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Fall Infantino - Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Klaveness, verlangt Rücktritt des FIFA-Chefs
Schlagzeilen · 07.08.2026 14:52

Fall Infantino - Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Klaveness, verlangt Rücktritt des FIFA-Chefs

Kurz: Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, fordert den sofortigen Rücktritt von FIFA-Chef Gianni Infantino nach massiver Kritik.

Ein Vertrauensbruch an der Spitze der FIFA

Die Führungskrise beim Weltfußballverband FIFA hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Lise Klaveness, die Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, hat in Oslo offiziell den sofortigen Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino gefordert. Die norwegische Funktionärin begründete diesen drastischen Schritt mit einem vollständigen Vertrauensverlust in die Amtsführung des Schweizers.

Umstrittene Investorenpläne als Auslöser

Der Kern der Auseinandersetzung liegt in den strategischen Plänen Infantinos, Anteile an offiziellen FIFA-Turnieren an private Investoren zu veräußern. Dieses Vorhaben stieß international auf massiven Widerstand. Kritiker sehen darin eine Kommerzialisierung des Fußballs, die die Integrität der Wettbewerbe gefährden könnte. Die Pläne wurden als unvereinbar mit den Werten des Verbandes wahrgenommen, was nun zu einer beispiellosen Forderung nach einem personellen Neuanfang an der Spitze geführt hat.

Isolierung des FIFA-Präsidenten

Die Kritik an Infantinos Kurs ist nicht auf Norwegen beschränkt. Den Berichten zufolge hat der FIFA-Chef den Rückhalt in weiten Teilen der globalen Fußballgemeinschaft verloren. Mehrere Kontinentalverbände haben dem Präsidenten bereits ihre Unterstützung entzogen. Besonders schwer wiegt dabei die Haltung der europäischen UEFA, die sich ebenfalls von Infantinos Kurs distanziert hat.

Hintergrund und mögliche Konsequenzen

Die Forderung aus Norwegen markiert einen Wendepunkt in der Ära Infantino. Während der Weltverband bisher durch eine starke Zentralisierung geprägt war, signalisiert der offene Widerstand der Kontinentalverbände eine wachsende Unzufriedenheit mit der strategischen Ausrichtung.

Die Pläne, private Kapitalgeber direkt in die Vermarktung von Turnieren einzubinden, werfen grundlegende Fragen zur Zukunft der FIFA auf. Es bleibt abzuwarten, wie die FIFA-Administration auf diesen massiven Druck reagiert. Die nächsten Schritte könnten nun in außerordentlichen Sitzungen oder Gremienberatungen liegen, in denen die Zukunft des Präsidenten zur Debatte steht. Der Druck auf Infantino wächst, da die politische Basis innerhalb der Verbände zunehmend wegbricht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschenmenge-bei-wintersportveranstaltung-mit-norwegischen-flaggen-31080476/ · Foto: Dua'a Al-Amad
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/praesidentin-des-norwegischen-fussballverbands-klaveness-verlangt-ruecktritt-des-fifa-chefs-102.html