Ein starker Auftakt in Birmingham
Der erste Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham verlief aus deutscher Sicht äußerst erfolgreich. Mit Florian Bremm über 5000 Meter und Kugelstoßerin Yemisi Mabry konnten bereits am Eröffnungstag zwei Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Medaillen für das Team sichern.
Silber für Florian Bremm
Ein besonderes Highlight setzte Florian Bremm im 5000-Meter-Finale der Männer. In einem taktisch geprägten und physisch fordernden Rennen sicherte sich der Deutsche mit einer Zeit von 13:15,60 Minuten die Silbermedaille. Geschlagen geben musste er sich lediglich dem norwegischen Superstar Jakob Ingebrigtsen, der das Rennen in 13:15,29 Minuten für sich entschied. Für Bremm markierte dieser Erfolg einen emotionalen Höhepunkt seiner Karriere, nachdem er sich in einem dichten Teilnehmerfeld behaupten konnte.
Bronze für Yemisi Mabry
Im Kugelstoßen der Frauen sorgte Yemisi Mabry für die erste Medaille des DLV. Mit einer Weite von 19,50 Metern sicherte sich die Olympiasiegerin den dritten Platz. Der Sieg ging an die Niederlande: Jessica Schilder setzte sich mit 20,73 Metern vor ihrer Landsfrau Jorinde van Klinken (19,64 Meter) durch. Für Mabry ist dies ein weiterer bedeutender Erfolg nach ihrem überraschenden Olympiasieg in Paris und ihrer Bronzemedaille bei der EM in Rom.
Durchwachsene Ergebnisse im Sprint
Weniger erfolgreich verlief der Tag für die deutschen Sprinterinnen über 100 Meter. Gina Lückenkemper schied nach einer durch Verletzungssorgen geprägten Vorbereitung bereits im Halbfinale aus. Auch Rebekka Haase verpasste den Einzug in den Endlauf. Den Titel sicherte sich die Britin Amy Hunt in 11,00 Sekunden vor der Polin Eva Svoboda und der Belgierin Delphine Nkansa.
Weitere deutsche Leistungen und Ausblicke
Die deutschen Athleten zeigten sich in weiteren Disziplinen kämpferisch:
* **3000 Meter Hindernis:** Lea Meyer, Gesa Felicitas Krause und Olivia Gürth qualifizierten sich souverän für das Finale am Donnerstag.
* **800 Meter:** Alexander Stepanov erreichte das Halbfinale am Mittwoch.
* **400 Meter:** Torben Finke sicherte sich einen Platz im Halbfinale.
* **Hammerwurf:** Merlin Hummel und Sören Klose zogen trotz schwieriger Qualifikationsbedingungen in das Finale der besten Zwölf ein.
Verletzungspech überschattet Weitsprung
Ein herber Rückschlag ereignete sich im Weitsprung der Männer. Der deutsche Meister Simon Batz musste den Wettbewerb bereits beim Einspringen aufgrund einer Oberschenkelverletzung abbrechen. Auch der italienische Favorit Mattia Furlani schied verletzungsbedingt aus, was die Leistungsdichte im weiteren Verlauf des Wettbewerbs beeinflussen dürfte.
Für die kommenden Tage bleibt abzuwarten, wie sich die qualifizierten deutschen Athleten in den jeweiligen Finalwettkämpfen behaupten werden. Die Leichtathletik-EM in Birmingham verspricht nach diesem intensiven ersten Tag weitere spannende Entscheidungen.