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Formel 1: Erobert Shootingstar Antonelli auch den Hungaroring?
Sport · 23.07.2026 22:54

Formel 1: Erobert Shootingstar Antonelli auch den Hungaroring?

Kurz: Vor der Sommerpause gastiert die Formel 1 in Ungarn. Kimi Antonelli geht als Favorit ins Rennen, während George Russell unter Zugzwang steht.

Halbzeitstimmung vor der Sommerpause

Bevor sich die Formel 1 in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet, steht auf dem Hungaroring bei Budapest der elfte von insgesamt 22 Saisonläufen an. Der Große Preis von Ungarn markiert für die Teams und Piloten den Abschluss der ersten Saisonhälfte. Nach dem Rennen am Sonntag, den 26. Juli 2026, kehrt der Formel-1-Zirkus erst einen Monat später im niederländischen Zandvoort in den Rennbetrieb zurück. Das Ziel aller Beteiligten ist klar: Mit einem Erfolgserlebnis in den Urlaub gehen.

Kimi Antonelli: Der Shootingstar im Fokus

Alle Augen richten sich derzeit auf den 19-jährigen Kimi Antonelli. Der Mercedes-Pilot führt die Fahrerwertung mit 204 Punkten souverän an und gilt nach seinem jüngsten Erfolg in Spa-Francorchamps als der Mann, den es zu schlagen gilt. Trotz seines jungen Alters agiert der Italiener in seiner zweiten Saison mit einer Abgeklärtheit, die selbst erfahrene Rivalen unter Druck setzt. Sollte sein Silberpfeil technisch einwandfrei funktionieren, gilt er auch in Ungarn als der Topfavorit auf den Sieg.

George Russell unter Druck

Während Antonelli glänzt, durchlebt sein Teamkollege George Russell eine schwierige Phase. Der 28-Jährige, der zu Saisonbeginn als Titelanwärter gehandelt wurde, liegt mittlerweile 50 Punkte hinter dem Führenden. Ein technischer Defekt in der Motorsteuerung, der tief im Code verborgen war, sorgte zuletzt in Belgien für das Aus in der ersten Runde nach einer Kollision mit Lewis Hamilton. Mercedes hat die Ursache nach eigenen Angaben identifiziert und behoben. Russell steht nun unter Zugzwang, um den Anschluss in der WM-Wertung nicht vollends zu verlieren.

Die Konkurrenz rüstet auf

Ferrari reist mit großem Selbstvertrauen nach Ungarn. Die Charakteristik des Kurses mit seinen vielen engen Kurven und begrenzten Überholmöglichkeiten könnte dem italienischen Rennstall entgegenkommen. Besonders Lewis Hamilton, der Rekordsieger auf dieser Strecke, und Charles Leclerc, der zuletzt in Belgien auf das Podium fuhr, wollen Mercedes das Leben schwer machen. Auch Red Bull mit Max Verstappen hofft auf ein starkes Ergebnis, wenngleich der Leistungsabstand zu den beiden Top-Teams derzeit noch deutlich ist.

Technische Aspekte: Sicherheit und Energie

Der Grand Prix von Ungarn bietet zudem eine technische Neuerung: Bernd Mayländer wird erstmals das neue Safety Car, den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+, steuern. Das Fahrzeug ist das erste Safety Car mit Allradantrieb und verfügt über verbesserte aerodynamische sowie technische Features, um die Sicherheit bei neutralisierten Rennphasen zu erhöhen.

Ein weiteres zentrales Thema bleibt das Energiemanagement der neuen Motorengeneration, die fast zur Hälfte elektrisch betrieben wird. Während auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Spa die Akkus häufig an ihre Grenzen stießen, wird auf dem Hungaroring eine Entspannung erwartet. Die zahlreichen starken Bremszonen ermöglichen eine effizientere Energierückgewinnung, was die Zuverlässigkeit der Systeme stabilisieren sollte.

Hülkenberg auf der Suche nach den ersten Punkten

Für den deutschen Piloten Nico Hülkenberg bleibt die Saison eine Herausforderung. Nach zehn Rennen wartet der Audi-Pilot noch immer auf seine ersten Zähler. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto konnte in Belgien bereits zeigen, dass das Auto punktfähig ist. Hülkenberg hofft nun, in Budapest von den Fortschritten des Teams zu profitieren und endlich den erhofften Befreiungsschlag zu landen.

Zeitplan für das Rennwochenende:

* **Freitag:** 1. Training (13.30 Uhr), 2. Training (17.00 Uhr)

* **Samstag:** 3. Training (12.30 Uhr), Qualifying (16.00 Uhr)

* **Sonntag:** Rennen (15.00 Uhr)

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/winter-nebel-gras-neblig-6495103/ · Foto: KoolShooters
Quelle: https://www.sportschau.de/motorsport/formel1/erobert-shootingstar-antonelli-auch-hungaroring,f1-vor-ungarn-100.html