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Hays-Fachkräfte-Index: Spezialisten für IT-Security und Entwickler weniger gesucht
Technik · 04.08.2026 12:15

Hays-Fachkräfte-Index: Spezialisten für IT-Security und Entwickler weniger gesucht

Kurz: Der aktuelle Hays-Fachkräfte-Index zeigt einen deutlichen Rückgang bei der Nachfrage nach IT-Spezialisten. Besonders Security-Experten sind weniger gefragt.

Ein deutlicher Rückgang am Arbeitsmarkt

Der deutsche Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte hat im zweiten Quartal 2026 einen spürbaren Dämpfer erhalten. Laut dem aktuellen Hays-Fachkräfte-Index, der Anfang August 2026 veröffentlicht wurde, ist die Nachfrage nach Spezialisten in diesem Sektor signifikant gesunken. Während das erste Quartal noch durch eine überdurchschnittliche Stabilität glänzte, sank der Indexwert nun um 38 Prozentpunkte auf 59 Prozent.

Dieser Trend ist besonders bemerkenswert, da er Berufsgruppen betrifft, die über Jahre hinweg als klassische Engpassprofile galten. Unternehmen, die zuvor händeringend nach Personal suchten, halten sich in der aktuellen Phase deutlich stärker zurück.

Weniger Bedarf bei Security und Entwicklung

Die Auswertung der Stellenausschreibungen in großen Online-Jobbörsen, Tageszeitungen und auf dem Business-Netzwerk Xing zeigt ein klares Bild: Die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexperten ist mit einem Minus von 136 Punkten am stärksten eingebrochen. Auch IT-Berater und Softwareentwickler spüren den Wandel deutlich:

* **IT-Security-Spezialisten:** -136 Punkte

* **IT-Berater:** -55 Punkte

* **IT-Entwickler:** -31 Prozentpunkte

Diese Entwicklung markiert eine Zäsur für Fachkräfte, die in den vergangenen Jahren von einem extrem arbeitnehmerfreundlichen Markt profitierten.

Datenbanken als strategischer Ankerpunkt

Inmitten des allgemeinen Abwärtstrends gibt es eine bemerkenswerte Ausnahme: Datenbankentwickler. Als einzige Gruppe verzeichnen sie ein leichtes Plus von acht Punkten. Experten interpretieren dies als strategische Neuausrichtung der Unternehmen.

Laut Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays, ist dies ein direktes Resultat der KI-Strategien vieler Firmen. Die Erkenntnis reift, dass Künstliche Intelligenz nur dann produktiv eingesetzt werden kann, wenn die zugrunde liegenden Datenstrukturen belastbar sind. Unternehmen investieren demnach verstärkt in ihre System- und Dateninfrastruktur, um die Basis für künftige KI-Anwendungen zu schaffen.

Ein branchenweiter Abwärtstrend

Der Rückgang beschränkt sich nicht allein auf die IT-Branche. Über alle untersuchten Berufsgruppen hinweg sank der Fachkräfte-Index im zweiten Quartal 2026 um rund 26 Prozentpunkte auf 36 Prozent. Damit liegt der Wert nicht nur weit unter dem des Vorquartals, sondern auch drastisch unter den Niveaus der Vorjahre. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2025 lag der Index noch bei 59 Prozent, im gleichen Zeitraum 2024 sogar bei 113 Prozent.

Die Daten verdeutlichen, dass sich der gesamte deutsche Arbeitsmarkt in einer Phase der Abkühlung befindet. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, dass die Zeiten, in denen Stellenanzeigen in nahezu allen Bereichen boomten, vorerst vorbei sind. Unternehmen scheinen ihre Einstellungsstrategien angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorsichtiger zu gestalten und sich auf jene Kernbereiche zu konzentrieren, die für die digitale Transformation – insbesondere im Bereich Datenmanagement – als absolut kritisch erachtet werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/computer-gerat-verwendung-gadget-5473301/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://www.golem.de/news/hays-fachkraefte-index-spezialisten-fuer-it-security-und-entwickler-weniger-gesucht-2608-211574.html