Ein herber Verlust für das deutsche Aufgebot
Kurz vor dem Start der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham muss das deutsche Team einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Hochspringer Tobias Potye hat seine Teilnahme an den kontinentalen Titelkämpfen, die am Montag beginnen, offiziell abgesagt. Für den 31-jährigen Münchner, der als Vize-Europameister von 2022 mit Ambitionen angereist wäre, endet der Traum von einer erfolgreichen EM bereits vor dem ersten Sprung.
Rückenverletzung im Krafttraining beendet EM-Hoffnungen
Wie Potye über soziale Medien mitteilte, ereignete sich der Vorfall während einer Trainingseinheit am Donnerstag. Eine schwere Rückenverletzung zwingt den Athleten dazu, die Wettkämpfe aus dem Krankenhaus zu verfolgen, anstatt wie geplant am Samstag in Großbritannien einzutreffen. Die Qualifikationsrunde, in der er am Dienstag um den Einzug ins Finale hätte kämpfen sollen, findet nun ohne ihn statt.
Die Absage trifft den Athleten besonders hart, da er in dieser Saison bereits sein Potenzial unter Beweis gestellt hatte. Mit einer übersprungenen Höhe von 2,30 Metern zeigte er, dass er zur erweiterten europäischen Spitze gehört. Potye selbst äußerte sein Bedauern darüber, dass er seine aktuelle Form in Birmingham nicht unter Beweis stellen kann, obwohl er sich nach einer schwierigen Phase wieder gut vorbereitet fühlte.
Eine Saison voller gesundheitlicher Rückschläge
Der Ausfall in Birmingham ist der vorläufige Höhepunkt einer für Potye sportlich schwierigen Saison. Bereits bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid Ende Juli hatte der Hochspringer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Damals zog er sich bei einem Zwischenfall, bei dem er mit dem Kopf gegen einen Stangenpfosten prallte, eine Gehirnerschütterung zu. Nach einer kurzen Erholungsphase war er gerade erst in das Training zurückgekehrt, bevor ihn die Rückenverletzung nun erneut ausbremste.
Auswirkungen auf das deutsche EM-Team
Tobias Potye ist nicht der einzige Athlet, der kurzfristig passen muss. Erst wenige Tage zuvor hatte der Langstreckenläufer Mohamed Abdilaahi aufgrund anhaltender Fußprobleme seinen Verzicht auf die EM erklärt. Abdilaahi, der als mehrfacher deutscher Rekordhalter zum erweiterten Favoritenkreis zählte, hinterlässt ebenfalls eine Lücke im Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).
Nach diesen beiden Absagen umfasst das deutsche Team, das in Birmingham antritt, nun noch 114 Athletinnen und Athleten. Die Verantwortlichen des DLV müssen damit auf zwei erfahrene Leistungsträger verzichten, was die Zielsetzung für die Medaillenausbeute in den betroffenen Disziplinen beeinflussen könnte.
Ausblick auf die kommenden Tage
Die Leichtathletik-EM in Birmingham beginnt am Montag, den 10. August 2026. Trotz der personellen Ausfälle bleibt das deutsche Team mit über 100 Athleten stark besetzt. Für die Sportler, die nun in den Fokus rücken, gilt es, die entstandenen Lücken zu füllen und die Erwartungen des Verbandes zu erfüllen. Die Fans können die Wettkämpfe in den kommenden Tagen verfolgen, um zu sehen, wie sich das dezimierte Team unter den Bedingungen in Birmingham behauptet.