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heise-Angebot: IT-Sicherheitstag Dortmund: Digitale Souveränität im Fokus
Technik · 03.08.2026 08:00

heise-Angebot: IT-Sicherheitstag Dortmund: Digitale Souveränität im Fokus

Kurz: Der IT-Sicherheitstag in Dortmund beleuchtet am 16. September Strategien für digitale Souveränität, KI-Sicherheit und Cyberresilienz für Unternehmen.

Strategien für eine sichere digitale Zukunft

Am 16. September findet an der Fachhochschule Dortmund der IT-Sicherheitstag statt. Die Veranstaltung, organisiert von heise und der Fachhochschule, adressiert eine zentrale Herausforderung moderner Unternehmen: die digitale Souveränität. In einer Zeit, in der Cyberbedrohungen zunehmen und technologische Abhängigkeiten wachsen, bietet das Event eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Digitale Souveränität jenseits von Software-Wahl

Zum Auftakt der Veranstaltung setzen Prof. Dr. Daniel Hamburg und Prof. Dr. Gabriele Kunau den thematischen Rahmen. Sie betonen, dass digitale Souveränität weit über die bloße Entscheidung für Open-Source-Lösungen oder spezifische Cloud-Anbieter hinausgeht. Das Konzept umfasst vielmehr die Fähigkeit von Organisationen, ihre IT-Infrastrukturen und Datenströme eigenständig zu kontrollieren und strategisch zu steuern. Die Referenten beleuchten, wie Unternehmen dieses Ziel in der Theorie definieren und praktisch umsetzen können.

Sicherheit von KI-Systemen im Fokus

Ein wesentlicher Block des Programms widmet sich den Risiken, die mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verbunden sind. Daniel Hanke vom TÜV Rheinland i-sec analysiert dabei die Sicherheitslücken von Large Language Models (LLMs). Anhand konkreter Fallbeispiele wird verdeutlicht, wie Angreifer Schwachstellen in KI-Anwendungen gezielt ausnutzen können.

Ergänzend dazu betrachtet Lars Hermerschmidt von REWE digital das Thema Prompt Injection aus dem Blickwinkel der Language-theoretic Security (LangSec). Er erläutert, warum herkömmliche Sicherheitskonzepte bei der Absicherung von KI-Systemen oft an ihre Grenzen stoßen und welche neuen Ansätze erforderlich sind.

Cyberresilienz und regulatorische Anforderungen

Neben den technologischen Aspekten steht die organisatorische Widerstandsfähigkeit im Vordergrund. Robert Stricker von der Materna SE thematisiert unter dem Titel „Festung Mittelstand“ den Aufbau einer robusten Cyberresilienz. Dabei spielt die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben eine zentrale Rolle. Insbesondere die Anforderungen durch die NIS2-Richtlinie sowie das KRITIS-Dachgesetz stellen viele Unternehmen vor komplexe Herausforderungen, die eine strategische Neuausrichtung der Sicherheitsarchitektur erfordern.

Neue Angriffsflächen durch autonome Entwicklung

Ein weiterer technischer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Agentic-Coding-Systemen. Marcel Wenner und Lasse Schulterbraucks von der BROCKHAUS AG untersuchen die Sicherheitsrisiken, die durch den Einsatz autonomer, KI-gestützter Entwicklungstools entstehen. Sie zeigen auf, welche neuen Angriffsvektoren sich durch diese Technologien eröffnen und wie Unternehmen den Einsatz solcher Systeme unter kontrollierten Bedingungen gestalten können.

Forschung und Forensik in der Cloud

Abgerundet wird das Fachprogramm durch Einblicke in das Forschungsprojekt C2PANDA. Prof. Dr. Daniel Spiekermann und Prof. Dr. Holger Schmidt präsentieren Methoden, um Netzwerkdaten in modernen Hochgeschwindigkeits- und Cloud-Umgebungen effizient für IT-Sicherheitszwecke und digitale Forensik zu nutzen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer fundierten Datenanalyse für die Identifikation und Abwehr von Sicherheitsvorfällen.

Austausch als Kern der Veranstaltung

Der IT-Sicherheitstag Dortmund dient nicht nur der Wissensvermittlung durch Expertenvorträge, sondern fungiert auch als Netzwerkplattform. Sicherheitsverantwortliche, IT-Fachkräfte und Forschende erhalten die Gelegenheit, sich über aktuelle Bedrohungslagen und Lösungsstrategien auszutauschen. Die Veranstaltung verdeutlicht die Notwendigkeit, Sicherheit nicht als statischen Zustand, sondern als fortlaufenden Prozess der Anpassung an technologische und regulatorische Veränderungen zu begreifen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/tastatur-schlussel-makrofotografie-seite-hoch-14502434/ · Foto: Afif Ramdhasuma
Quelle: https://www.heise.de/news/IT-Sicherheitstag-Dortmund-Digitale-Souveraenitaet-im-Fokus-11328734.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag