Kulisse souverän umzugehen. Tim Pütz ergänzte, dass keine Anzeichen von Torschlusspanik bestünden, obwohl der Stellenwert des Turniers enorm hoch sei. Für Krawietz, der bereits zweimal die French Open mit seinem früheren Partner Andreas Mies gewinnen konnte, und Pütz, der 2023 den Mixed-Titel bei den French Open an der Seite von Miyu Kato errang, wäre ein Sieg in New York ein historischer Erfolg. Gemeinsam konnten sie bereits 2024 die ATP-Finals für sich entscheiden, doch ein Grand-Slam-Titel im Doppel fehlt beiden in ihrer gemeinsamen Sammlung noch.

Die Akteure und das emotionale Ende einer Ära

Das Halbfinale hatte neben dem sportlichen Erfolg für Pütz und Krawietz auch eine menschliche Komponente. Durch ihren Sieg beendeten sie die glanzvolle Grand-Slam-Karriere des 42-jährigen US-Amerikaners Rajeev Ram. Der dreimalige US-Open-Champion wurde im Anschluss an die Partie in einer feierlichen Zeremonie verabschiedet, bei der er sichtlich bewegt mehrfach in Tränen ausbrach. Tim Pütz äußerte sich nach dem Match voller Respekt über den Gegner, der insgesamt sechs Grand-Slam-Titel in seiner Laufbahn sammeln konnte. Er betonte, dass es für eine Legende kaum einen besseren Ort zum Abschied geben könne als das Halbfinale bei einem Heim-Grand-Slam. Auf die humorvolle Frage, ob er sich wie der Tennisspieler Andy Roddick fühle, der 2006 nicht die Karriere von Andre Agassi beenden wollte, weil sich dies wie das Erschießen von „Bambi“ angefühlt hätte, reagierte Pütz augenzwinkernd. Er merkte an, dass es gut sei, „Bambi“ auf diese Weise besiegt zu haben, und scherzte, dass dies wohl auch im Sinne des Gegners gewesen sei. Die Professionalität und der gegenseitige Respekt zwischen den Akteuren prägten die Atmosphäre nach dem Spiel deutlich.

Einordnung der sportlichen Bedeutung

Einzuordnen ist der Erfolg von Tim Pütz und Kevin Krawietz als eine der bedeutendsten Leistungen im deutschen Herrendoppel der letzten Jahre. Den Berichten zufolge unterstreicht der klare Sieg gegen die dreimaligen New-York-Champions die gewachsene Reife des deutschen Duos. Die Tatsache, dass sie gegen ein so erfahrenes Team wie Ram und Salisbury derart dominant auftreten konnten, spricht für eine exzellente taktische Vorbereitung und eine hohe mentale Stabilität. Der Gewinn des Preisgeldes in Höhe von einer Million US-Dollar – umgerechnet etwa 860.000 Euro – ist dabei ein finanzieller Anreiz, der den Stellenwert des Turniers zusätzlich unterstreicht. Dennoch scheint für die beiden Athleten der sportliche Ruhm, den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel zu erringen, im Vordergrund zu stehen. Die bisherigen Erfolge, wie der Sieg bei den ATP-Finals 2024, haben das Duo bereits in die Weltspitze gehoben, doch ein Triumph bei den US Open würde ihre Karriere auf ein neues Level heben. Die Konstanz, mit der sie in diesem Jahr agieren, lässt sie als ernsthafte Anwärter auf den Titel erscheinen, wobei die Konkurrenz im Finale keinesfalls unterschätzt werden darf.

Offene Fragen und der Blick auf das Finale

Obwohl der bisherige Turnierverlauf sehr detailliert dokumentiert ist, bleiben einige Aspekte offen. Der Quelltext macht keine Angaben dazu, wie das deutsche Duo die taktische Marschroute für das anstehende Finale gegen Harrison und Skupski konkret plant. Auch bleibt unklar, ob es gesundheitliche oder physische Einschränkungen gibt, die eine Rolle für das Endspiel spielen könnten, wenngleich das bisherige Auftreten keine Schwächen erkennen ließ. Zudem wird nicht explizit thematisiert, wie die Vorbereitung auf den Samstag gestaltet wird, um die Spannung nach dem emotionalen Halbfinale hochzuhalten. Die genaue Uhrzeit des Finalbeginns sowie die Übertragungsmodalitäten werden im Text nicht genannt. Es bleibt somit abzuwarten, wie sich die Dynamik im Arthur-Ashe-Stadium entwickeln wird, wenn Pütz und Krawietz gegen die aktuellen Australian-Open-Sieger antreten müssen. Die sportliche Ausgangslage ist klar, doch die taktischen Nuancen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden werden, liegen noch im Verborgenen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob das Duo die Nervenstärke aus dem Halbfinale auch im Endspiel abrufen kann, um den ersehnten Titel nach Deutschland zu holen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/nachtansicht-der-strassenszene-in-der-innenstadt-von-hamburg-30716070/ · Foto: Frank Rietsch
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-klarer-sieg-bei-us-open-tim-puetz-stuermt-ins-doppel-finale-102.html