Verstärkte Kontrollen im August
Autofahrer müssen sich in der Zeit vom 03. bis zum 09. August auf eine erhöhte Präsenz von Radarkontrollen einstellen. Die sogenannte „Speedweek“ dient dazu, die Sicherheit im Straßenverkehr durch verstärkte Überwachung zu erhöhen. Hintergrund dieser Maßnahme ist die anhaltend hohe Zahl an Geschwindigkeitsverstößen, die auch im Fahreignungsregister (FAER) in Flensburg eine zentrale Rolle spielen.
Ein Blick in das Fahreignungsregister
Das Kraftfahrtbundesamt registrierte im Jahr 2025 insgesamt rund 4,2 Millionen Verkehrsverstöße, die im Fahreignungsregister erfasst wurden. Es ist jedoch wichtig zu differenzieren: Das Register bildet nicht die Gesamtzahl aller geblitzten Verkehrsteilnehmer ab. Erfasst werden dort lediglich Verstöße, die eine direkte Gefährdung für andere darstellen, mit Punkten geahndet werden oder zum Entzug der Fahrerlaubnis führen können.
Entwicklung der Geschwindigkeitsdelikte
Daten des Kraftfahrtbundesamtes verdeutlichen die Dynamik der Tempoverstöße:
* **2025:** Rund 2,5 Millionen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden registriert.
* **Vergleich:** Dies stellt einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar.
* **Langfristige Sicht:** Im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie, etwa im Jahr 2018 mit 3,1 Millionen Verstößen, ist dennoch ein Rückgang zu verzeichnen.
Konsequenzen bei Verstößen
Neben den im FAER gelisteten Vergehen gibt es zahlreiche geringfügigere Verstöße, die zwar kein Registereintrag nach sich ziehen, aber dennoch Bußgelder verursachen. Die Höhe der Sanktionen hängt dabei maßgeblich von der gefahrenen Geschwindigkeit, dem Fahrzeugtyp und dem Ort des Verstoßes ab.
Für Pkw-Fahrer gelten folgende Richtwerte bei Geschwindigkeitsüberschreitungen:
* **Ab 21 km/h:** Neben dem Bußgeld erfolgt ein Eintrag von einem Punkt in Flensburg.
* **Ab 31 km/h (innerorts) bzw. 41 km/h (außerorts):** Hier drohen zwei Punkte sowie ein Fahrverbot.
Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen, Pkw mit Anhänger oder Busse gelten abweichende, teils strengere Regelungen mit höheren Bußgeldern.
Geschlechtervergleich im Straßenverkehr
Die Daten aus Flensburg zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Zu Beginn des Jahres 2026 waren rund 7,6 Millionen Männer und etwa 2,5 Millionen Frauen im Fahreignungsregister erfasst. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der Verteilung der Führerscheinbesitzer wider: Von den insgesamt über 56 Millionen registrierten Fahrerlaubnissen entfallen rund 30,8 Millionen auf Männer und 25,7 Millionen auf Frauen.
Bei den Geschwindigkeitsverstößen des Jahres 2025 zeigt sich ein ähnliches Bild: Etwa 77 Prozent der registrierten Tempoverstöße wurden von männlichen Verkehrsteilnehmern begangen, während rund 23 Prozent auf Frauen entfielen.
Ausblick und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Behörden arbeiten fortlaufend an der Optimierung der Verkehrsüberwachung. Ein aktuelles Thema ist zudem die Schließung rechtlicher Grauzonen. Bisher war es möglich, Punkte in Flensburg durch die Übertragung auf Bekannte oder Dienstleister zu umgehen – ein Schlupfloch, das nach aktuellen Berichten in Zukunft geschlossen werden soll. Die kommende Blitzerwoche unterstreicht den Fokus der Behörden auf die Einhaltung der Tempolimits, um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu verbessern.