Ein Favorit steigt in das Turnier ein
Bei den National Bank Open in Montreal steht das Tennis-Turnier im Fokus, wenn der topgesetzte Alexander Zverev sein erstes Match bestreitet. Als einer der Favoriten des Turniers profitierte der 29-jährige Deutsche von einem Freilos in der ersten Runde. Nun trifft er in der zweiten Runde auf den Niederländer Tallon Griekspoor, der sich bereits erfolgreich durch seine Auftaktpartie gegen den Italiener Lorenzo Sonego kämpfen musste.
Der Zeitplan auf dem Centre Court in Montreal verschob sich aufgrund eines vorangegangenen Matches, in dem sich Shelton gegen Brooksby durchsetzte. Nach einer kurzen Pause beginnt nun der Schlagabtausch zwischen Zverev und Griekspoor, der bereits mit einem ersten Ass des Niederländers eröffnet wurde.
Die Ausgangslage: Zverevs beeindruckende Saison 2026
Alexander Zverev geht als klarer Favorit in das Turnier. Der Deutsche blickt auf eine bisher herausragende Saison 2026 zurück, die durch den Gewinn der French Open gekrönt wurde. Dieser erste Grand-Slam-Titel markiert einen Meilenstein in seiner Karriere. Doch nicht nur in Paris überzeugte Zverev: Auch beim Rasen-Klassiker in Wimbledon erreichte er das Finale, was eine deutliche Steigerung auf seinem historisch schwierigeren Belag darstellt.
Statistisch untermauert Zverev seine Ambitionen durch eine hohe Effizienz. Mit einer Körpergröße von 1,98 Metern ist sein Aufschlag eine der gefährlichsten Waffen auf der ATP Tour. Im Schnitt erzielt er 2026 etwa 11,4 Asse pro Match. Zudem liegt seine Quote bei den ersten Aufschlägen bei beeindruckenden 74,2 Prozent. Diese Stabilität am eigenen Service ermöglicht ihm ein dominantes Spiel. Trotz einer reduzierten Anzahl an Turnierteilnahmen – rund zwölf bis zum Sommer – konnte er seine Siegquote signifikant steigern und zählt damit zu den konstantesten Akteuren der aktuellen Weltrangliste.
Tallon Griekspoor: Ein hartnäckiger Herausforderer
Sein Gegner Tallon Griekspoor hat sich in den letzten Jahren fest in der erweiterten Weltspitze etabliert. Der 29-jährige Niederländer zeichnet sich durch seine physische Präsenz und eine solide Technik aus. Besonders auf Hartplatz hat er in der laufenden Saison bereits mehrfach bewiesen, dass er auch gegen Top-Spieler bestehen kann.
Ein Blick auf seine Ergebnisse im Jahr 2026 unterstreicht seine Form: Bei den Dubai Duty Free Tennis Championships erreichte er das Finale, wobei er auf dem Weg dorthin unter anderem Andrey Rublev besiegte. Auch beim ABN Amro Open in Rotterdam spielte er sich bis ins Viertelfinale. Diese Leistungen zeigen, dass Griekspoor über die nötige mentale Härte verfügt, um auch in den späteren Phasen großer ATP-Turniere mitzuhalten.
Der direkte Vergleich und taktische Aspekte
Die Bilanz zwischen den beiden Kontrahenten auf Hartplatz spricht mit fünf Siegen bei zwei Niederlagen für Zverev. Dennoch ist Vorsicht geboten: Griekspoor hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er den Deutschen unter Druck setzen kann. Besonders in Erinnerung bleibt das Duell in Indian Wells 2025, bei dem der Niederländer Zverev in zwei Tiebreaks bezwang.
Für Zverev wird es darauf ankommen, seine Aufschlagstärke voll auszuspielen und in den entscheidenden Momenten die wichtigen Punkte zu sichern. Griekspoor hingegen wird versuchen, das Spiel aus der Grundlinie heraus zu kontrollieren und Zverev in lange Ballwechsel zu verwickeln. Da Zverev in Montreal als Nummer eins der Setzliste antritt, steht er unter Beobachtung, ob er seine Form aus der ersten Jahreshälfte auch auf dem nordamerikanischen Hartplatz bestätigen kann.