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Apple korrigiert Anleitung zum Umgang mit verschlüsseltem HFS+
Technik · 24.07.2026 11:27

Apple korrigiert Anleitung zum Umgang mit verschlüsseltem HFS+

Kurz: Apple aktualisiert Support-Dokumente: Mit macOS 28 endet die Unterstützung für verschlüsseltes HFS+. So wandeln Nutzer ihre Datenträger sicher in APFS um.

Wandel bei Apples Dateisystemen

Apple forciert den Übergang zu seinem modernen Dateisystem APFS (Apple File System). Das seit 2017 etablierte Format, das primär für die Anforderungen von SSD-Speichermedien optimiert wurde, soll langfristig das traditionsreiche Mac OS Extended (HFS+) vollständig ersetzen. Während HFS+ derzeit noch weit verbreitet ist, insbesondere bei externen Backup-Festplatten, zieht der Konzern nun die Konsequenzen aus der technologischen Veralterung.

Mit der kommenden Version macOS 28, deren Veröffentlichung für den Herbst 2027 erwartet wird, entfällt die Kompatibilität für die verschlüsselte Variante von HFS+. Nutzer, die entsprechende Datenträger verwenden, müssen sich somit auf eine Umstellung vorbereiten, um den Zugriff auf ihre Daten auch unter künftigen Betriebssystemversionen zu gewährleisten.

Direkte Konvertierung als neuer Standard

Bisher empfahl Apple einen aufwendigen Prozess: Bestehende HFS+-Volumes mussten zunächst vollständig entschlüsselt werden, um sie anschließend in das verschlüsselte APFS-Format zu überführen. Diese Methode wurde nun aus den offiziellen Support-Anleitungen gestrichen. Stattdessen weist Apple auf eine effizientere Lösung hin, die das Festplattendienstprogramm bereits integriert hat.

Anwender können ihre verschlüsselten HFS+-Medien direkt in verschlüsselte APFS-Volumes umwandeln. Dieser Prozess lässt sich über das Festplattendienstprogramm anstoßen:

* Auswahl des entsprechenden Datenträgers in der Seitenleiste.

* Aufruf des Menüs „Bearbeiten“ oder Nutzung des Kontextmenüs.

* Auswahl der Option zur Konvertierung nach APFS.

Laut den Angaben des Unternehmens funktioniert dieser direkte Weg sowohl bei klassischen Festplatten als auch bei SSDs. Eine Ausnahme besteht jedoch: Time-Machine-Backup-Medien sind von dieser direkten Umwandlungsoption explizit ausgenommen.

Sicherheit bei der Datenmigration

Obwohl die direkte Konvertierung als sicher gilt, stuft Apple den Vorgang als tiefgreifenden Eingriff in die Datenintegrität ein. Es wird daher dringend dazu geraten, vor Beginn der Umwandlung eine vollständige Sicherungskopie des betroffenen HFS+-Mediums zu erstellen.

Für das Backup-Medium selbst empfiehlt Apple, dieses direkt im verschlüsselten APFS-Format zu initialisieren, um zukünftige Kompatibilitätsprobleme von vornherein auszuschließen. Sollte eine direkte Konvertierung nicht gewünscht oder möglich sein, bleiben Nutzern vor dem Erscheinen von macOS 28 noch zwei weitere Alternativen:

1. **Entschlüsselung:** Das HFS+-Medium wird vollständig entschlüsselt, wobei die Datenstruktur erhalten bleibt.

2. **Neuformatierung:** Der Datenträger wird komplett gelöscht und neu in APFS formatiert. Hierbei gehen sämtliche Daten verloren, weshalb eine vorherige Sicherung zwingend erforderlich ist, um die Daten anschließend wieder auf das neue Volume zurückzuspielen.

Die Anpassung der Support-Dokumente verdeutlicht, dass Apple die Abkehr von HFS+ konsequent vorantreibt. Nutzer sollten die verbleibende Zeit bis zum Release von macOS 28 nutzen, um ihre Speichermedien zu prüfen und gegebenenfalls auf das moderne Dateisystem umzustellen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/graues-gerat-mit-apple-logo-auf-weisser-oberflache-812262/ · Foto: Tuur Tisseghem
Quelle: https://www.heise.de/news/Apple-korrigiert-Anleitung-zum-Umgang-mit-verschluesseltem-HFS-11375576.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag