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Bronze für deutsche Freistil-Staffel
Sport · 10.08.2026 20:17

Bronze für deutsche Freistil-Staffel

Kurz: Die deutsche 4x200-Meter-Freistil-Staffel hat bei der Schwimm-EM in Paris Bronze gewonnen und dabei einen neuen deutschen Rekord aufgestellt.

Ein historischer Erfolg im Becken

Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris hat das deutsche Team für einen besonderen Moment gesorgt. Die 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer sicherte sich die Bronzemedaille und markierte damit den ersten Edelmetallgewinn für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) im Becken bei diesem Turnier. Das Quartett, bestehend aus Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn, überzeugte dabei mit einer herausragenden Leistung.

Neuer deutscher Rekord aufgestellt

Der Erfolg der Staffel ist nicht nur aufgrund des Podestplatzes bemerkenswert, sondern auch wegen der erzielten Zeit. Mit 7:02,28 Minuten unterbot das Team die bisherige nationale Bestmarke deutlich. Der alte Rekord, der seit 2009 bestand und unter anderem von Paul Biedermann gehalten wurde, lag bei 7:03,19 Minuten. Die neue Zeit bedeutet eine Verbesserung um fast eine volle Sekunde.

Der Rennverlauf: Eine taktische Aufholjagd

Der Startschwimmer und Olympiasieger Lukas Märtens übergab nach seinem Einsatz zunächst als Siebter an Timo Sorgius. In der Folge gelang es dem DSV-Team jedoch, sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung kontinuierlich nach vorne zu arbeiten. Sorgius brachte die Staffel zurück in die Medaillenränge, während Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn die Aufholjagd erfolgreich vollendeten. Märtens zeigte sich nach dem Rennen sichtlich bewegt und lobte insbesondere den Einsatz seiner Teamkollegen, allen voran den Schlussabschnitt von Cornelius Jahn.

Einordnung in die deutsche Schwimmgeschichte

Der Gewinn dieser Bronzemedaille beendet eine lange Durststrecke für die deutschen Männer-Staffeln auf dieser Distanz. Die letzte Medaille in diesem Wettbewerb bei einer Europameisterschaft datiert aus dem Jahr 2014, als das Team um Paul Biedermann in Berlin den Titel holte. Dass das aktuelle Quartett nun in die Fußstapfen dieser Ära tritt, unterstreicht die aktuelle Leistungsdichte im deutschen Schwimmsport.

Konkurrenz und Ausblick

Das deutsche Team hatte bereits im Vorlauf am Montagmorgen mit der schnellsten Zeit auf sich aufmerksam gemacht und damit hohe Erwartungen geweckt. Im Finale mussten sie sich jedoch einem starken internationalen Feld geschlagen geben. Gold ging an die Staffel aus Großbritannien, die mit 7:01,52 Minuten knapp vor den Gastgebern aus Frankreich (7:02,23 Minuten) ins Ziel kam. Die knappen Abstände zwischen den Medaillengewinnern verdeutlichen das hohe Niveau des Wettbewerbs.

Neben den Erfolgen im Becken sorgte in Paris zudem Maike Halbisch für Aufsehen, die im Klippenspringen ebenfalls eine Bronzemedaille gewinnen konnte. Für den DSV ist der Erfolg der Freistil-Staffel ein wichtiges Signal für den weiteren Verlauf der Europameisterschaften.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feld-dunkel-stadion-football-15867405/ · Foto: Monnivhoir Aymar Kouamé
Quelle: https://www.sportschau.de/schwimmen/bronze-fuer-deutsche-freistil-staffel,schwimmen-em-110.html