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Elektroauto Polestar 4 SUV: Neue Variante ab September bestellbar
Technik · 03.09.2026 12:52

Elektroauto Polestar 4 SUV: Neue Variante ab September bestellbar

Kurz: Polestar erweitert sein Portfolio: Das neue SUV-Modell auf Basis des Polestar 4 bietet mehr Stauraum und ist ab sofort bestellbar.

Was geschehen ist: Die Erweiterung der Modellpalette

Die schwedische Elektroautomarke Polestar hat eine bedeutende Erweiterung ihres Fahrzeugangebots bekannt gegeben. Das Unternehmen führt eine neue SUV-Variante seines bisherigen Coupé-Modells Polestar 4 ein, um gezielt eine erweiterte Zielgruppe anzusprechen. Diese Entscheidung markiert einen strategischen Schritt, um die Vielseitigkeit und Praktikabilität innerhalb der Modellreihe zu erhöhen. Interessenten können das Fahrzeug ab sofort bestellen, wobei die Auslieferung für einen späteren Zeitpunkt terminiert ist. Das neue Modell basiert technisch auf der bewährten SEA-Architektur, die bereits beim Coupé zum Einsatz kommt, wurde jedoch hinsichtlich seiner Karosserieform und Raumausnutzung für den SUV-Einsatz optimiert. Mit dieser Neuerung reagiert der Hersteller auf die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen, die sowohl durch dynamische Fahrleistungen als auch durch ein gesteigertes Platzangebot überzeugen sollen. Die Ankündigung unterstreicht den Anspruch von Polestar, Designsprache mit funktionalem Mehrwert zu verbinden, ohne dabei den markentypischen Charakter zu vernachlässigen.

Die Einzelheiten: Technik, Leistung und Ausstattung

Das neue SUV-Modell von Polestar bietet bei umgelegter Rückbank ein maximales Gepäckvolumen von 1665 Litern, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 1536 Litern des Coupés darstellt. Technisch stehen zwei Antriebsvarianten zur Wahl: Die „Dual Motor“-Version mit Allradantrieb liefert eine Leistung von 400 kW sowie ein Drehmoment von 686 Nm. Damit beschleunigt das Fahrzeug in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 600 Kilometern. Die „Rear Motor“-Variante mit Heckantrieb leistet 200 kW bei 343 Nm Drehmoment, was eine Beschleunigung auf 100 km/h in 7,3 Sekunden ermöglicht, bei einer maximalen WLTP-Reichweite von 630 Kilometern. Alle Modelle verfügen über eine Batterie mit 100 kWh Bruttokapazität (94 kWh netto) auf Basis von Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Zellchemie. Das DC-Schnellladen ist mit bis zu 200 kW möglich, was eine Ladezeit von zehn auf 80 Prozent in etwa 30 Minuten verspricht. In Deutschland ist zudem ein AC-Lader mit 22 kW serienmäßig an Bord. Über einen speziellen Adapter ist das Fahrzeug zudem Vehicle-to-Load-fähig und kann bis zu 3,3 kW Leistung abgeben.

Hintergrund: Entwicklung und technisches Fundament

Die Entwicklung des neuen SUV-Modells fußt auf der bereits etablierten SEA-Plattform, die Polestar bereits für das Coupé verwendet. Diese architektonische Basis erlaubt eine hohe Flexibilität bei der Abstimmung der Fahreigenschaften. Obwohl das Fahrwerk grundlegend dem des Coupés entspricht, haben die Ingenieure eine spezifische neue Abstimmung vorgenommen. Laut Joakim Rydholm, dem Chefentwickler für Fahrdynamik, wurde besonderer Wert auf ein noch direkteres Lenkverhalten gelegt, um den Kunden die gewohnte Präzision und das Vertrauen in die Marke zu vermitteln. Die Produktion des Fahrzeugs erfolgt an den Standorten Hangzhou Bay in China sowie Busan in Südkorea. Die Entscheidung, diese Variante nun auf den Markt zu bringen, ist Teil der kontinuierlichen Modellpflege und der Bemühungen, das Portfolio an die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen anzupassen. Die Integration von Google Gemini zur Sprachsteuerung stellt zudem eine technologische Weiterentwicklung dar, die schrittweise den bisherigen Google Assistant ablösen soll und komplexere Anweisungen in natürlicher Sprache verarbeiten kann.

Die Beteiligten: Akteure und Verantwortliche

Im Zentrum der Kommunikation steht die Marke Polestar selbst, die als Hersteller für die strategische Ausrichtung und die technische Umsetzung verantwortlich zeichnet. Eine zentrale Rolle bei der technischen Ausgestaltung nimmt Joakim Rydholm ein, der als Fahrdynamik-Chefentwickler für die spezifische Abstimmung des Fahrwerks verantwortlich ist. Er betont die Bedeutung der Lenkpräzision für das Markenimage. Auf der Zuliefererseite spielt ZF eine wichtige Rolle, da das Unternehmen die adaptiven Dämpfer für das optionale Performance-Paket liefert. Ebenso ist Brembo als Partner für die Hochleistungsbremsanlage mit den charakteristischen Bremssätteln in „Swedish Gold“ eingebunden, während Pirelli mit den P Zero Performance-Reifen für den notwendigen Grip sorgt. Die Kundinnen und Kunden werden als primäre Zielgruppe adressiert, wobei Polestar explizit davon ausgeht, mit der SUV-Variante neue Käuferschichten zu erschließen, die bisher möglicherweise durch das Coupé-Design nicht ausreichend angesprochen wurden.

Einordnung: Marktpositionierung und technologische Aspekte

Einzuordnen ist das neue Modell als Versuch von Polestar, die Lücke zwischen sportlichem Design und praktischem Nutzen zu schließen. Den Berichten zufolge ist die Optimierung des Gepäckvolumens ein zentrales Verkaufsargument, um im hart umkämpften SUV-Segment bestehen zu können. Die technische Spezifikation mit 22 kW AC-Laden in Deutschland wird als besonderer Vorteil für Kunden hervorgehoben, die häufig Gelegenheitslademöglichkeiten nutzen. Die Einführung von Google Gemini als KI-basierte Sprachsteuerung lässt sich als Bestreben deuten, die digitale Nutzererfahrung im Fahrzeug weiter zu differenzieren. Die Preisgestaltung, die bei 57.900 Euro für die Heckantriebs-Variante beginnt und bis zu 76.300 Euro für die Version mit Performance-Paket reicht, positioniert das Fahrzeug im gehobenen Segment. Den Berichten zufolge unterstreicht die Wahl der Zellchemie und die Ladeleistung den Anspruch, technologisch auf einem aktuellen Stand zu bleiben, während die Fertigung in China und Südkorea die globale Lieferkettenstrategie widerspiegelt.

Offene Fragen: Was der Quelltext nicht beantwortet

Trotz der detaillierten Angaben zu den technischen Daten und den Preisen lässt der Quelltext einige Fragen offen. So wird nicht explizit erläutert, wie sich die spezifische SUV-Karosserie im Vergleich zum Coupé auf den Luftwiderstandsbeiwert und damit auf den realen Verbrauch auswirkt, auch wenn die WLTP-Reichweiten genannt werden. Zudem bleibt unklar, ob die Einführung der KI-Sprachsteuerung Gemini auch für Bestandsfahrzeuge des Coupés per Software-Update nachgerüstet werden kann oder ob dies exklusiv der neuen Modellvariante vorbehalten bleibt. Auch zur genauen Ausstattungspolitik der verschiedenen Pakete, abgesehen vom Performance-Paket, gibt es keine detaillierten Informationen. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob die Produktion in Busan und Hangzhou Bay je nach Zielmarkt unterschiedlich gewichtet wird oder ob es Qualitätsunterschiede in der Fertigung geben könnte. Die langfristige Strategie für den US-Markt wird im Text zwar im Kontext erwähnt, jedoch bleibt offen, wie sich die spezifische SUV-Variante in die dortige, sich verändernde Marktpräsenz von Polestar einfügen soll.

Wie es weitergeht: Zeitplan und Ausblick

Die Bestellphase für das neue SUV-Modell ist bereits eröffnet. Interessenten können das Fahrzeug ab sofort konfigurieren und ordern. Für die ersten Auslieferungen an die Kundinnen und Kunden hat Polestar den Zeitrahmen für das vierte Quartal 2026 festgelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das Unternehmen voraussichtlich weitere Details zur Markteinführung bekannt geben. Die schrittweise Umstellung der Sprachsteuerung auf Google Gemini ist ein laufender Prozess, der die Fahrzeugsoftware in den kommenden Monaten und Jahren begleiten wird. Ebenso bleibt die Entwicklung der Ladeinfrastruktur und die Integration von V2L-Funktionen ein fortlaufendes Thema, das Polestar im Rahmen seiner Modellpflege weiter vorantreiben dürfte. Kunden, die sich für das Performance-Paket entscheiden, erhalten mit dem Fahrzeug neben den adaptiven Dämpfern und der Brembo-Bremsanlage auch die 22-Zoll-Räder, was den sportlichen Charakter der Marke unterstreichen soll. Weitere Informationen werden in den kommenden Quartalen erwartet, wenn die Produktion an den Standorten Hangzhou Bay und Busan auf die neuen Anforderungen hochgefahren wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/carro-em-movimento-15828802/ · Foto: Daniel Andraski
Quelle: https://www.heise.de/news/Elektroauto-Polestar-4-SUV-Neue-Variante-ab-September-bestellbar-11439661.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag