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Jetzt im Ticker - Zehnkampf und 400-m-Hürden-Halbfinals
Sport · 12.08.2026 14:12

Jetzt im Ticker - Zehnkampf und 400-m-Hürden-Halbfinals

Kurz: Spannende Wettkämpfe bei der Leichtathletik-EM 2026 in Birmingham: Zehnkämpfer Leo Neugebauer führt, während die Hürdenläufer um den Finaleinzug kämpfen.

Ein ereignisreicher Tag in Birmingham

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham steht der Wettbewerb im vollen Gange. Am Mittwoch, dem 12. August, bot das Stadion den Zuschauern ein dicht gedrängtes Programm, das von den anspruchsvollen Disziplinen des Zehnkampfes bis zu den hochspannenden Halbfinalrennen über 400 Meter Hürden reichte. Bei Temperaturen von über 30 Grad in der prallen Mittagssonne kämpften die Athleten nicht nur gegen die starke Konkurrenz, sondern auch gegen die klimatischen Bedingungen. Im Zehnkampf zeichnete sich nach den ersten drei Disziplinen eine spannende Ausgangslage ab, während auf der Bahn die Weichen für die Finalentscheidungen gestellt wurden. Der deutsche Weltmeister Leo Neugebauer präsentierte sich dabei in einer starken Frühform, auch wenn er im Kugelstoßen kurzzeitig mit dem Ring zu kämpfen hatte. Parallel dazu lieferten die Hürdenläufer packende Duelle, bei denen es für viele Athleten um den Einzug in den Endlauf ging.

Die sportlichen Leistungen im Detail

Im Zehnkampf dominierte Leo Neugebauer das Geschehen. Nach drei Disziplinen führte der Stuttgarter mit 2819 Punkten das Feld an, gefolgt vom Niederländer Jeff Tesselaar mit 2690 Punkten und dem Norweger Sander Skotheim mit 2638 Zählern. Im Kugelstoßen erzielte Neugebauer eine Weite von 17,13 Metern, was eine neue Saisonbestleistung darstellte. Niklas Kaul, der Mainzer Zehnkämpfer, zeigte eine bemerkenswerte Leistung im Kugelstoßen und stellte mit 15,26 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf. Amadeus Gräber erreichte in dieser Disziplin 13,29 Meter. Im Weitsprung zuvor hatte Neugebauer 7,82 Meter erzielt. Bei den 400 Metern Hürden der Männer qualifizierte sich der deutsche Rekordhalter Emil Agyekum souverän für das Finale. Er gewann seinen Lauf in 48,17 Sekunden und verwies den Italiener Alessandro Sibilio (48,44 Sekunden) auf den zweiten Platz. Auch Owe Fischer-Breiholz sicherte sich mit 48,23 Sekunden sein Finalticket, nachdem er auf der Zielgeraden eine starke Aufholjagd zeigte. Der norwegische Weltrekordhalter Karsten Warholm blieb in 48,01 Sekunden siegreich.

Der Weg zum aktuellen Wettkampfstand

Die Vorbereitungen auf diese Europameisterschaften waren für viele Athleten von intensiven Trainingsphasen geprägt. Besonders im Bereich der 400 Meter Hürden hat sich die deutsche Szene in den letzten Monaten stark gewandelt. Emil Agyekum löste Mitte Juli in London mit seiner neuen Rekordzeit den legendären Harald Schmid ab, der diesen Titel seit 1977 innehatte. Diese Wachablösung unterstreicht die aktuelle Leistungsdichte im deutschen Team. Auch im Zehnkampf ist die Konkurrenz international eng zusammengerückt. Athleten wie der Este Karel Tilga, der bei der Weltmeisterschaft 2023 den vierten Platz belegte, oder der Hallen-Europameister Sander Skotheim aus Norwegen, haben sich als feste Größen etabliert. Die Zehnkämpfer mussten sich bereits in den frühen Morgenstunden den Herausforderungen der Hitze in Birmingham stellen, was die taktische Einteilung der Kräfte in den technischen Disziplinen wie dem Kugelstoßen zusätzlich erschwerte.

