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AirPods mit Kamera: Verwirrung um Codenamen und Zeitplan
Technik · 05.08.2026 10:30

AirPods mit Kamera: Verwirrung um Codenamen und Zeitplan

Kurz: Apple arbeitet an AirPods mit integrierten Kameras. Interne Codenamen und widersprüchliche Zeitpläne sorgen für Spekulationen über einen möglichen Release.

Zwischen Gerüchten und Entwicklungsstufen

Die Entwicklung neuer Apple-Kopfhörer mit integrierter Kameratechnik sorgt derzeit für intensive Diskussionen in der Tech-Branche. Während die Gerüchteküche lange Zeit über den Zeitpunkt einer Markteinführung spekulierte, zeichnet sich nun ein komplexeres Bild ab. Laut Berichten des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman verfolgt Apple intern eine Strategie, bei der mehrere Produktvarianten parallel entwickelt werden. Dies führt zu einer gewissen Intransparenz bezüglich der tatsächlichen Zeitpläne für die Veröffentlichung.

Die Rolle der Codenamen B798 und B790

Im Zentrum der aktuellen Verwirrung stehen zwei interne Codenamen: B798 und B790. Das Projekt B798 ist bereits seit Jahren bekannt und wurde ursprünglich für einen früheren Release gehandelt, bevor es Berichten zufolge auf das Jahr 2027 verschoben wurde. Überraschend tauchte jedoch der Codename B790 im Betacode von iOS 27 auf. Diese Entdeckung befeuert die Annahme, dass Apple intern einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Hardware-Entwürfen führt. Eine interne Roadmap des Unternehmens deutet zudem darauf hin, dass ein Modell bereits im laufenden Jahr 2026 erscheinen könnte.

Einsatzgebiete der Kameratechnik

Entgegen der Erwartung, es könne sich um ein Gerät für klassische Fotoaufnahmen handeln, liegt der Fokus der Kamera-Integration auf KI-gestützten Anwendungen. Die Sensoren sollen in den Stielen der AirPods untergebracht sein, was eine leichte Verlängerung des Gehäuses gegenüber den aktuellen AirPods Pro 3 zur Folge hat. Am Klangprofil der Kopfhörer soll sich dadurch nichts ändern.

Die technologische Ausrichtung umfasst zwei primäre Einsatzszenarien:

* **Gestensteuerung:** Durch den Einsatz von Infrarotkameras könnten Nutzer die Kopfhörer mittels Handbewegungen steuern.

* **Visual Intelligence:** Die Kamera soll die Umgebung analysieren, ähnlich wie es bereits bei aktuellen iPhone-Modellen der Fall ist. Dies könnte es ermöglichen, Informationen aus der Umwelt – etwa von Konzertplakaten oder Sehenswürdigkeiten – direkt in digitale Dienste wie Siri AI zu integrieren.

Einordnung der Entwicklung

Die parallele Entwicklung verschiedener Prototypen ist bei Apple kein Einzelfall, sondern entspricht der üblichen Vorgehensweise, bei der mehrere Varianten eines Produkts miteinander konkurrieren, bevor eine Entscheidung für die Massenproduktion fällt. Bereits im Mai dieses Jahres hieß es, dass die Geräte das Stadium des sogenannten Design-Validation-Tests erreicht hätten. In dieser Phase wird geprüft, ob sich ein Produkt effizient in großen Stückzahlen fertigen lässt. Welcher der beiden Codenamen diesen Meilenstein erreichte, bleibt jedoch unklar.

Die Integration von KI-Kameras in Wearables markiert einen weiteren Schritt in Apples Strategie, die Umgebungserkennung durch Siri AI zu erweitern. Nutzer könnten so beispielsweise Pflanzen bestimmen oder Details von Kleidungsetiketten erfassen, ohne das Smartphone aus der Tasche nehmen zu müssen. Ob und wann eines der beiden Projekte die Marktreife erreicht, bleibt abzuwarten, da Apple offizielle Details zu den internen Roadmaps bisher nicht bestätigt hat.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/kamera-blumen-laptop-kalender-7610451/ · Foto: Leeloo The First
Quelle: https://www.heise.de/news/AirPods-mit-Kamera-Verwirrung-um-Codenamen-und-Zeitplan-11398419.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag