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DFB-Pokal - Pflichtsieg nach Stotterstart: BVB gegen couragierte Eimsbütteler weiter
Sport · 01.09.2026 23:23

DFB-Pokal - Pflichtsieg nach Stotterstart: BVB gegen couragierte Eimsbütteler weiter

Kurz: Borussia Dortmund zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Gegen den tapferen Fünftligisten HEBC Hamburg gelang ein 5:0-Erfolg vor Rekordkulisse.

Ein historischer Abend im Volksparkstadion

Borussia Dortmund hat die erste Hürde im DFB-Pokal erfolgreich genommen und ist in die zweite Runde eingezogen. Der Bundesligist setzte sich am Dienstagabend in einer einseitigen, aber atmosphärisch beeindruckenden Partie mit 5:0 (4:0) gegen den Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (HEBC) durch. Für den Fünftligisten war das Aufeinandertreffen mit dem großen Favoriten ein absolutes Highlight der Vereinsgeschichte. Um dem enormen Zuschauerinteresse gerecht zu werden, war der Oberligist für dieses besondere Pokalspiel in das Volksparkstadion umgezogen. Mit 45.917 Zuschauern wurde dabei eine neue Rekordkulisse für ein Spiel mit Beteiligung eines Fünftligisten im DFB-Pokal aufgestellt. Die Kulisse verlieh der Begegnung einen würdigen Rahmen, auch wenn der sportliche Klassenunterschied über die gesamte Spieldauer hinweg deutlich wurde. Das Team von Trainer Niko Kovac erfüllte seine Pflichtaufgabe souverän, wenngleich die Dortmunder zu Beginn der Partie eine gewisse Anlaufzeit benötigten, um die defensive Mauer der Hamburger zu durchbrechen und die Kontrolle über das Geschehen vollständig zu übernehmen.

Die spielentscheidenden Momente und Akteure

Der BVB übernahm von Anpfiff an das Kommando und drängte die Eimsbütteler tief in die eigene Hälfte. Dennoch hielt das Abwehrbollwerk des Außenseiters länger stand, als es viele Beobachter erwartet hatten. Ein wesentlicher Faktor war dabei HEBC-Torhüter Jannik Schoon, der mit mehreren Glanzparaden den frühen Rückstand verhinderte und die Dortmunder Offensive sichtlich frustrierte. Der Bann brach schließlich in der 33. Minute: Nach einer flachen Hereingabe von Julian Ryerson fälschte Verteidiger Janek Wrede den Ball unglücklich ins eigene Netz ab. Dieser Treffer wirkte wie ein Dosenöffner. Nur drei Minuten später erhöhte Daniel Svensson aus kurzer Distanz auf 2:0. Noch vor der Pause schraubte Samuele Inácio das Ergebnis mit zwei weiteren Treffern (41. und 45.+2 Minute) auf 4:0 hoch. In der zweiten Halbzeit schaltete der BVB einen Gang zurück. Den Schlusspunkt setzte Fabio Silva in der 59. Minute mit dem Treffer zum 5:0-Endstand. Trotz der deutlichen Niederlage zeigten sich die Hamburger Amateure stolz auf ihre Leistung, insbesondere auf die disziplinierte Defensivarbeit in der ersten halben Stunde.

Der Weg zum Pokal-Highlight

Die Ansetzung der ersten Pokalrunde zwischen dem HEBC und Borussia Dortmund war für den Hamburger Amateurverein ein organisatorischer Kraftakt. Der Umzug in das Volksparkstadion war notwendig, um den Ansturm der Fans zu bewältigen und den Spielern das Erlebnis eines „Spiels des Lebens“ zu ermöglichen. Die Vorbereitung auf dieses Duell war für das Team von Trainer Philipp Obloch von großer Vorfreude und Respekt geprägt. Während der BVB als klarer Favorit in die Partie ging, fokussierte sich der HEBC darauf, die Defensive zu stabilisieren und durch gelegentliche Konter für Entlastung zu sorgen. Besonders Angreifer Tjorven Köhler stellte die Dortmunder Defensive mit seiner Schnelligkeit und Ballführung vor einige Herausforderungen. Dass der HEBC bis zur 33. Minute ein 0:0 halten konnte, darf als Erfolg gewertet werden. Die Widerstandsfähigkeit der Amateure war bemerkenswert, auch wenn die spielerische Überlegenheit der Dortmunder Profis mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher zum Tragen kam und die Kräfte beim Oberligisten spürbar nachließen.

