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Deutsche Frauen kämpfen um Medaille - Kevric glänzt
Sport · 13.08.2026 23:25

Deutsche Frauen kämpfen um Medaille - Kevric glänzt

Kurz: Bei der Turn-EM in Zagreb glänzt das deutsche Team. Helen Kevric überzeugt am Stufenbarren und die Riege sichert sich die Finalteilnahme mit Medaillenchancen.

Ein erfolgreicher Auftakt in Zagreb

Die deutschen Turnerinnen haben bei den Europameisterschaften in Zagreb einen vielversprechenden Start hingelegt. Auch wenn es bei der ersten Entscheidung noch nicht für einen Platz auf dem Podium reichte, konnte das Team im weiteren Verlauf des Wettbewerbs vollends überzeugen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es der deutschen Riege, sich als Vierte für das Team-Finale zu qualifizieren. Damit wahren die Athletinnen ihre Chancen auf eine Medaille bei dieser kontinentalen Meisterschaft. Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit sorgten insbesondere die Leistungen an den einzelnen Geräten für Aufsehen. Die Turnerinnen zeigten sich in einer starken Verfassung, die nicht nur für den aktuellen Wettbewerb von Bedeutung ist, sondern auch den Blick auf die kommenden sportlichen Herausforderungen richtet. Die Stimmung im deutschen Lager ist nach den ersten Wettkampftagen positiv, da die gesetzten Ziele für die Qualifikationsphase erreicht wurden und die Athletinnen ihre Form unter Beweis stellen konnten.

Glanzleistungen und starke Einzelergebnisse

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Helen Kevric vom MTV Stuttgart. Nach einer langwierigen Verletzungspause kehrte sie eindrucksvoll auf die internationale Bühne zurück und glänzte vor allem am Stufenbarren. Mit einer Wertung von 14,766 Punkten sicherte sie sich den ersten Platz in der Qualifikation und gilt nun als aussichtsreiche Kandidatin für die Goldmedaille im Gerätefinale. Auch andere Teammitglieder wussten zu überzeugen: Karina Schönmaier aus Chemnitz qualifizierte sich mit 14,016 Zählern als Zweitbeste für das Sprung-Finale. Die ehemalige Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz erreichte mit 13,500 Punkten das Finale am Schwebebalken. In der Mehrkampf-Wertung belegte Lea Marie Quaas, ebenfalls aus Chemnitz, mit 51,132 Punkten den 16. Platz. Diese Ergebnisse unterstreichen die Breite des Kaders, der sich trotz des hohen Drucks bei einer Europameisterschaft stabil präsentierte und an drei Geräten besonders stark agierte.

Der Weg zum Team-Erfolg und die WM-Qualifikation

Der Erfolg in der Qualifikation hat für das deutsche Team eine doppelte Bedeutung. Neben der Chance auf eine Medaille im Team-Finale sicherte sich das Quintett, bestehend aus Silja Stöhr, Helen Kevric, Karina Schönmaier, Lea Marie Quaas und Pauline Schäfer-Betz, die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für den Deutschen Turner-Bund (DTB). Die Mannschaft knüpft damit an die Erfolge des Vorjahres an, als man hinter Italien die Silbermedaille gewinnen konnte. Die Vorbereitung auf dieses Turnier war geprägt von der Zielsetzung, sich international zu behaupten. Dass dies trotz der personellen Herausforderungen und der harten Konkurrenz gelang, zeugt von der Qualität der Trainingsarbeit. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften nimmt nun den Druck von den kommenden Wettkämpfen, sodass sich die Athletinnen voll auf ihre Übungen konzentrieren können.

Die internationale Konkurrenz und die Rahmenbedingungen

Das Teilnehmerfeld in Zagreb ist hochkarätig besetzt. Die russische Turnerin Angelina Melnikowa, die bereits als Mehrkampf-Weltmeisterin glänzte, sicherte sich in Zagreb mit 55,932 Punkten den Titel im Mehrkampf. Sie führte zudem das russische Team an die Spitze der Qualifikation für das Finale am Sonntag. Einzuordnen ist die Teilnahme der russischen und belarussischen Athletinnen unter besonderen Bedingungen: Aufgrund internationaler Sanktionen treten sie unter neutraler Flagge als "World Gymnastics 2" beziehungsweise "World Gymnastics 1" an. Hymnen oder nationale Symbole sind für diese Sportlerinnen untersagt. Den Berichten zufolge steht Melnikowa aufgrund ihrer Nähe zum Putin-Regime seit langem in der öffentlichen Kritik. Die sportliche Dominanz der russischen Riege bleibt somit ein zentrales Thema, das den Wettbewerb sportlich und politisch begleitet, während das deutsche Team versucht, sich in diesem Umfeld bestmöglich zu behaupten.

Ausblick auf die kommenden Entscheidungen

Wie es weitergeht, ist bereits klar definiert: Am Samstag stehen die Finals an den Einzelgeräten auf dem Programm, bei denen sich die deutschen Turnerinnen an Sprung, Stufenbarren und Schwebebalken Medaillenhoffnungen machen dürfen. Insbesondere der Auftritt von Helen Kevric am Stufenbarren wird mit Spannung erwartet. Am Sonntag folgt dann das Team-Finale, bei dem die deutsche Riege ihre Platzierung aus der Qualifikation verbessern möchte. Die Athletinnen haben nun einige Tage Zeit, um sich auf die spezifischen Anforderungen der Finalwettkämpfe vorzubereiten. Offen bleibt, ob die deutsche Mannschaft die gezeigten Leistungen aus der Qualifikation im Finale noch einmal steigern kann, um gegen die starke internationale Konkurrenz, insbesondere die russische Riege, zu bestehen. Die Fans und Experten blicken gespannt auf die kommenden Tage in Zagreb, in denen sich entscheiden wird, ob die guten Ansätze in Edelmetall umgemünzt werden können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-frau-sitzung-sitzen-9517917/ · Foto: Anastasia Shuraeva
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/swr/swr-deutsche-frauen-kaempfen-um-medaille-kevric-glaenzt-100.html