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„Halo Campaign Evolved“ im Test: Früher war alles besser
Technik · 24.07.2026 14:41

„Halo Campaign Evolved“ im Test: Früher war alles besser

Kurz: Mit „Halo: Campaign Evolved“ kehrt der legendäre Shooter-Klassiker zurück. Wir haben geprüft, ob das Remake in Unreal Engine 5 den alten Glanz neu erstrahlen lä

Ein Meilenstein in neuem Gewand

Die Geschichte der Ego-Shooter ist eng mit dem Namen „Halo“ verknüpft. Nach zahlreichen Fortsetzungen, Spin-offs und wechselnden Entwicklerstudios kehrt die Serie mit „Halo: Campaign Evolved“ nun zu ihren Ursprüngen zurück. Das Spiel ist weit mehr als eine einfache Neuauflage; es ist eine technologische und spielerische Überarbeitung, die den ursprünglichen Geist des Titels bewahren will, während sie moderne Standards erfüllt.

Visuelle Evolution durch Unreal Engine 5

Einer der auffälligsten Aspekte des Remakes ist die grafische Neugestaltung. Während das Original visuell deutlich gealtert war, setzt „Campaign Evolved“ auf die Unreal Engine 5. Diese Umstellung sorgt für eine moderne Optik: Grüne Areale verwandeln sich in detailreiche Landschaften, Lichteffekte spiegeln sich in Gewässern und die Tunnelwelten wirken durch eine verbesserte Ausleuchtung atmosphärischer. Der Warthog-Geländewagen profitiert ebenfalls von der neuen Geometrie, auch wenn dies gelegentlich dazu führt, dass das Fahrzeug an komplexeren Bodenstrukturen hängen bleibt.

Gameplay: Bewährtes behutsam modernisiert

Das Spielgefühl bleibt dem Kern treu, der „Halo“ einst so erfolgreich machte. Die Mischung aus Nahkampfattacken, dem präzisen Einsatz von Granaten und dem ständigen Wechsel zwischen offensiven Vorstößen und taktischem Rückzug in Deckung fühlt sich laut Berichten auch heute noch intuitiv an.

Die Entwickler haben zudem kleine, aber spürbare Anpassungen vorgenommen:

* **Waffenarsenal:** Einige Waffen aus späteren Serienteilen wurden integriert.

* **Fahrzeugmechanik:** Es ist nun möglich, gegnerische Fahrzeuge zu kapern.

* **Leveldesign:** Die Karten wurden leicht modifiziert, um Designschwächen des Originals zu korrigieren und Platz für den neuen 4-Spieler-Online-Koop-Modus zu schaffen.

* **Sammelobjekte:** Neue „Schädel“ (Skulls) ermöglichen es, Missionen mit verschiedenen Modifikationen erneut zu spielen und so den Wiederspielwert zu erhöhen.

Der neue Prolog und die Kampagne

Neben dem Hauptspiel wurde ein komplett neuer Prolog entwickelt. Dieser umfasst drei zusätzliche Level, die jedoch in ihrer Qualität variieren. Während der Kampf in einem Allianz-Schiff und die darauffolgenden Schlachten in offenen Arenen überzeugen, wirkt der Abschluss eher wie ein Arcade-Gimmick. Die erzählerische Einbindung von Sergeant Johnson, einem Charakter im Stil klassischer 80er-Jahre-Actionfilme, fügt sich zwar in das Geschehen ein, bleibt jedoch in seiner Charakterzeichnung eher oberflächlich.

Einordnung und Verfügbarkeit

Die Inszenierung des Spiels bleibt ihrem Ursprung treu: Statt auf cineastische Überladung zu setzen, konzentriert sich „Halo: Campaign Evolved“ auf kurze, prägnante Zwischensequenzen, die den Spieler direkt zurück in die Action führen. Die Balance zwischen der Nostalgie für das Original und den notwendigen Korrekturen scheint den Entwicklern weitgehend gelungen zu sein.

Das Spiel ist für Xbox Series X/S, Playstation 5 sowie Windows verfügbar. Abonnenten des Game Pass Ultimate und PC Game Pass erhalten ohne Zusatzkosten Zugriff. Die Veröffentlichung der Normalversion erfolgte am 28. Juli, nachdem das Spiel bereits ab dem 23. Juli im Early-Access-Modus verfügbar war. Ob das Remake auch für eingefleischte „Halo“-Fans, die das Original in- und auswendig kennen, alle Erwartungen erfüllt, bleibt eine individuelle Einschätzung, da sich die Detailänderungen vor allem im direkten Vergleich bemerkbar machen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-die-computer-auf-tisch-benutzt-3862140/ · Foto: ThisIsEngineering
Quelle: https://www.heise.de/tests/Halo-Campaign-Evolved-im-Test-Frueher-war-alles-besser-11377578.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag