Erfolgreiche Generalprobe trotz Anlaufschwierigkeiten
Eintracht Frankfurt bleibt in der aktuellen Saisonvorbereitung auf Erfolgskurs. Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den Drittligisten SV Waldhof Mannheim sicherte sich das Team von Trainer Adi Hütter den dritten Erfolg im dritten Testspiel. Die Partie in Mannheim markierte für die Hessen den Abschluss einer intensiven Trainingsphase, die unmittelbar zuvor in einem Trainingslager absolviert wurde.
Müdigkeit prägt die erste Hälfte
Die Belastungen der vorangegangenen Tage waren der Mannschaft deutlich anzumerken. Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager wirkte die Eintracht in der ersten Halbzeit phasenweise schwerfällig. Waldhof Mannheim, das bereits kurz vor dem Start in die eigene Drittliga-Saison steht, präsentierte sich als ebenbürtiger Gegner und hielt das Spielgeschehen offen.
Bereits in der neunten Minute musste Eintracht-Torhüter Kaua Santos eine brenzlige Situation entschärfen. Ein abgefälschter Schuss von Mannheims Julian Rieckmann, der unglücklich von Elias Baum abprallte, zwang den Schlussmann zu einer schnellen Reaktion. Auf der Gegenseite verpasste Julian Etse, der für den geschonten Nnamdi Collins in die Innenverteidigung rückte, nach einer Freistoßflanke von Can Uzun die Führung per Kopf. Distanzschüsse von Uzun und Jonathan Burkardt blieben vor der Pause die gefährlichsten, wenngleich harmlosen Annäherungsversuche der Frankfurter.
Burkardt sorgt für die Entscheidung
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte präsentierte sich die Eintracht deutlich fokussierter. Der entscheidende Moment der Partie ereignete sich in der 51. Minute: Elias Baum, der bereits in der ersten Hälfte durch Einsatz überzeugte, bediente Jonathan Burkardt mustergültig. Burkardt verwertete die Vorlage eiskalt zum 1:0. In der Folgezeit hätte der Angreifer das Ergebnis sogar noch ausbauen können, ließ jedoch zwei weitere gute Möglichkeiten in den Minuten 56 und 59 ungenutzt.
Wechsel und defensive Stabilität
Trainer Adi Hütter nutzte die zweite Hälfte, um das Personal durchzuwechseln. Bereits zur Pause kamen Michael Zetterer, Mario Götze und Jeremiaha Maluze ins Spiel. Nach einer Stunde vollzog der Übungsleiter einen kompletten Austausch der restlichen Startelf.
Die eingewechselten Akteure fügten sich nahtlos ein, konnten jedoch weitere Chancen durch Love Arrhov und Junior Dina Ebimbe nicht in Tore ummünzen, da Mannheims Torhüter Thijmen Nijhuis mehrfach stark parierte. Auch die Defensive der Eintracht wurde in der Schlussphase noch einmal gefordert. Michael Zetterer zeichnete sich dabei besonders aus, als er einen Kopfball von Julian Ulbricht sowie einen direkten Freistoß von Goncalo Gregorio entschärfte.
Einordnung der Vorbereitung
Der Sieg gegen Mannheim reiht sich ein in eine bisher makellose Testspielbilanz. Zuvor konnte die Eintracht bereits den FC Gießen mit 7:1 und Trabzonspor mit 3:0 besiegen. Während Neuzugang Otavio noch nicht zum Kader zählte, bot die Partie gegen Mannheim für das Trainerteam wichtige Erkenntnisse über den aktuellen Fitnesszustand und die Abstimmung innerhalb des Kaders.
Für die kommenden Wochen wird es darauf ankommen, die Belastungssteuerung aus dem Trainingslager in eine konstante Spielform zu überführen. Mit dem dritten Sieg in Folge hat die Mannschaft das Fundament für die anstehende Pflichtspielsaison gelegt, auch wenn die spielerische Leichtigkeit aufgrund der hohen Trainingsintensität noch nicht in jeder Phase der Partie voll zur Geltung kam.