Ein neues Kapitel für modulare Hardware
Framework hat sich einen Namen als Vorreiter für reparaturfreundliche und modulare Laptops gemacht. Während das Standardmodell des Framework Laptop 13 über Jahre hinweg ein konsistentes Design beibehielt, markiert das neue "Pro"-Modell das erste umfassende Redesign des Herstellers. Ziel war es, die bewährte Modularität mit moderner Technik zu vereinen, auch wenn dies bedeutet, dass nicht mehr jedes Bauteil zu einhundert Prozent mit dem bisherigen Ökosystem kompatibel ist.
Technische Neuerungen und CAMM2-Standard
Eine der signifikantesten Änderungen im Inneren ist die Implementierung des CAMM2-Arbeitsspeicherstandards. Im Gegensatz zu herkömmlichen SO-DIMM-Steckplätzen, bei denen Module eingeklickt werden, erinnert die Montage des CAMM2-Moduls an das Einsetzen eines Prozessors in einen LGA-Sockel. Das Modul wird auf Kontaktpins gelegt und durch eine verschraubte Abdeckung fixiert, die den nötigen Anpressdruck erzeugt.
Obwohl CAMM2 aktuell noch ein Nischenstandard mit begrenzter Verfügbarkeit ist, bietet er laut Hersteller bei Framework preisliche Vorteile gegenüber klassischen DDR5-SO-DIMMs. Ein wichtiger Hinweis für Käufer: Die CAMM2-Option ist exklusiv an das Intel-Mainboard gebunden. Wer eine AMD-Plattform bevorzugt, greift weiterhin auf die bewährten SO-DIMM-Slots zurück.
Design, Display und Bedienkomfort
Das Gehäuse des Framework Laptop 13 Pro ist nun vollständig in schwarzem Metall erhältlich, was dem Gerät eine hochwertige Optik verleiht. Zu den weiteren Verbesserungen zählen:
* **Display:** Ein extrem helles 13,5-Zoll-IPS-Touch-Panel mit einer Auflösung von 2.880 x 1.650 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hz.
* **Trackpad:** Das Eingabefeld wurde gegenüber dem Standardmodell deutlich vergrößert und bietet eine spürbar verbesserte Haptik.
* **Akku:** Die Kapazität wurde auf 74,45 Wattstunden erhöht, was die Laufzeit im mobilen Einsatz verbessern dürfte.
Modularität bleibt erhalten
Trotz des Redesigns bleibt der Grundgedanke der einfachen Wartung bestehen. Die bekannten Anschlussmodule – wie USB-C, HDMI oder SD-Kartenleser – sind weiterhin kompatibel und lassen sich flexibel an den vier Steckplätzen konfigurieren. Auch der Zusammenbau gestaltet sich dank QR-Codes auf den Bauteilen, die direkt zu den Online-Anleitungen führen, gewohnt unkompliziert. Nutzer können zudem einige Komponenten des Pro-Modells, wie das Display oder die Gehäuseschale mit dem neuen Trackpad, in ältere Standardmodelle integrieren.
Preisgestaltung und Konfiguration
Das Framework Laptop 13 Pro ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die DIY-Edition, bei der Nutzer eigenen Arbeitsspeicher, SSDs und Anschlussmodule beisteuern, startet bei etwa 1.350 Euro. Die vorkonfigurierten Modelle mit Intel Core Ultra 5, 16 GByte RAM und 500-GByte-SSD beginnen bei rund 1.800 Euro. Damit positioniert sich das Gerät preislich in einem Segment, das auch für Nutzer von Premium-Geräten wie dem MacBook Pro 14 interessant sein könnte.
Das Gerät stellt eine konsequente Weiterentwicklung dar, die zeigt, dass Modularität nicht zulasten von Leistung oder Design gehen muss. Die Kombination aus modernem Speicherstandard, hochwertiger Verarbeitung und der bewährten Reparaturfreundlichkeit macht das 13 Pro zu einer ernsthaften Alternative für Nutzer, die volle Kontrolle über ihre Hardware behalten wollen.