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Bronze für deutsche Freistil-Staffel der Männer
Sport · 10.08.2026 20:25

Bronze für deutsche Freistil-Staffel der Männer

Kurz: Bei der Schwimm-EM in Paris sicherte sich die deutsche 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer Bronze und stellte dabei einen neuen deutschen Rekord auf.

Ein historischer Erfolg im Pariser Becken

Bei den Schwimmeuropameisterschaften in Paris hat das deutsche Team für einen besonderen Moment gesorgt. Die 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer sicherte sich die Bronzemedaille und bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) damit das erste Edelmetall im Becken bei diesen Titelkämpfen. Das Quartett, bestehend aus Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn, überzeugte dabei nicht nur durch den Sprung aufs Podium, sondern auch durch eine herausragende sportliche Leistung.

Rekordzeit unterbietet Bestmarke von 2009

Besonders bemerkenswert ist die Zeit, in der das deutsche Team das Ziel erreichte. Mit 7:02,28 Minuten unterbot die Staffel den bisherigen deutschen Rekord deutlich. Die alte Bestmarke, die unter anderem von Paul Biedermann gehalten wurde, stammte aus dem Jahr 2009 und lag bei 7:03,19 Minuten. Dass das aktuelle Team diese Zeit um fast eine Sekunde verbessern konnte, unterstreicht die hohe Leistungsdichte der vier Schwimmer.

Der Rennverlauf: Eine taktische Aufholjagd

Der Start in das Finale verlief für das deutsche Team zunächst herausfordernd. Olympiasieger Lukas Märtens, der als Startschwimmer fungierte, übergab den Staffelstab nach seinem Einsatz lediglich als Siebter an Timo Sorgius. In der Folge entwickelte sich jedoch eine beeindruckende Aufholjagd. Sorgius gelang es, das Team wieder in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen zu bringen. Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn setzten diesen Trend konsequent fort, sodass am Ende der dritte Platz gesichert werden konnte.

Lukas Märtens zeigte sich nach dem Rennen sichtlich bewegt von der Leistung seiner Teamkollegen. Er betonte, wie stolz er auf den gemeinsamen Erfolg sei und hob besonders die Schlussleistung von Cornelius Jahn hervor, die er als unbeschreiblich bezeichnete.

Einordnung: Lange Durststrecke beendet

Für den deutschen Schwimmsport hat diese Medaille eine besondere Bedeutung. Die letzte Medaille einer deutschen Männer-Staffel auf dieser Strecke bei einer Europameisterschaft lag bereits zwölf Jahre zurück. Im Jahr 2014 war es ebenfalls ein Team um Paul Biedermann, das in Berlin den Titel gewinnen konnte. Der Erfolg in Paris markiert somit das Ende einer langen Wartezeit und knüpft an die Tradition starker deutscher Staffelleistungen an.

Konkurrenz und Ausblick

Das deutsche Quartett hatte bereits am Vormittag des Wettkampftages seine Ambitionen angemeldet, als es mit der schnellsten Zeit aus den Vorläufen in das Finale einzog. Im Kampf um die Medaillen mussten sich Märtens, Sorgius, Bäschnitt und Jahn letztlich nur knapp geschlagen geben. Gold ging an die Staffel aus Großbritannien (7:01,52 Minuten), Silber sicherte sich das Gastgeberteam aus Frankreich (7:02,23 Minuten). Der geringe Abstand zwischen den Medaillengewinnern verdeutlicht das hohe Niveau des Wettbewerbs.

Neben den Erfolgen im Becken sorgte bei dieser EM auch Maike Halbisch für Aufmerksamkeit. Die Klippenspringerin gewann überraschend Bronze, was die Vielseitigkeit des deutschen Teams bei diesen Meisterschaften in Paris unterstreicht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftaufnahme-des-hamburger-fc-st-pauli-stadions-bei-sonnenuntergang-32416399/ · Foto: Niklas Jeromin
Quelle: https://www.sportschau.de/schwimmen/bronze-fuer-deutsche-freistil-staffel,schwimmen-em-110.html