Die beteiligten Akteure und Nationen

Das Teilnehmerfeld in Birmingham ist international hochkarätig besetzt. Neben den deutschen Hoffnungsträgern wie Leo Neugebauer, Niklas Kaul, Amadeus Gräber, Emil Agyekum und Owe Fischer-Breiholz sind zahlreiche weitere europäische Spitzenathleten vertreten. Der Niederländer Jeff Tesselaar und der Norweger Sander Skotheim mischen im Zehnkampf ganz vorne mit. Der Franzose Makenson Gletty und der Este Johannes Erm zeigen ebenfalls konstante Leistungen. Im Hürdenlauf ist der Norweger Karsten Warholm als Weltrekordler der große Gejagte. Weitere starke Konkurrenten sind der Slowene Matic Ian Gucek, der Schwede Oskar Edlund und der Spanier Jesus David Delgado. Bei den Diskuswerferinnen war die Potsdamerin Kristin Pudenz erfolgreich für das Finale qualifiziert, während Marike Steinacker trotz ihrer Erfahrung als Olympia-Vierte von Paris in der Qualifikation ausschied. Die Athleten werden von ihren jeweiligen nationalen Verbänden betreut, die in der prallen Sonne mit Kühlwesten und taktischen Anweisungen unterstützen.

Einordnung der Leistungen

Einzuordnen ist das aktuelle Geschehen als eine Demonstration der Leistungsfähigkeit unter schwierigen Bedingungen. Die Temperaturen von über 30 Grad beeinflussen die Regenerationsphasen zwischen den Zehnkampf-Disziplinen massiv. Den Berichten zufolge haben einige Athleten Schwierigkeiten, ihr volles Potenzial abzurufen, was sich in den teilweise unter den Erwartungen liegenden Weiten im Kugelstoßen widerspiegelt. Dennoch zeigt die neue persönliche Bestleistung von Niklas Kaul, dass eine gute mentale Einstellung und die richtige Vorbereitung auch bei Hitze zu Topleistungen führen können. Die Dominanz von Emil Agyekum im Hürdenlauf deutet darauf hin, dass die deutsche Leichtathletik im Bereich der 400 Meter Hürden international wieder konkurrenzfähig ist. Dass Agyekum auf den letzten 20 Metern austrudeln konnte, zeigt, wie sicher er sich seiner Form und seines Finalplatzes war. Die taktische Disziplin von Owe Fischer-Breiholz, der sich trotz einer schwierigen Ausgangslage auf der Zielgeraden noch den zweiten Platz sicherte, zeugt von hoher mentaler Stärke.

Offene Fragen zum weiteren Verlauf

Obwohl die Ergebnisse der Halbfinals und die Zwischenstände im Zehnkampf vorliegen, bleiben einige Aspekte ungeklärt. Der Quelltext macht keine expliziten Angaben dazu, wie sich die körperliche Belastung bei den Zehnkämpfern auf die verbleibenden Disziplinen auswirken wird. Es bleibt offen, ob die Athleten, die im Kugelstoßen unter ihren Möglichkeiten blieben, in den darauffolgenden Disziplinen noch einmal angreifen können oder ob die Hitze ihren Tribut fordert. Auch die taktische Ausrichtung für das Finale der 400 Meter Hürden ist noch nicht absehbar. Es wird sich zeigen müssen, ob Karsten Warholm im Finale seine volle Leistungsfähigkeit abruft oder ob die Herausforderer wie Agyekum oder Fischer-Breiholz ihn tatsächlich unter Druck setzen können. Zudem ist unklar, welche Auswirkungen die verpasste Qualifikation von Marike Steinacker auf das Mannschaftsgefüge der Diskuswerferinnen hat und ob Kristin Pudenz im Finale gegen die internationale Konkurrenz bestehen kann, da die bisherigen Weiten in der Qualifikation noch kein klares Bild über die Medaillenchancen zuließen.

Ausblick auf die kommenden Entscheidungen

Die Wettkämpfe in Birmingham gehen in die nächste entscheidende Phase. Die Zehnkämpfer stehen vor der Herausforderung, ihre Leistungen über den gesamten Tag hinweg stabil zu halten, wobei die Punkteabstände nach den ersten drei Disziplinen noch sehr eng sind. Die Finalrennen über 400 Meter Hürden werden zeigen, wer sich die Medaillen sichern kann. Für die deutschen Athleten wie Emil Agyekum und Owe Fischer-Breiholz geht es darum, die gezeigte Form aus den Halbfinals zu bestätigen. Auch im Diskuswurf der Frauen steht das Finale an, bei dem Kristin Pudenz ihre Ambitionen unter Beweis stellen will. Die Veranstalter werden den Zeitplan aufgrund der hohen Temperaturen genau im Blick behalten müssen, um die Gesundheit der Athleten zu gewährleisten. Die Zuschauer dürfen sich auf weitere spannende Tage in Birmingham freuen, an denen die Medaillenentscheidungen in den verschiedenen Disziplinen fallen werden. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Favoriten ihrer Rolle gerecht werden oder ob es zu weiteren Überraschungen durch Außenseiter kommt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-spielen-fussball-28355102/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/live-und-ergebnisse/leichtathletik/eaa-europameisterschaft/event-konferenz-ticker/dn2026-08-12/