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Grafikkarten werden nochmals rund 20 Prozent teurer
Technik · 10.08.2026 18:46

Grafikkarten werden nochmals rund 20 Prozent teurer

Kurz: Grafikkarten werden deutlich teurer: Hersteller wie Asus, Gigabyte und MSI erhöhen ihre Preise um rund 20 Prozent aufgrund gestiegener Kosten für Speicher-Bundl

Erneuter Preisschub bei Gaming-Grafikkarten

Wer aktuell den Kauf einer neuen Grafikkarte plant, muss sich in den kommenden Wochen voraussichtlich auf deutlich höhere Anschaffungskosten einstellen. Berichten zufolge stehen Preissteigerungen von rund 20 Prozent bevor. Diese Entwicklung betrifft namhafte Hersteller wie Asus, Gigabyte und MSI, die ihre Großhändler und direkten Kunden bereits über entsprechende Anpassungen informiert haben sollen.

Hintergründe der Preissteigerungen

Die Ursache für die Verteuerung liegt in einer veränderten Kostenstruktur bei der Beschaffung essenzieller Komponenten. Viele Grafikkartenhersteller beziehen von Nvidia sogenannte Bundles, die sowohl die Grafikprozessoren (GPUs) als auch die benötigten Speicherchips enthalten. Obwohl diese Bündelung kein zwingender Bestandteil der Geschäftsbeziehung mehr ist, bleibt sie in Zeiten einer anhaltenden Speicherkrise für die Produzenten attraktiv.

Durch den Bezug dieser Pakete entfällt für die Kartenhersteller der Aufwand, die derzeit knappen Speicherbausteine eigenständig am Markt zu beschaffen. Zudem stellt Nvidia so sicher, dass die Partner über genügend Speicher verfügen, um die produzierten GPUs tatsächlich bestücken zu können. Dass dieses Modell weiterhin praktiziert wird, wurde unter anderem von Asus bereits im Juni auf der Computex bestätigt.

Auswirkungen auf den Einzelhandel

Die angekündigte Preiserhöhung der Hersteller wird nicht unmittelbar an jedem Verkaufsregal sichtbar sein. Erfahrungsgemäß dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis solche Preisanpassungen im Einzelhandel durchschlagen. Dies geschieht in der Regel dann, wenn Händler ihre Lagerbestände zu den neuen Konditionen nachbestellen müssen.

Ursprüngliche Meldungen der taiwanischen Tageszeitung UDN hatten sogar Spekulationen über Aufschläge von bis zu 30 Prozent befeuert, die auf gestiegene Preise für Speicherbausteine bei Samsung zurückgeführt wurden. Dass sich die Hersteller nun auf eine einheitliche Erhöhung um 20 Prozent verständigt haben, deutet darauf hin, dass die Kosten für den Grafikspeicher zwar ein treibender Faktor sind, jedoch nicht den alleinigen Grund für die Kalkulation darstellen. Da die GPU selbst bei High-End-Modellen den größten Kostenblock bildet, ist die pauschale Erhöhung ein deutliches Signal für das aktuelle Preisgefüge.

Marktsituation und Ausblick

Obwohl sich die aktuellen Berichte primär auf Nvidia-Produkte beziehen, ist davon auszugehen, dass auch Grafikkarten mit AMD-GPUs von der Entwicklung betroffen sein werden. Der gesamte Markt für PC-Komponenten unterliegt derzeit einer Dynamik, bei der sich das Preisniveau insgesamt nach oben verschiebt. Hersteller von AMD-basierten Karten sind ebenfalls mit steigenden Preisen für RAM-Bausteine konfrontiert.

Seit geraumer Zeit orientieren sich die Marktpreise für Grafikkarten weniger an den ursprünglichen Preisempfehlungen (UVP) der Chiphersteller als vielmehr an der Zahlungsbereitschaft der Kunden. Trotz rückläufiger Verkaufszahlen liegen die Preise für Endkunden oft deutlich über den offiziellen Listenpreisen. Die aktuelle Situation unterstreicht, dass die Abhängigkeit von knappen Ressourcen wie Speicherchips die Preisgestaltung der Hardware-Hersteller weiterhin maßgeblich beeinflusst.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stillleben-rtx-2080-grafikkarten-nahansicht-4573596/ · Foto: Nana Dua
Quelle: https://www.heise.de/news/Grafikkarten-werden-nochmals-rund-20-Prozent-teurer-11409262.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag