News aus aller Welt
Start
Gamescom: Nach zwölf Jahren Wartezeit: „Castlevania: Belmont’s Curse“ macht vieles richtig
Technik · 02.09.2026 17:14

Gamescom: Nach zwölf Jahren Wartezeit: „Castlevania: Belmont’s Curse“ macht vieles richtig

Kurz: Nach zwölf Jahren Pause kehrt Castlevania mit „Belmont’s Curse“ zurück. Wir haben das Metroidvania von Evil Empire auf der Gamescom angespielt.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Auf der diesjährigen Gamescom gab es für Fans der legendären „Castlevania“-Reihe einen Grund zum Aufatmen: Nach einer zwölfjährigen Durststrecke ohne vollwertigen Ableger steht mit „Castlevania: Belmont’s Curse“ ein neuer Titel in den Startlöchern. Das Spiel, das offiziell in den Kanon der Vampirjäger-Saga integriert wird, markiert eine Rückkehr zum klassischen 2D-Gameplay, für das die Serie einst weltberühmt wurde. Entwickelt wird das Projekt von dem französischen Studio Evil Empire, das sich bereits durch die erfolgreichen Titel „Dead Cells“ und „The Rogue Prince of Persia“ einen Namen gemacht hat. Die erste Anspielmöglichkeit auf der Messe unterstrich den positiven Eindruck, den das Spiel hinterlässt. Es scheint, als hätten die Entwickler die Essenz der Serie verstanden und in ein modernes Gewand übertragen. Die Kombination aus einer düsteren, atmosphärischen Spielwelt, einem fordernden Schwierigkeitsgrad und einer frischen Protagonistin lässt darauf hoffen, dass das Comeback der Vampirjäger-Reihe nicht nur gelingt, sondern die Erwartungen der langjährigen Fangemeinde sogar übertreffen könnte. Die Präsentation auf der Gamescom verdeutlichte, dass Konami hier auf eine bewährte Formel setzt, diese jedoch mit zeitgemäßen Mechaniken und einer erzählerischen Tiefe anreichert, die das Genre bereichern dürfte.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Orte

Die Handlung von „Castlevania: Belmont’s Curse“ ist im Jahr 1499 angesiedelt, exakt 23 Jahre nach den Ereignissen von „Castlevania 3: Dracula’s Curse“. Der Schauplatz ist die französische Hauptstadt Paris, die von einer Welle monströser Kreaturen überrollt wird, während sich der Fluch Draculas über die Stadt legt. Der bekannte Vampirjäger Trevor Belmont, der den Fürsten der Dunkelheit einst besiegt glaubte, kehrt auf Bitten des französischen Königs zurück, um das Unheil abzuwenden. Er ist jedoch nicht allein: Seine Tochter Rose übernimmt die Rolle der Protagonistin. Das Spiel bietet eine handgezeichnete Optik, die besonders in den Hintergründen – etwa beim Blick über die in rotem Licht schimmernden Dächer von Paris – überzeugt. Rose nutzt ein Schwert für schnelle Kombinationsangriffe, ein magisches Tarotkartendeck für Spezialfähigkeiten und eine Peitsche, die nun auch als Ankerpunkt an Gegnern fungiert. Der erste Bossgegner, „The Fallen“, dient als Gradmesser für das fordernde Kampfsystem. Das Spiel erscheint am 15. Oktober 2026 für Nintendo Switch, Playstation 5, Xbox Series X/S und Windows zu einem Preis von knapp 30 Euro und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Hintergrund – Die Vorgeschichte und der Verlauf

Die lange Wartezeit von zwölf Jahren auf einen vollwertigen „Castlevania“-Teil hat bei den Fans eine große Sehnsucht nach einer Rückkehr der klassischen Formel geweckt. Konami hat für dieses Projekt bewusst das französische Studio Evil Empire ausgewählt, da dieses durch seine Arbeit an „Dead Cells“ bewiesen hat, dass es das Metroidvania-Genre meisterhaft beherrscht. „Dead Cells“ selbst war stark von den klassischen „Castlevania“-Spielen inspiriert, was sich unter anderem in einem Cross-over-DLC zeigte, der bekannte Figuren aus der fast vierzigjährigen Geschichte der Vampirjäger-Reihe in das Spiel integrierte. Mit „Belmont’s Curse“ schließt sich für Evil Empire nun der Kreis: Aus den inspirierten Entwicklern werden die Schöpfer eines offiziellen Kanon-Teils. Die Entscheidung, die Geschichte von Trevor Belmont fortzusetzen und seine Tochter Rose in den Fokus zu rücken, wirkt wie eine bewusste Verbeugung vor der Tradition, während gleichzeitig neue erzählerische Wege beschritten werden. Die Vorgeschichte, die auf dem dritten Teil der Serie aufbaut, bietet dabei eine solide Basis, um sowohl Nostalgiker als auch neue Spieler in den Bann der düsteren Welt zu ziehen.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Die Hauptverantwortung für die Entwicklung liegt bei dem französischen Studio Evil Empire, das in enger Zusammenarbeit mit Konami Digital Entertainment agiert. Diese Kooperation ist entscheidend, da Konami als Lizenzinhaber der „Castlevania“-Marke die inhaltliche Einordnung in den offiziellen Kanon sicherstellt. Im Spiel selbst stehen die Charaktere Trevor Belmont und seine Tochter Rose im Zentrum. Trevor, der gealterte Vampirjäger, fungiert dabei als Bindeglied zur Vergangenheit der Reihe, während Rose als neue Protagonistin die spielerische Identität des Titels prägt. Die Inszenierung der Geschichte wird durch professionelle Sprecherinnen und Sprecher getragen, die in den Zwischensequenzen – präsentiert als genretypische Portraits mit Textboxen – eine überzeugende Leistung abliefern. Die Einbindung des französischen Königs als Auftraggeber für die Mission in Paris verleiht der Handlung zudem einen historisch-fiktiven Rahmen, der die Bedrohung durch Dracula in einen größeren, politischen Kontext stellt. Die Beteiligten zeigen sich entschlossen, die hohen Qualitätsstandards der Reihe zu wahren.

