Umbruch im Eintracht-Kader: Trainingslager ohne prominente Namen
Eintracht Frankfurt hat die Reise in das Trainingslager nach Grassau angetreten, allerdings nicht mit dem vollständigen Kader. Während sich die Mannschaft auf die kommende Spielzeit vorbereitet, müssen einige Spieler in Frankfurt bleiben. Besonders die Personalie Noel Futkeu sorgt für Aufmerksamkeit, da der Angreifer in der vergangenen Saison als treffsicherster Stürmer des Fußball-Unterhauses glänzte.
Neben Futkeu fehlen auch Michy Batshuayi und Jessic Ngankam im Aufgebot. Bereits beim Trainingsauftakt unter Trainer Adi Hütter wurde deutlich, dass diese Akteure keine Rolle mehr in den sportlichen Planungen spielen. Während die Mannschaft an taktischen Einheiten und Abschlussspielen arbeitete, mussten die aussortierten Profis lediglich Laufrunden um den Platz absolvieren.
Futkeus steiler Aufstieg und plötzliche Degradierung
Die Situation um Noel Futkeu ist bemerkenswert. Der 23-Jährige hatte in der vorangegangenen Saison bei Greuther Fürth überzeugt und mit 19 Treffern maßgeblich zum Klassenerhalt der Franken beigetragen. Aufgrund dieser starken Leistungen zog Eintracht Frankfurt die vertraglich vereinbarte Rückkaufoption in Höhe von 1,3 Millionen Euro.
Das Ziel der Eintracht war es, den Spieler gewinnbringend weiterzuverkaufen. Die Verantwortlichen in Frankfurt streben dabei eine Ablösesumme im Bereich von zehn Millionen Euro an. Aktuellen Informationen zufolge liegen dem Verein jedoch bisher keine konkreten Angebote vor, die diese finanziellen Vorstellungen erfüllen würden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuelle Degradierung und das Fehlen im Trainingslager auf die künftige Verhandlungsposition des Vereins auswirken.
Hintergrund: Warum das Trio keine Berücksichtigung findet
Während andere Spieler, die ebenfalls als chancenlos gelten, wie Junior Dina Ebimbe und Niels Nkounkou, mit ins Trainingslager reisen durften, traf es das Stürmer-Trio Futkeu, Ngankam und Batshuayi härter. Als möglicher Grund für diese unterschiedliche Behandlung wird die Kaderstruktur angeführt: Während im Offensivbereich ein Überangebot an Kräften herrscht, sieht das Trainerteam bei defensiv ausgerichteten Außenbahnspielern eher Bedarf, weshalb Ebimbe und Nkounkou weiterhin Teil der Gruppe sind.
Skhiri vor Rückkehr nach Köln
Neben den Stürmern ist auch Ellyes Skhiri nicht Teil der Reisegruppe. Der tunesische Nationalspieler steht unmittelbar vor einem Wechsel zurück zum 1. FC Köln. Die Eintracht hat den Mittelfeldspieler für Gespräche mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber freigestellt.
Der Hintergrund dieses Transfers ist primär finanzieller Natur: Die Eintracht möchte durch den Abgang zum einen den Kader verkleinern und zum anderen das vergleichsweise hohe Gehalt des Spielers einsparen. Da Skhiri in den vergangenen drei Jahren die Erwartungen im defensiven Mittelfeld nur teilweise erfüllen konnte, ist eine große Ablösesumme nicht zu erwarten. Derzeit verhandeln die beteiligten Parteien noch über die letzten Details, ein Abschluss des Wechsels gilt jedoch als wahrscheinlich.