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Fernwald: "Blitz für Kids"-Aktion in Steinbach - sehr wenige Verstöße - Polizei zieht positive Bilanz
Regional · 10.09.2026 14:30

Fernwald: "Blitz für Kids"-Aktion in Steinbach - sehr wenige Verstöße - Polizei zieht positive Bilanz

Kurz: In Fernwald-Steinbach führten Grundschüler gemeinsam mit der Polizei eine 'Blitz für Kids'-Aktion durch. Die Bilanz der Geschwindigkeitskontrolle ist erfreulich

Ein Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

In der Gemeinde Fernwald, genauer gesagt im Ortsteil Steinbach, fand am Morgen des 27. August eine besondere präventive Maßnahme statt. Unter dem Motto „Blitz für Kids“ machten sich insgesamt 43 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b der örtlichen Grundschule gemeinsam mit Einsatzkräften der Polizei auf den Weg, um das Verkehrsverhalten vor ihrer Schule aktiv zu beeinflussen. Ziel der Aktion war es, durch direkte Kommunikation mit den Verkehrsteilnehmern für ein sichereres Umfeld rund um den Schulweg zu sorgen. Die Kinder fungierten dabei als aktive Verkehrshelfer, die mit grünen und gelben Karten ihre Anerkennung oder Kritik an den Fahrern äußerten. Die Aktion verlief aus Sicht der Ordnungshüter äußerst positiv, da die überwältigende Mehrheit der Autofahrerinnen und Autofahrer das vorgegebene Tempolimit einhielt. Die Polizei betonte, dass derartige Maßnahmen nicht nur der Kontrolle dienen, sondern vor allem das Bewusstsein für die Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmer schärfen sollen. Die Kinder zeigten sich dabei sehr engagiert und konnten direkt erleben, wie ihre Präsenz und die Zusammenarbeit mit den Beamten Wirkung bei den Erwachsenen hinterließ.

Details zur Kontrolle und die Bilanz der Ordnungshüter

Die statistische Auswertung der Kontrolle liefert ein beeindruckendes Bild der Verkehrsmoral in Steinbach. Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion 768 Fahrzeuge durch die Einsatzkräfte gemessen, wobei diese tatkräftig von Vertretern der Gemeinde unterstützt wurden. Von dieser beachtlichen Anzahl an kontrollierten Fahrzeugen waren lediglich vier Fahrer zu schnell unterwegs. Dies entspricht einer Quote von 99,48 Prozent an Verkehrsteilnehmern, die sich absolut regelkonform verhielten. Die Kinder verteilten an die vorbildlichen Fahrer grüne Karten, die als Dankeschön für das korrekte Verhalten und die Einhaltung der Geschwindigkeit dienten. Wer hingegen das Tempolimit überschritt, erhielt eine gelbe Karte mit der Bitte, beim nächsten Mal langsamer zu fahren. Dennoch blieb es nicht bei der pädagogischen Maßnahme durch die Kinder: Die Polizei sanktionierte die Verstöße vor Ort. Ein besonderer Fall war der schnellste Verkehrsteilnehmer des Tages, der mit 66 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde. Dies zog ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro nach sich. Zudem stellten die Beamten fest, dass drei Erwachsene sowie ein Kind im Fahrzeug nicht angeschnallt waren, was ebenfalls geahndet wurde.

Hintergrund und Zielsetzung der Präventionsarbeit

Die Aktion „Blitz für Kids“ ist ein bewährtes Instrument der polizeilichen Präventionsarbeit, das regelmäßig an Schulen in ganz Hessen zum Einsatz kommt. Der Hintergrund ist stets die Erhöhung der Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr, insbesondere in sensiblen Bereichen wie dem direkten Umfeld von Grundschulen. Durch die Einbindung der Schülerinnen und Schüler soll eine unmittelbare Rückmeldung zwischen den Verkehrsteilnehmern und den Kindern geschaffen werden. Die Kinder erleben dabei die Wichtigkeit von Verkehrsregeln aus einer anderen Perspektive, während die Autofahrer durch die direkte Ansprache der Kinder emotional stärker angesprochen werden, als dies bei einer rein anonymen Kontrolle durch die Polizei der Fall wäre. Die Kooperation zwischen der Schule, der Gemeinde Fernwald und dem Polizeipräsidium Mittelhessen zielt darauf ab, langfristig ein sichereres Klima im Straßenverkehr zu etablieren. Die Tatsache, dass kaum gelbe Karten notwendig waren, unterstreicht den Erfolg solcher Maßnahmen, die über den reinen Sanktionscharakter hinausgehen und den Dialog zwischen den Generationen fördern. Es geht darum, das Verständnis für die Gefahren des Straßenverkehrs zu schärfen.

Die beteiligten Akteure und ihre Rollen

An der Aktion waren verschiedene Akteure beteiligt, die gemeinsam für die Sicherheit vor der Grundschule eintraten. Im Zentrum standen die 43 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen, die als Botschafter für Sicherheit auftraten. Unterstützt wurden sie dabei durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mittelhessen, die für die rechtliche Absicherung der Messungen und die Ahndung von Verstößen zuständig waren. Auch Vertreter der Gemeinde Fernwald waren vor Ort, um die polizeilichen Maßnahmen zu unterstützen. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums, vertreten durch Pierre Gath, fungierte als Ansprechpartner für die Medien und dokumentierte den Verlauf der Aktion. Die Kommunikation zwischen den Kindern und den angehaltenen Personen war ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Während die Kinder die pädagogische Komponente übernahmen, sorgten die Beamten für die notwendige Autorität und die Durchsetzung der geltenden Vorschriften. Das Zusammenspiel dieser Akteure ermöglichte eine reibungslose Durchführung der Geschwindigkeitskontrolle, die von allen Beteiligten als Erfolg gewertet wurde.

Einordnung der Ergebnisse und offene Fragen

Einzuordnen ist das Ergebnis der Aktion als sehr erfreulich. Eine Einhaltung der Geschwindigkeit von über 99 Prozent ist ein starkes Signal für das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer in Steinbach. Den Berichten zufolge zeigt dies, dass die Sensibilisierung für Schulwege Früchte trägt. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die der vorliegende Quelltext nicht beantwortet. So ist beispielsweise nicht bekannt, ob es sich bei den kontrollierten Fahrzeugen primär um Anwohner handelte oder um Durchgangsverkehr, der den Ort Steinbach passiert. Auch wird nicht explizit erwähnt, ob an der betroffenen Schule bereits in der Vergangenheit gehäuft Probleme mit zu schnellem Fahren auftraten oder ob es sich um eine rein präventive Maßnahme ohne konkreten Anlass handelte. Ebenso bleibt offen, ob die Gemeinde Fernwald plant, aufgrund der Ergebnisse bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Erwägung zu ziehen oder ob die punktuellen Kontrollen ausreichen. Die Polizei und die Kinder appellieren abschließend an alle Verkehrsteilnehmer, sich auch in Zukunft an die Regeln zu halten, um die Sicherheit der Kinder dauerhaft zu gewährleisten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/polizeiauto-nahe-christkindlmarkt-stern-in-wien-29689517/ · Foto: Vladimir Srajber
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6349735