Einordnung – Was das bedeutet

Einzuordnen ist „Castlevania: Belmont’s Curse“ als eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Serie, gepaart mit den modernen Standards des Metroidvania-Genres. Den Berichten zufolge gelingt es dem Titel, die Balance zwischen einer fordernden Spielmechanik und einem fairen Schwierigkeitsgrad zu halten. Dass die Entwickler auf handgezeichnete Hintergründe und eine düstere Comic-Ästhetik setzen, unterstreicht den Anspruch, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die den Geist der alten Teile atmet, ohne dabei veraltet zu wirken. Die spielerischen Neuerungen, wie die Nutzung der Peitsche an Gegnern oder die Aufnahme von Seelen besiegter Bosse, deuten darauf hin, dass Evil Empire nicht nur kopiert, sondern das Gameplay sinnvoll erweitert. Die Einordnung in den offiziellen Kanon ist für Fans ein wichtiges Signal, dass es sich nicht um ein Spin-off handelt, sondern um eine ernsthafte Fortführung der Saga. Die Kombination aus bewährten Elementen und neuen Ideen könnte das Spiel zu einem Referenztitel für das Genre im Jahr 2026 machen.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Trotz der ausführlichen Anspielmöglichkeit bleiben einige Fragen unbeantwortet. Der Quelltext geht nicht näher darauf ein, wie umfangreich die Spielwelt tatsächlich ist und wie viele verschiedene Areale neben den Katakomben und dem Seine-Ufer erkundet werden können. Auch über die genaue Anzahl der Bosse gibt es nur vage Informationen; es wird lediglich erwähnt, dass der erste von drei Bossen in diesem Abschnitt besiegt wurde, was jedoch nicht zwangsläufig die Gesamtzahl im Spiel widerspiegelt. Ebenso bleibt unklar, wie tief das System der Seelen-Aufnahme und die damit verbundenen Stimmen in Roses Kopf die Spielmechanik langfristig beeinflussen. Es wird nicht explizit erklärt, ob es alternative Enden gibt oder wie sich die Entscheidungen der Spielerin auf die Entwicklung der Geschichte auswirken. Auch Details zur Spielzeit oder zum Umfang der Nebenquests werden im Quelltext nicht genannt, sodass Fans auf weitere Informationen oder den Release warten müssen, um das volle Ausmaß des Spiels einschätzen zu können.

Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte

Der Veröffentlichungstermin für „Castlevania: Belmont’s Curse“ ist fest auf den 15. Oktober 2026 terminiert. Bis dahin wird das Spiel für die Plattformen Nintendo Switch, Playstation 5, Xbox Series X/S sowie für Windows verfügbar gemacht. Die Entwickler von Evil Empire und Konami befinden sich damit in der finalen Phase der Produktion, in der vermutlich noch Feinschliff am Balancing und an der technischen Performance vorgenommen wird. Fans können sich auf die kommenden Monate einstellen, in denen sicher weitere Einblicke in das Gameplay, die verschiedenen Tarot-Fähigkeiten und die Geschichte rund um Rose und ihren Vater Trevor veröffentlicht werden. Die Ankündigung, dass das Spiel ab 16 Jahren freigegeben ist, steht bereits fest, was auf eine gewisse Härte in der Darstellung der Kämpfe hindeutet. Nach der positiven Resonanz auf der Gamescom liegt der Fokus nun auf dem Erreichen des Release-Ziels im Herbst 2026, um die zwölfjährige Wartezeit der Anhängerschaft endgültig zu beenden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fashion-mode-person-frau-8875507/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://www.heise.de/tests/Castlevania-Belmont-s-Curse-angespielt-Rueckkehr-des-Koenigs-11438408.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag