News aus aller Welt
Start
Brandenburg: Cyberangriff legt IT-System der Gedenkstätten lahm
Technik · 11.08.2026 18:43

Brandenburg: Cyberangriff legt IT-System der Gedenkstätten lahm

Kurz: Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs. IT-Systeme sind offline, ein Datenabfluss ist wahrscheinlich.

Schwerwiegender IT-Sicherheitsvorfall in Brandenburg

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Ziel eines professionellen Cyberangriffs geworden. Wie die Verantwortlichen mitteilten, hat eine Ransomware-Attacke die internen IT-Infrastrukturen vollständig außer Betrieb gesetzt. Der Vorfall wurde am 5. August bemerkt und löste umgehend Sicherheitsmaßnahmen aus, um eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern.

Der Direktor der Stiftung, Axel Drecoll, ordnete den Vorfall als schwerwiegend ein. Die IT-Systeme der Geschäftsstelle sowie sieben zugehöriger Gedenkstätten-Standorte, darunter die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück, sind von dem Ausfall betroffen.

Maßnahmen zur Schadensbegrenzung

Als direkte Reaktion auf die Entdeckung der Ransomware wurden sämtliche Netzwerk- und Internetverbindungen der betroffenen Systeme getrennt. Dieser Schritt war notwendig, um die Systeme vom Netz zu nehmen und eine weitere Kommunikation der Schadsoftware zu unterbinden. Externe IT-Sicherheitsspezialisten wurden hinzugezogen, um den Vorfall aufzuarbeiten und die IT-Infrastruktur schrittweise wiederherzustellen.

Nach Einschätzung der Stiftung ist mit einer Wiederherstellung der Systeme innerhalb weniger Tage zu rechnen. Bis dahin müssen sich Interessenten und Partner auf Einschränkungen in der Kommunikation einstellen. Insbesondere bei der Bearbeitung von Buchungsanfragen für pädagogische Angebote ist mit Verzögerungen zu rechnen.

Risiko durch Datenabfluss und Phishing

Die Stiftung geht nach aktuellem Stand davon aus, dass die unbekannten Angreifer Zugriff auf interne Daten erlangt und diese heruntergeladen haben. Da es sich um eine Ransomware-Attacke handelt, hinterließen die Täter eine Nachricht, in der sie eine Lösegeldforderung für die Entschlüsselung der Daten stellten.

Da sensible Informationen in die Hände der Kriminellen gelangt sein könnten, warnt die Stiftung vor den Folgen des Datenabflusses. Betroffen sein könnten neben internen Verwaltungsdaten auch Informationen von Geschäftspartnern, Besuchern sowie diverse Dokumente und Vereinbarungen. Die Stiftung mahnt daher zu erhöhter Vorsicht bei der Kommunikation per E-Mail. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Phishing-Versuche, Spam-Mails oder gezielten Rechnungsbetrug, bei denen die Stiftung als vermeintlicher Absender missbraucht werden könnte.

Betrieb der Gedenkstätten bleibt gesichert

Trotz der massiven Beeinträchtigungen der digitalen Infrastruktur gibt es keine Auswirkungen auf den physischen Besucherverkehr. Die Gedenkstätten sind weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich, und der Betrieb vor Ort läuft nach Angaben der Stiftung ohne Einschränkungen weiter. Die Priorität liegt nun auf der sicheren Wiederherstellung der IT-Systeme und der Analyse des genauen Schadensausmaßes.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fahrzeugblaues-notlicht-eingeschaltet-532001/ · Foto: Pixabay
Quelle: https://www.heise.de/news/Brandenburg-Cyberangriff-legt-IT-System-der-Gedenkstaetten-lahm-11410695.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag