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Anthropic: Neues Claude Opus 5 soll Sicherheitslücken auf Mythos-5-Niveau finden
Technik · 25.07.2026 17:50

Anthropic: Neues Claude Opus 5 soll Sicherheitslücken auf Mythos-5-Niveau finden

Kurz: Anthropic veröffentlicht Claude Opus 5. Das neue KI-Modell soll bei der Suche nach Sicherheitslücken mit dem spezialisierten Mythos-5-Modell mithalten.

Ein neues Arbeitstier für die Softwareentwicklung

Mit der Einführung von Claude Opus 5 erweitert Anthropic sein Portfolio um ein KI-Modell, das als effizienter Nachfolger von Opus 4.8 konzipiert wurde. Laut Herstellerangaben liegt der Fokus des Modells auf einer gesteigerten Leistungsfähigkeit im Alltag, insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung. Interne Benchmarks von Anthropic deuten darauf hin, dass Opus 5 bei gleichbleibenden Kosten eine deutlich höhere Produktivität bietet als sein Vorgänger.

Besonders bemerkenswert ist der Vergleich zum Highend-Modell Fable 5. In vielen Anwendungsszenarien erreicht Opus 5 ein Leistungsniveau, das dem deutlich teureren Fable 5 nahekommt oder dieses in spezifischen Tests sogar übertrifft. Damit positioniert sich das neue Modell als kosteneffiziente Alternative für anspruchsvolle Aufgaben.

Sicherheitsanalyse auf hohem Niveau

Ein zentraler Aspekt der Neuvorstellung ist die verbesserte Fähigkeit zur Identifikation von Schwachstellen. Anthropic gibt an, dass Opus 5 in der Lage ist, Sicherheitslücken in Software ähnlich präzise zu erkennen wie das spezialisierte Modell Mythos 5. Dies ist insofern bemerkenswert, als Opus 5 nicht explizit für Cybersicherheitsaufgaben trainiert wurde. Die Leistung resultiert stattdessen aus den allgemeinen, verbesserten Fähigkeiten des Modells.

Es gibt jedoch eine klare Differenzierung zwischen dem Finden und dem Ausnutzen von Sicherheitslücken. Während die Identifikation der Schwachstellen auf einem hohen Niveau erfolgt, bleibt das Modell beim aktiven Ausnutzen der Lücken deutlich hinter den Fähigkeiten von Mythos 5 zurück. Anthropic betont, dass Anwender die Strategien zur Ausnutzung der Lücken weiterhin eigenständig entwickeln müssen.

Sicherheitsvorkehrungen und Einschränkungen

Im Bereich der sogenannten Safeguards zeigt sich Opus 5 weniger restriktiv als das Modell Fable 5, welches als sicherere Variante von Mythos 5 für die breite Öffentlichkeit gedacht ist. Die Sicherheitsvorkehrungen von Opus 5 sind vergleichbar mit denen von Opus 4.8. Eine wichtige Einschränkung bleibt bestehen: Das Modell erlaubt es nicht, kompilierten Code auf Sicherheitslücken zu scannen, da diese Vorgehensweise häufig von Akteuren mit böswilligen Absichten genutzt wird.

Für autorisierte Nutzer bietet Anthropic jedoch das „Cyber Verification Program“ an. Über diesen Weg können Anwender auch Aufgaben durchführen lassen, die unter normalen Umständen durch die integrierten Sicherheitsfilter blockiert würden.

Marktkontext und Preisgestaltung

Die Preisstruktur für Opus 5 bleibt identisch mit der des Vorgängermodells Opus 4.8. Für fünf Millionen Input-Tokens werden 5 US-Dollar berechnet, während für eine Million Output-Tokens 25 US-Dollar anfallen. Zusätzlich bietet Anthropic einen „Fast Mode“ an, der die Arbeitsgeschwindigkeit um den Faktor 2,5 steigert, jedoch den doppelten Preis erfordert.

Der Markt für KI-Modelle steht unterdessen unter einem wachsenden Wettbewerbsdruck. Insbesondere das Modell Kimi K3 des chinesischen Startups Moonshot sorgt für Aufmerksamkeit, da es als besonders effizient und kostengünstig gilt und bereits an die Leistung von Claude Opus 4.8 heranreicht. Diese Entwicklung hat in der Branche zu Diskussionen über die Notwendigkeit eines offenen KI-Ökosystems geführt, wobei sich diverse US-Unternehmen in einem offenen Brief für eine stärkere Zusammenarbeit ausgesprochen haben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-laptop-tippen-tastatur-8720584/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://www.heise.de/news/Claude-Opus-5-soll-Sicherheitsluecken-auf-Mythos-Niveau-finden-11378138.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag