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Constantin Schreiber: Nach nur einem Jahr kündigt Ex-»Tagesschau«-Moderator bei Springer
Kultur · 30.07.2026 16:55

Constantin Schreiber: Nach nur einem Jahr kündigt Ex-»Tagesschau«-Moderator bei Springer

Kurz: Nach kurzer Zeit endet die Zusammenarbeit zwischen Constantin Schreiber und dem Medienhaus Axel Springer. Der Moderator plant neue berufliche Wege für 2027.

Ein überraschender Abschied nach kurzer Zeit

Der Journalist und ehemalige Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber beendet seine Tätigkeit beim Medienhaus Axel Springer. Wie sowohl der Moderator selbst als auch das Unternehmen bestätigten, endet die Zusammenarbeit zum 31. Dezember. Schreiber, der erst im September 2025 bei dem Verlag startete, blickt damit auf eine vergleichsweise kurze Ära bei den Marken „Bild“ und „Welt“ zurück.

Rückblick auf eine bewegte Phase

Schreiber war im vergangenen Jahr mit dem Ziel angetreten, als Journalist und Moderator für den Konzern tätig zu sein. Zu Beginn seiner Tätigkeit berichtete der 47-Jährige aus Tel Aviv und New York über internationale Brennpunkte und die Entwicklungen im Nahen Osten. Besonders seine Berichterstattung während des Ausbruchs des Konflikts mit dem Iran prägte seine Zeit bei Springer, die er selbst als „sehr spannend“ beschrieb.

Im Laufe des Jahres 2026 vollzog sich jedoch ein Wandel in seinem Aufgabenprofil. Im April wurde bekannt, dass Schreiber seinen Dienstsitz aus familiären Gründen nach Deutschland verlegte. In diesem Zuge verlagerte sich sein inhaltlicher Schwerpunkt stärker auf Podcast-Formate. Neben seiner Arbeit für das Medienhaus führt Schreiber zudem eine eigene Gesprächsreihe auf YouTube.

Neue Perspektiven ab 2027

Die Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, sei nach eigenen Angaben bereits vor längerer Zeit gereift. In einer Stellungnahme via Social Media betonte Schreiber, dass er den beruflichen Wandel als notwendigen Schritt für das eigene Wachstum begreife. Unabhängig davon, wie sehr man in einer Position etabliert sei, biete Veränderung die Chance zur persönlichen und professionellen Weiterentwicklung.

Was genau die berufliche Zukunft für den Moderator bereithält, ist bereits grob umrissen: Schreiber kündigte an, im Jahr 2027 eine neue Aufgabe zu übernehmen. Bis dahin wird er sich eigenen, unabhängigen Projekten widmen. Seitens Axel Springer blieb man bei der offiziellen Bestätigung des Abschieds knapp und verwies lediglich auf das Ende des gemeinsamen Arbeitsverhältnisses zum Jahresende.

Kontext und Einordnung

Der Wechsel von der öffentlich-rechtlichen ARD zu einem privaten Medienhaus wie Axel Springer wurde in der Medienbranche bereits bei seinem Antritt mit großem Interesse verfolgt. Die nun verkündete Trennung markiert das Ende eines Experiments, bei dem es Schreiber darum ging, seine journalistische Marke in einem neuen Umfeld weiterzuentwickeln. Dass er sich nun bereits nach einem Jahr wieder neuen Wegen zuwendet, unterstreicht die Dynamik, die den aktuellen Medienmarkt prägt, in dem Personalien und strategische Neuausrichtungen in kurzen Zyklen aufeinanderfolgen können. Für das Medienhaus Axel Springer ist der Abgang ein weiterer Wechsel in der prominenten Riege der Journalisten, nachdem zuvor bereits andere bekannte Köpfe wie Robin Alexander ihre Rollen innerhalb des Konzerns anpassten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/kunst-wahrzeichen-gebaude-historisch-7317006/ · Foto: MART PRODUCTION
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/constantin-schreiber-nach-nur-einem-jahr-kuendigt-ex-tagesschau-moderator-bei-springer-a-0d922e0e-85f8-4339-810b-33379e321b50#ref=rss