Die Akteure auf und neben dem Platz

Auf Seiten des BVB äußerte sich Marcel Sabitzer nach dem Abpfiff kritisch zur Chancenverwertung in der zweiten Hälfte, betonte jedoch die Bedeutung der Kulisse für alle Beteiligten. Trainer Niko Kovac konnte mit der Erfüllung der Pflichtaufgabe zufrieden sein, auch wenn er sich im zweiten Durchgang mehr Tore gewünscht hätte. Beim HEBC stand vor allem Torhüter Jannik Schoon im Mittelpunkt, der mit seinen Paraden lange Zeit glänzte. Robert Schick, Spieler des HEBC, betonte nach dem Spiel, dass ein 0:5-Ergebnis gegen einen Gegner wie Dortmund im Vorfeld von jedem im Team unterschrieben worden wäre. Die organisatorische Leitung lag bei Trainer Philipp Obloch, der sein Team trotz der deutlichen Niederlage taktisch gut auf die Defensive eingestellt hatte. Die Zuschauer im Volksparkstadion trugen maßgeblich zur besonderen Atmosphäre bei und feierten den Außenseiter trotz des klaren Resultats bis zum Schluss. Nach der Partie gab es für die Spieler und deren Familien eine Feier im Stadion, bei der der sportliche Ausgang in den Hintergrund rückte.

Einordnung der Leistung und des Abends

Einzuordnen ist das Ergebnis als standesgemäßer Pflichtsieg für den Bundesligisten, der zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr geriet, das Weiterkommen zu gefährden. Den Berichten zufolge war die Partie geprägt von der Disziplin des Außenseiters und der geduldigen Spielweise des Favoriten. Dass der BVB in der zweiten Halbzeit nur noch einen Treffer erzielte, lässt sich einerseits mit der nachlassenden Konzentration der Dortmunder, aber auch mit dem aufopferungsvollen Kampf der Hamburger erklären, die um jeden Meter Boden kämpften. Der HEBC konnte trotz der Niederlage einen finanziellen Erfolg verbuchen: Die Einnahmen aus der ersten Pokalrunde sowie die Zuschauereinnahmen fließen in die Infrastruktur des Vereins. Geplant sind die Erneuerung des Vereinsheims sowie der Bau eines Kunstrasenplatzes. Sportlich gesehen war die Partie für den HEBC ein Gewinn an Erfahrung, für den BVB hingegen eine notwendige Pflichtaufgabe auf dem Weg durch den Wettbewerb. Die Courage der Hamburger wurde von den Zuschauern honoriert, auch wenn der Klassenunterschied über 90 Minuten hinweg stets sichtbar blieb.

Offene Fragen und Lücken im Bericht

Der vorliegende Bericht lässt einige Details offen, die für ein vollständiges Bild des Abends interessant wären. So wird nicht explizit thematisiert, wie die taktische Marschroute des BVB konkret aussah, um die anfängliche Defensive der Hamburger zu knacken, abgesehen von der allgemeinen Dominanz. Auch bleibt unklar, welche personellen Wechsel der BVB während der Partie vornahm, um den Spielern Spielpraxis zu geben oder Kräfte zu schonen. Ebenso fehlen Informationen über die genaue Verteilung der Einnahmen aus dem DFB-Pokal, abgesehen von der allgemeinen Nennung der Verwendungszwecke für das Vereinsheim und den Kunstrasen. Es wird nicht erwähnt, ob es während des Spiels zu besonderen Vorkommnissen oder Verletzungen kam. Auch die Stimmung im Dortmunder Block wird nur am Rande durch die allgemeine Zuschauerzahl thematisiert, ohne auf spezifische Fan-Aktionen einzugehen. Die genaue Höhe der Prämie durch den DFB wird zwar mit 211.886 Euro benannt, doch wie sich die Gesamteinnahmen inklusive der Ticketverkäufe exakt zusammensetzen, bleibt eine offene Frage.

Ausblick auf den weiteren Wettbewerb

Für Borussia Dortmund geht der Weg im DFB-Pokal nach diesem Pflichtsieg weiter. Die nächste Station im Wettbewerb wird am kommenden Samstag bestimmt. Dann findet in der Sportschau die offizielle Auslosung der zweiten Runde statt. Die Sendung beginnt aufgrund der Auslosung bereits um 17.45 Uhr. Als Losfee für die Ziehung der Paarungen wurde Bastian Schweinsteiger angekündigt. Der BVB wird dann erfahren, welcher Gegner auf dem Weg zum angestrebten Pokalerfolg als nächstes wartet. Während der HEBC Hamburg nach diesem Abend in den Alltag der Oberliga zurückkehrt, bereitet sich der BVB auf die kommenden Aufgaben im nationalen Pokalwettbewerb vor. Die Vorfreude auf die nächste Runde ist bei den Fans des Bundesligisten groß, während die Hamburger die Erinnerungen an diesen besonderen Dienstagabend im Volksparkstadion mitnehmen werden. Die Weichen für die weitere Saison sind gestellt, und der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Spieltermine, die nach der Auslosung durch den Deutschen Fußball-Bund zeitnah terminiert werden dürften.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feld-manner-spielen-sport-16879249/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/dfbpokal/borussia-dortmund-mit-pflichtsieg-in-eimsbuettel,spielbericht-dfb-pokal-eimsbuettel-borussia-dortmund-100.html