News aus aller Welt
Start
Dortmund gegen Arsenal und Inter, Bayern mit Losglück
Sport · 27.08.2026 19:22

Dortmund gegen Arsenal und Inter, Bayern mit Losglück

Kurz: Die Champions-League-Auslosung 2026/27 in Monaco hat den deutschen Klubs spannende Duelle beschert. Besonders Dortmund und Leipzig erwarten hochkarätige Gegner.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Am Donnerstag, dem 27. August 2026, fand im Grimaldi-Forum in Monaco die mit Spannung erwartete Auslosung der Ligaphase für die Champions-League-Saison 2026/27 statt. Für die vier deutschen Vertreter – den FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und den VfB Stuttgart – brachte die Zeremonie sehr unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Während der FC Bayern München im Vergleich zu seinen Ligakonkurrenten als glücklicher bei der Zuteilung der Gegner gilt, stehen Borussia Dortmund und RB Leipzig vor einer echten Kraftprobe. Der BVB trifft unter anderem auf den FC Arsenal und Inter Mailand, während die Leipziger sich mit Schwergewichten wie Real Madrid und Manchester City messen müssen. Auch der VfB Stuttgart, der nach einer längeren Abstinenz wieder auf der großen europäischen Bühne steht, hat ein anspruchsvolles Programm erhalten, das unter anderem Duelle gegen Atlético Madrid und Inter Mailand vorsieht. Die Auslosung markiert den offiziellen Startschuss für die neue Spielzeit im europäischen Spitzenfußball, in der die 36 teilnehmenden Mannschaften in einer gemeinsamen Ligatabelle um den Einzug in die K.o.-Runde kämpfen werden.

Die Einzelheiten der Auslosung

Das Prozedere der Auslosung folgte einem komplexen System, bei dem jedes Team aus jedem der vier Töpfe jeweils zwei Gegner zugelost bekam, was zu insgesamt acht verschiedenen Kontrahenten pro Verein führte. Borussia Dortmund darf sich auf hochkarätige Heimspiele gegen Inter Mailand, Betis Sevilla, den FC Villarreal und AEK Athen freuen. Auswärts müssen die Dortmunder beim FC Arsenal, beim FK Bodö/Glimt, bei Aston Villa und beim Neuling Sabah FK antreten. Besonders das Wiedersehen mit dem norwegischen Team Bodö/Glimt ist für den BVB eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung, nachdem man in der Vorsaison dort nur ein Remis erzielen konnte. RB Leipzig trifft zu Hause auf Manchester City, die PSV Eindhoven, Schachtar Donezk und den RC Lens. In der Fremde warten Real Madrid, Manchester United, Feyenoord Rotterdam und Como 1907. Der VfB Stuttgart empfängt Atlético Madrid, den FC Brügge, den OSC Lille und Viking Stavanger. Auswärts spielen die Schwaben bei Inter Mailand, der PSV Eindhoven, Galatasaray Istanbul und Slovan Bratislava. Der FC Bayern München hat es mit dem FC Arsenal, Betis Sevilla, dem FK Bodö/Glimt und Slavia Prag zu Hause zu tun, während man auswärts bei Atlético Madrid, Manchester United, dem OSC Lille und Viking Stavanger antreten muss.

Hintergrund der neuen Saison

Die Champions League hat sich in den vergangenen Jahren in ihrem Modus grundlegend gewandelt. Die aktuelle Saison 2026/27 baut auf der Reform auf, die bereits in der Spielzeit 2025/26 eingeführt wurde. Anstelle der klassischen Gruppenphase mit vier Teams pro Gruppe gibt es nun eine einzige große Ligatabelle mit insgesamt 36 Mannschaften. Diese Struktur soll für mehr Abwechslung und ein höheres Spannungslevel sorgen, da jedes Team gegen acht unterschiedliche Gegner antritt – jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Die Vorbereitungen auf diese Saison begannen für die deutschen Klubs bereits vor Wochen, während international noch um die letzten Qualifikationsplätze gekämpft wurde. Die UEFA hat zudem die Regeln für Gelbe Karten angepasst: Sperren treten nun erst nach der vierten Verwarnung in Kraft, was eine deutliche Abkehr von der bisherigen Praxis nach der dritten Gelben Karte darstellt. Auch die Qualifikationsspiele haben keinen Einfluss mehr auf das Disziplinarkonto der Spieler in der Ligaphase, da alle Karten aus der Vorsaison oder der Qualifikation verfallen sind.

Die Beteiligten und ihre Rollen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Monaco standen neben den Vereinsvertretern auch prominente Persönlichkeiten des Fußballs. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin nutzte die Bühne, um den Fairplay-Preis an Marquinhos von Paris St. Germain zu verleihen. Die Auszeichnung würdigt das Verhalten des Kapitäns nach dem Finale 2026 gegen den FC Arsenal, als er sich trotz des Sieges um die Trostspende für den unterlegenen Gegner kümmerte. Ebenfalls geehrt wurde die französische Legende Thierry Henry, der den „Presidents Award“ entgegennahm. Für Henry war die Rückkehr nach Monaco besonders emotional, da er dort seine Karriere bei der AS Monaco begann. Auf der Ebene der Trainer und Spieler sind besonders die Duelle gegen prominente Akteure hervorzuheben: Der FC Bayern München muss beispielsweise im Stadion von Atlético Madrid antreten, wo die Trainer-Legende Diego Simeone an der Seitenlinie steht. Bei Galatasaray Istanbul, einem Gegner des VfB Stuttgart, stehen mit Ilkay Gündogan und Leroy Sané zwei bekannte deutsche Nationalspieler unter Vertrag, was für die Stuttgarter Fans ein besonderes Interesse an dieser Begegnung weckt.

Einordnung der sportlichen Herausforderungen

Einzuordnen ist das Losglück der Bayern sowie die schwere Aufgabe für Leipzig und Dortmund vor allem im Kontext der neuen Ligatabelle. Da die ersten acht Teams der Tabelle direkt in das Achtelfinale einziehen, ist jeder Punktgewinn gegen die sogenannten „Kracher-Gegner“ von enormer Bedeutung. Den Berichten zufolge haben die Bayern mit Gegnern wie Slavia Prag oder Viking Stavanger durchaus machbare Aufgaben erhalten, während Leipzig mit Real Madrid und Manchester City zwei der absolut stärksten Teams des Kontinents zugelost bekam. Für den BVB ist die Reise zum FC Arsenal eine Standortbestimmung auf höchstem Niveau. Die sportliche Bewertung der Auslosung zeigt, dass die vermeintliche Stärke eines Lostopfes durch das neue System an Bedeutung verloren hat, da die geografischen und sportlichen Beschränkungen – etwa das Verbot von Duellen zwischen Teams aus demselben Land – die Möglichkeiten der Paarungen stark einschränken. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die deutsche Bundesliga-Spitze in der kommenden Champions-League-Saison vor einer Bewährungsprobe steht, die weit über das Niveau der nationalen Liga hinausgeht.

Offene Fragen zur weiteren Planung

Obwohl die Auslosung die Paarungen für die Ligaphase geklärt hat, bleiben einige wesentliche Fragen für die Fans und die Vereine offen. Der Quelltext macht explizit keine Angaben dazu, an welchen genauen Daten die jeweiligen Begegnungen stattfinden werden. Zwar hat die UEFA angekündigt, dass die exakten Termine und Anstoßzeiten bis spätestens Samstag, den 29. August 2026, bekanntgegeben werden sollen, doch bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der konkrete Spielplan für die Anhänger der Klubs spekulativ. Auch die Frage, wie sich die Reisebelastungen durch die Auswärtsspiele bei Vereinen wie dem FK Bodö/Glimt oder dem Sabah FK auf die Fitness der Spieler in der Bundesliga auswirken werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten. Ebenso sind die Auswirkungen der neuen Sperrenregelung bei Gelben Karten, die nun erst nach der vierten Karte greifen, ein Thema, dessen praktische Umsetzung sich erst im Laufe der Saison zeigen wird. Es bleibt abzuwarten, wie die Trainer auf diese neuen Spielräume reagieren werden.

Wie es weitergeht

Der Fahrplan für die Champions League 2026/27 ist bereits fest definiert. Nach der Auslosung liegt der Fokus nun auf der Veröffentlichung des detaillierten Spielplans durch die UEFA, der bis zum 29. August 2026 erwartet wird. Die Ligaphase selbst wird sich über mehrere Monate erstrecken, wobei der letzte Spieltag für alle 36 Mannschaften am 27. Januar 2027 parallel ausgetragen wird. Nach Abschluss dieser Phase qualifizieren sich die besten acht Teams direkt für das Achtelfinale. Die Klubs auf den Plätzen 9 bis 24 müssen in einer Zwischenrunde um die verbleibenden acht Plätze im Achtelfinale kämpfen. Ein besonderer Termin im Kalender ist der 5. Juni 2027: An diesem Tag findet das Finale der Champions League im Stadion von Atlético Madrid statt. Die Teams, die in der Ligaphase die Plätze 1 bis 4 belegen, genießen bei einem Erreichen des Viertelfinals das Privileg des Heimrechts im Rückspiel, was für die Vereine einen zusätzlichen Anreiz darstellt, in der Ligatabelle möglichst weit oben zu landen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-wahrzeichen-gebaude-mauer-17108341/ · Foto: Radwan Menzer
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/championsleague/dortmund-gegen-arsenal-und-inter-bayern-mit-losglueck,infos-cl-auslosung-100.html