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Image-Werkzeug hdiutil macht den Abgang: Bereits mit macOS 27 abgekündigt
Technik · 26.08.2026 12:05

Image-Werkzeug hdiutil macht den Abgang: Bereits mit macOS 27 abgekündigt

Kurz: Apple kündigt das beliebte Image-Werkzeug hdiutil in macOS 27 an. Nutzer und Entwickler müssen sich auf diskutil umstellen, doch es fehlen wichtige Funktionen.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Apple vollzieht im Rahmen der Entwicklung von macOS 27 einen signifikanten Einschnitt in die Struktur der Kommandozeilenwerkzeuge. Wie aus dem aktuellen Entwicklungsstand der Beta-Version, die intern unter dem Codenamen „Golden Gate“ bekannt ist, hervorgeht, hat der Konzern das langjährig etablierte Image-Werkzeug „hdiutil“ offiziell als abgekündigt markiert. Diese Entscheidung wurde durch einen entsprechenden Hinweis im offiziellen Handbuch-Eintrag des Programms, dem sogenannten man-Eintrag, für Anwender und Entwickler sichtbar gemacht. Die Maßnahme reiht sich in eine Serie von Bereinigungen ein, die Apple mit der aktuellen Betriebssystem-Generation vornimmt. Während die Abkündigung bereits mit der aktuellen Beta-Phase in Kraft getreten ist, bleibt das Werkzeug vorerst weiterhin funktionsfähig. Dennoch signalisiert Apple damit unmissverständlich den Übergang zu einem neuen Standard. Die Rolle von hdiutil soll künftig vollständig von „diskutil“ übernommen werden, welches als Kommandozeilen-Gegenstück zum grafischen Festplattendienstprogramm fungiert. Für Nutzer, die auf automatisierte Abläufe angewiesen sind, bedeutet dies eine notwendige Anpassung ihrer Skripte, um die Kompatibilität mit zukünftigen Versionen des Betriebssystems zu gewährleisten. Die Nachricht hat in der Entwickler-Community bereits für erste Reaktionen gesorgt, da die Umstellung nicht ohne technische Hürden verläuft.

Die Einzelheiten der Umstellung

Die technische Umsetzung der Abkündigung ist bereits in den aktuellen Beta-Versionen von macOS 27 verankert. Der Entwickler Jeff Johnson, bekannt durch Projekte wie „StopTheMadness“, hat die Änderung dokumentiert und darauf hingewiesen, dass Apple die Nutzer nun explizit dazu anhält, auf diskutil auszuweichen. Ein zentraler Punkt der Kritik ist dabei die unvollständige Funktionsparität. Während hdiutil seit vielen Jahren als verlässliches Instrument zur Erstellung, Veränderung und Verwaltung von Disk-Images diente, deckt das neue diskutil-Tool noch nicht alle bisherigen Möglichkeiten ab. Konkret fehlen laut den Beobachtungen Funktionen wie die Optionen „-puppetstrings“, „-copyuid“ sowie „-crossdev“. Insbesondere die beiden letztgenannten Parameter, die im Kontext des Befehls „create -srcfolder“ Anwendung finden, stellen für viele Anwender unverzichtbare Werkzeuge dar. Zudem wird kritisiert, dass das „Verbose Logging“ in diskutil nicht die gleiche Tiefe bietet wie beim Vorgänger. Auch bei der Handhabung von Datei-Berechtigungen und dem Fehlen der spezifischen „-[no]scrub“-Option sehen Experten eine Verschlechterung. Des Weiteren ist zu beachten, dass das Apple Sparse Image Format in macOS 27 nun zwingend über den Befehl „diskutil image“ angesprochen werden muss, was eine weitere Umstellung in bestehenden Workflows erzwingt.

Hintergrund der Entscheidung

Die Entscheidung von Apple, hdiutil in den Ruhestand zu schicken, ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Modernisierung und Verschlankung des Betriebssystems macOS. Mit dem Erscheinen von macOS 27 verfolgt der Hersteller das Ziel, Altlasten zu entfernen und die Systemarchitektur effizienter zu gestalten. Ein prominentes Beispiel für diesen Kurs ist das offizielle Ende der Unterstützung für Intel-Prozessoren, was bereits eine massive Entschlackung des Betriebssystems zur Folge hat. Im Fall von hdiutil scheint das Ziel eine Konsolidierung der Kommandozeilen-Werkzeuge zu sein. Über Jahre hinweg hatte sich eine Vielzahl an Tools angesammelt, die teilweise redundante Funktionen anboten. Apple strebt offenbar eine Reduzierung dieses „Tool-Gewirrs“ an, um die Wartbarkeit und Übersichtlichkeit der System-Utilities zu verbessern. Die Entwicklung von hdiutil erstreckte sich über viele Jahre, in denen es sich als Standard für die Arbeit mit Disk-Images etabliert hatte. Die nun vollzogene Abkündigung in der „Golden Gate“-Beta ist somit kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis eines langfristigen Prozesses, bei dem Apple versucht, die Schnittstellen innerhalb von macOS zu vereinheitlichen und die Abhängigkeit von älteren, komplexen Werkzeugen zu minimieren.

Die Beteiligten und ihre Rollen

Im Zentrum dieser Entwicklung steht Apple als Betriebssystem-Hersteller, der die strategische Entscheidung für die Abkündigung getroffen hat und die Vorgaben für die zukünftige Nutzung von diskutil definiert. Auf der anderen Seite stehen die Anwender und Entwickler, die von dieser Änderung unmittelbar betroffen sind. Ein prominenter Akteur in der öffentlichen Wahrnehmung dieser Änderung ist Jeff Johnson, ein Entwickler, der durch seine Arbeit an Software wie „StopTheMadness“ bekannt ist. Er hat die Abkündigung im Rahmen der Beta-Tests von macOS 27 identifiziert und die technische Kritik an der unzureichenden Funktionalität des Nachfolge-Tools diskutil formuliert. Johnson fungiert hierbei als Sprachrohr für eine Community, die sich Sorgen um die Stabilität und Funktionalität ihrer automatisierten Skripte macht. Die Institution Apple selbst äußert sich primär über die technischen Dokumentationen, wie etwa die man-Einträge, in denen die Abkündigung offiziell kommuniziert wird. Es gibt keine Anzeichen für eine direkte Kommunikation mit den betroffenen Entwicklern über die Gründe der Entscheidung hinaus, was die Rolle der Community auf die Beobachtung und Analyse der Beta-Versionen beschränkt.

Einordnung der Situation

Einzuordnen ist das Vorgehen von Apple als ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Bereinigung der Kommandozeile ein logischer Schritt, um ein moderneres und konsistenteres Betriebssystem zu schaffen. Den Berichten zufolge wird das System durch die Entfernung von Altlasten, wie etwa Intel-spezifischem Code, effizienter, was von vielen Nutzern grundsätzlich begrüßt wird. Andererseits wird die Abkündigung von hdiutil von Experten als voreilig oder zumindest unvollständig bewertet. Die Tatsache, dass das neue Werkzeug diskutil noch nicht alle Funktionen des Vorgängers abdeckt, stellt eine erhebliche Hürde für professionelle Anwender dar, die auf eine nahtlose Migration angewiesen sind. Den Berichten zufolge besteht die Hoffnung, dass Apple die Entscheidung entweder noch einmal überdenkt oder zumindest in den kommenden Beta-Phasen deutlich bei diskutil nachbessert, um die fehlenden Parameter und Logging-Funktionen zu ergänzen. Die aktuelle Situation zeigt die typische Spannung zwischen dem Wunsch des Herstellers nach System-Vereinheitlichung und dem Bedarf der Anwender an stabilen, funktionsreichen Werkzeugen, die über Jahre gewachsene Prozesse unterstützen.

Offene Fragen zur Zukunft

Obwohl die Abkündigung in den Dokumenten von macOS 27 klar benannt ist, bleiben wesentliche Fragen für die Anwender offen. Eine zentrale Unklarheit betrifft den exakten Zeitplan für das vollständige Verschwinden von hdiutil aus dem System. Der Quelltext deutet lediglich an, dass ein solches Szenario möglicherweise mit macOS 28 eintreten könnte, eine offizielle Bestätigung oder ein konkretes Datum gibt es jedoch nicht. Ebenso ungeklärt bleibt die Frage, warum Apple sich ausgerechnet jetzt zu diesem Schritt entschlossen hat, ohne eine vollständige Funktionsparität in diskutil sicherzustellen. Es bleibt offen, ob Apple die Kritik der Entwickler aufgreifen wird, um die fehlenden Optionen wie „-puppetstrings“ oder das verbesserte Logging nachzureichen. Auch die Frage, wie genau die Migration für komplexe, automatisierte Skripte aussehen soll, die bisher auf die spezifischen Verhaltensweisen von hdiutil angewiesen sind, wird nicht beantwortet. Die Nutzer stehen somit vor der Herausforderung, ihre eigenen Lösungen für die fehlenden Funktionen zu finden, solange Apple keine weiteren Details zur Nachbesserung von diskutil veröffentlicht hat.

Wie es weitergeht

Die Entwicklung schreitet mit dem aktuellen Beta-Zyklus von macOS 27, der unter dem Namen „Golden Gate“ läuft, voran. Es ist davon auszugehen, dass die Abkündigung von hdiutil in dieser Form bis zur finalen Veröffentlichung des Betriebssystems bestehen bleibt. Als entscheidender Termin für die breite Verfügbarkeit von macOS 27 gilt der September, zu dem die finale Version erwartet wird. Bis dahin müssen Entwickler und Systemadministratoren prüfen, inwieweit ihre bestehenden Skripte von der Umstellung betroffen sind und ob sie auf diskutil migrieren können oder alternative Lösungen benötigen. Apple wird in den kommenden Wochen und Monaten weitere Beta-Versionen bereitstellen, die Aufschluss darüber geben könnten, ob der Konzern auf die Kritik reagiert und diskutil um die vermissten Funktionen erweitert. Die Anwender sind angehalten, die weitere Entwicklung der Beta-Versionen genau zu verfolgen, um bei der finalen Veröffentlichung im Herbst keine bösen Überraschungen bei der Ausführung ihrer automatisierten Prozesse zu erleben. Eine offizielle Ankündigung zu weiteren Anpassungen seitens Apple steht derzeit noch aus.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/grafik-auf-dem-laptop-bildschirm-3861957/ · Foto: ThisIsEngineering
Quelle: https://www.heise.de/news/Image-Werkzeug-hdiutil-macht-den-Abgang-Bereits-mit-macOS-27-abgekuendigt-11425697.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag