News aus aller Welt
Start
heise+ | Mazda CX-5 im Test: Mehr Platz, weniger Leistung als bisher
Technik · 24.08.2026 07:00

heise+ | Mazda CX-5 im Test: Mehr Platz, weniger Leistung als bisher

Kurz: Der neue Mazda CX-5 bietet deutlich mehr Platz und ein neues Design, muss sich aber mit einem schwächeren Mildhybrid-Antrieb begnügen. Ein Fahrbericht.

Was geschehen ist: Die dritte Generation des Mazda CX-5

Der japanische Automobilhersteller Mazda hat die dritte Generation seines populären SUV-Modells CX-5 auf den Markt gebracht. Seit Dezember 2025 ist das Fahrzeug offiziell erhältlich und markiert einen deutlichen Wandel in der Modellhistorie. Der Hersteller setzt bei diesem Fahrzeug auf ein Konzept, das er als „New Generation Emotional Daily Comfort“ bezeichnet. Dabei steht vor allem ein massiv gewachsenes Raumangebot im Fokus, das den CX-5 in eine neue Größenordnung rückt. Doch dieser Zuwachs an Platz geht mit einer technischen Entscheidung einher, die bei vielen Interessenten für Überraschung sorgt: Zum Marktstart ist das Fahrzeug ausschließlich mit einem 104-kW-Mildhybrid-Antrieb verfügbar. Während das Design und die Dimensionen des Wagens ein kraftvolles Auftreten suggerieren, bleibt die tatsächliche Motorleistung hinter den Erwartungen zurück, die man an ein modernes SUV dieser Klasse stellen könnte. Der Mazda CX-5 positioniert sich damit als ein Fahrzeug, das eher auf Komfort und Gediegenheit setzt als auf sportliche Fahrdynamik. Die Markteinführung ist ein zentraler Schritt für Mazda, um das meistverkaufte Modell der Marke in die Zukunft zu führen, auch wenn die Antriebspalette zum jetzigen Zeitpunkt noch eingeschränkt wirkt.

Die Einzelheiten: Zahlen, Daten und Fakten des neuen Modells

Der neue Mazda CX-5 ist in seinen Dimensionen deutlich gewachsen. Mit einer Länge von 4,69 Metern und einer Breite von 1,86 Metern sowie einem Radstand von 2,82 Metern hat das Modell im Vergleich zum Vorgänger um etwa 11,5 Zentimeter zugelegt. Diese Maße bringen das Fahrzeug gefährlich nah an den größeren Mazda CX-60 heran, der nur noch etwa sechs Zentimeter länger ist. Unter der Motorhaube arbeitet ein 2,5-Liter-Ottomotor, der als Mildhybrid konfiguriert ist. Die Leistung des Aggregats liegt bei 104 kW, was einem Drehmoment von 238 Newtonmetern entspricht. Der Einstiegspreis für den CX-5 beginnt bei 35.990 Euro. Wer sich für die Ausstattungsvariante „Homura FWD“ entscheidet, wie sie im Testwagen vorlag, muss mit einem Grundpreis von 45.090 Euro rechnen. Das Kofferraumvolumen wurde ebenfalls optimiert und bietet nun 583 Liter inklusive Unterflurfach. Bei umgeklappter Rückbank lässt sich das Ladevolumen auf bis zu 2019 Liter erweitern. Die Ladefläche weist dabei eine Tiefe von 97 Zentimetern und eine Breite von 105 Zentimetern zwischen den Radhäusern auf, bei einer Höhe von 53 Zentimetern bis zur Abdeckung.

Hintergrund: Die Strategie hinter dem „Rightsizing“

Mazdas Entscheidung, beim CX-5 auf einen vergleichsweise hubraumstarken 2,5-Liter-Mildhybrid zu setzen, ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil einer bewussten Unternehmensstrategie. Unter dem Motto „Mazda Multi Solution“ verfolgt der Hersteller einen eigenen Weg, der sich deutlich vom branchenüblichen Trend zum extremen Verbrenner-Downsizing unterscheidet. Mazda spricht in diesem Zusammenhang von einem „Rightsizing“-Ansatz. Dass dieser Motor seit Oktober 2025 die alternativlose Antriebsquelle für die dritte Generation des CX-5 darstellt, ist laut Mazda vor allem den strengen Anforderungen der aktuellen Abgasnormen geschuldet. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass es unkonventionelle Wege geht, etwa durch die Weiterentwicklung alternativer Brennverfahren oder die kurzzeitige Verwendung von Wankelmotoren im MX-30. Die aktuelle Antriebskonfiguration des CX-5 ist somit das Ergebnis einer Abwägung zwischen technischer Machbarkeit, regulatorischen Vorgaben und der angestrebten Charakteristik des Fahrzeugs, die eher auf eine komfortable Fortbewegung als auf maximale Beschleunigungswerte ausgelegt ist.

Die Beteiligten: Positionierung im Markt

Der Mazda CX-5 richtet sich an eine Zielgruppe, die Wert auf Platz und Komfort legt. Innerhalb des Mazda-Portfolios nimmt er eine Schlüsselrolle als meistverkauftes Modell ein. Die Entscheidung für den aktuellen Antrieb wurde maßgeblich von den Entwicklungsabteilungen des Herstellers getroffen, die versuchen, den Spagat zwischen den strengen Emissionsvorgaben und der Markenidentität zu meistern. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem VW Tiguan, der ein Kofferraumvolumen von 652 Litern bietet, oder dem Ford Kuga mit 412 Litern, positioniert sich der CX-5 im Mittelfeld. Auch der Skoda Elroq, der zwar etwa 20 Zentimeter kürzer ist, bietet ein vergleichbares Raumgefühl, was den Wettbewerbsdruck verdeutlicht. Der Fahrer des CX-5 erlebt ein Fahrzeug, das durch seine scharf akzentuierte Vorderkante optisch zwar eine gewisse Aggressivität ausstrahlt, die jedoch laut Herstellerangaben in Aufpralltests als unbedenklich eingestuft wurde. Die Entscheidungsträger bei Mazda setzen darauf, dass die Kundschaft die „komfortbetonte Gediegenheit“ des Fahrzeugs schätzt und die geringere Fahrdynamik zugunsten des gesteigerten Platzangebots in Kauf nimmt.

Einordnung: Was das neue Konzept bedeutet

Einzuordnen ist das neue Konzept des Mazda CX-5 als eine bewusste Abkehr von der bisherigen sportlicheren Ausrichtung. Den Berichten zufolge verfehlt die aktuelle Version die Fahrdynamik vergleichbarer SUV-Modelle deutlich. Dies ist jedoch kein technisches Versagen, sondern eine bewusste Charakterentscheidung. Das Fahrzeug strahlt eine Ruhe aus, die zu einem entspannten Fahrstil einlädt. Die gewachsene Verkehrsfläche, die beim ersten Parken in der Tiefgarage durchaus Respekt einflößt, wird durch den gewonnenen Raum auf der Rückbank gerechtfertigt. Selbst großgewachsene Passagiere finden dort nun bequem Platz, auch wenn der Fahrer ebenfalls langbeinig ist. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der CX-5 trotz des Längenwachstums bei der Raumnutzung nicht das absolute Maximum aus seinen Dimensionen herausholt. Der Vergleich zum Skoda Elroq zeigt, dass kompaktere Fahrzeuge ein ähnliches Platzangebot realisieren können. Die Optik des Fahrzeugs, insbesondere die markante Front, wirkt laut Einschätzung des Testers gefährlicher, als sie in der Realität ist, was das Spannungsfeld zwischen Design und funktionaler Sicherheit unterstreicht.

Offene Fragen: Was der Quelltext nicht klärt

Obwohl der Quelltext viele Details zur Ausstattung und den technischen Daten liefert, bleiben einige Fragen unbeantwortet. So wird zwar erwähnt, dass der Antrieb mit der komfortbetonten Gediegenheit des Fahrzeugs harmoniert, doch fehlen genauere Angaben dazu, wie sich das Fahrzeug bei voller Beladung oder in hügeligem Gelände verhält. Zudem bleibt offen, wie hoch der reale Kraftstoffverbrauch im Alltag unter verschiedenen Fahrbedingungen tatsächlich ausfällt, da der Quelltext lediglich darauf hinweist, dass der Verbrauch höher ausfällt. Auch zur spezifischen Funktionsweise des Hybridmoduls im Zusammenspiel mit dem 2,5-Liter-Motor gibt es keine tiefergehenden technischen Details. Ebenso wird nicht explizit dargelegt, welche spezifischen Ausstattungspakete über die „Homura“-Variante hinaus verfügbar sind und welche digitalen Assistenzsysteme im Detail zum Einsatz kommen. Die langfristige Zuverlässigkeit des neuen Antriebsstrangs ist ebenfalls ein Punkt, zu dem zum jetzigen Zeitpunkt noch keine gesicherten Aussagen getroffen werden können, da das Modell erst seit kurzem auf dem Markt ist.

Wie es weitergeht: Ausblick auf die Antriebsstrategie

Für Interessenten, denen die aktuelle Leistung des 104-kW-Mildhybrids nicht ausreicht, gibt es eine klare Perspektive: Mazda hat angekündigt, das Antriebsportfolio des CX-5 zu erweitern. Für das kommende Jahr 2027 ist die Einführung eines Vollhybridantriebs geplant. Dies soll die Lücke schließen, die der aktuelle Mildhybrid in Bezug auf Effizienz und möglicherweise auch Leistung hinterlässt. Bis dahin müssen sich Kunden mit der derzeitigen Antriebsquelle begnügen. Die Strategie von Mazda sieht vor, die Elektrifizierung der Palette zwar zaghaft, aber stetig voranzutreiben, während gleichzeitig alternative Brennverfahren weiter erforscht werden. Der CX-5 wird somit in den kommenden Monaten als reines Mildhybrid-Modell am Markt bestehen müssen, bevor die nächste Ausbaustufe des Antriebskonzepts die Modellpalette ergänzt. Für den Hersteller bleibt es eine Herausforderung, die Balance zwischen der Treue zum Verbrennungsmotor und der notwendigen Transformation zur Elektromobilität zu finden, wobei der CX-5 als Testfeld für die Akzeptanz dieser „Rightsizing“-Philosophie dient.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/schwarzes-auto-interieur-11334986/ · Foto: Ionel Stanciu
Quelle: https://www.heise.de/tests/Mazda-CX-5-im-Test-Mehr-Platz-weniger-Leistung-als-bisher-11398110.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag_plus.beitrag_plus