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China verliert Satelliten bei fehlgeschlagenem Raketenstart
Politik · 11.08.2026 08:34

China verliert Satelliten bei fehlgeschlagenem Raketenstart

Kurz: Ein Fehlstart der chinesischen Trägerrakete Langer Marsch 7A hat zum Verlust des Satelliten Zhongxing 4B geführt. Die Ursachenforschung läuft derzeit.

Ein Rückschlag für die chinesische Raumfahrt

Das chinesische Raumfahrtprogramm hat einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, kam es bei einem Raketenstart auf der Insel Hainan zu einem schwerwiegenden Zwischenfall. Eine Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 7A konnte ihre Mission nicht wie geplant erfüllen, was den Verlust des mitgeführten Satelliten Zhongxing 4B zur Folge hatte.

Der Start erfolgte am Montagabend um 20:02 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Wenchang. Kurz nach dem Abheben traten während des Fluges unvorhergesehene Unregelmäßigkeiten auf, die letztlich zum Scheitern der gesamten Mission führten. Über die spezifische Art der technischen Probleme liegen derzeit noch keine offiziellen Details vor.

Untersuchung der Ursachen eingeleitet

Die chinesischen Behörden haben umgehend eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Hintergründe des Vorfalls zu klären. Da es sich bei der Langer Marsch-Reihe um das technologische Rückgrat der nationalen Raumfahrtaktivitäten handelt, ist eine lückenlose Aufklärung der Fehlerquelle für die Verantwortlichen von hoher Priorität. Bisher hat Xinhua keine Informationen zu den technischen Details oder dem genauen Zeitpunkt des Versagens während der Flugphase veröffentlicht.

Einordnung in die Historie des Raketentyps

Der aktuelle Vorfall ist für das Modell Langer Marsch 7A besonders bemerkenswert, da er eine beeindruckende Erfolgsserie unterbricht. Nach dem gescheiterten Jungfernflug im März 2020 hatte sich die Rakete als äußerst zuverlässig erwiesen. In der Zeit zwischen dem ersten Fehlschlag und dem aktuellen Ereignis absolvierte das Modell insgesamt 16 erfolgreiche Missionen in Folge.

Dieser plötzliche Rückfall wirft Fragen zur weiteren Planung auf, da die Serie nach dem ersten Misserfolg als technisch ausgereift galt. Die Langer Marsch-Familie spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung der chinesischen Weltraum-Infrastruktur. Ob der aktuelle Zwischenfall Auswirkungen auf den Zeitplan künftiger Missionen haben wird, bleibt abzuwarten und hängt maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden technischen Analyse ab.

Bedeutung für das Raumfahrtprogramm

Der Verlust des Satelliten Zhongxing 4B stellt nicht nur einen materiellen Schaden dar, sondern unterstreicht auch die inhärenten Risiken komplexer Raumfahrtmissionen. Während China in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau seiner Kapazitäten im All investiert hat, zeigt dieser Vorfall, dass selbst etablierte Systeme wie die Langer Marsch 7A nicht vor unvorhersehbaren Fehlern gefeit sind.

Die nächsten Schritte der chinesischen Raumfahrtbehörde werden nun darin bestehen, die Telemetriedaten des Fluges auszuwerten, um festzustellen, ob es sich um einen isolierten Defekt oder ein systemisches Problem handelt. Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen wird entschieden werden, wann die nächste Rakete dieses Typs wieder für einen Start freigegeben wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/schnee-landschaft-natur-sonnenuntergang-14747736/ · Foto: Lennard Schubert
Quelle: https://www.heise.de/news/China-verliert-Satelliten-bei-fehlgeschlagenem-Raketenstart-11409598.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag