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Zirkus Zwick nutzt Naturkundemuseum als Manege
Regional · 03.11.2026 14:40

Zirkus Zwick nutzt Naturkundemuseum als Manege

Kurz: Das Naturkundemuseum Kassel lädt am 8. November zu einer besonderen Vorstellung des Zirkus Zwick ein, bei der Insekten die Hauptrolle im Figurentheater spielen.

Ein ungewöhnliches Gastspiel in den Museumsräumen

Das Naturkundemuseum Kassel erweitert sein kulturelles Angebot um eine besonders originelle Komponente. Am Sonntag, den 8. November 2026, verwandelt sich das Haus in eine Bühne für den sogenannten „Zirkus Zwick“. Das traditionsreiche Figurentheater Laku Paka präsentiert an diesem Tag zwei Vorstellungen, die jeweils eine halbe Stunde dauern. Die erste Aufführung beginnt um 11 Uhr, eine weitere folgt am Nachmittag um 14 Uhr. Das Projekt verbindet die klassische Museumspädagogik mit einer humorvollen, künstlerischen Darbietung, die sich explizit an Besucher jeden Alters richtet. Die Wahl des Veranstaltungsortes ist dabei keineswegs zufällig, sondern fügt sich in die laufende Sonderausstellung des Museums ein. Die Besucher erwartet eine Inszenierung, die mit den Erwartungen an eine Zirkusvorstellung spielt und diese in einem ungewöhnlichen, fast mikroskopischen Maßstab neu interpretiert. Es handelt sich um ein Miniatur-Zirkusvergnügen, das die Grenzen zwischen Naturkunde und Unterhaltung auf eine spielerische Art und Weise verwischt.

Details zu den Akteuren und dem Programm

Im Zentrum des Geschehens stehen die Protagonisten des Figurentheaters Laku Paka, namentlich Günter Staniewski und Kerstin Röhn. Die beiden Künstler haben ein Programm entwickelt, das in der Tradition alter Jahrmarktskünste steht und diese mit einer ordentlichen Portion Humor und Absurdität anreichert. Die „Artisten“ des Zirkus Zwick sind jedoch keine Menschen, sondern liebevoll gestaltete Insekten und Parasiten. Das Publikum bekommt Zecken, Flöhe, Filzläuse und Bettwanzen zu sehen, die in einer artistischen Höchstleistung präsentiert werden. Trotz ihrer geringen physischen Größe versprechen die Figuren eine große Wirkung. Die Veranstaltung ist direkt in den regulären Museumseintritt integriert, der für Erwachsene bei 5 Euro und für ermäßigte Tickets bei 3 Euro liegt. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Da die Kapazitäten im Museum begrenzt sind, ist eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0561 787 4066 zwingend erforderlich. Das Service-Telefon ist für Anmeldungen jeweils von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr besetzt.

Der Kontext zur Sonderausstellung

Die Einladung des Zirkus Zwick ist eng mit der aktuellen Sonderausstellung des Naturkundemuseums Kassel verknüpft, die den Titel „Höher Schneller Weiter“ trägt. Diese Ausstellung befasst sich mit den Leistungen und Anpassungsfähigkeiten in der Natur, was einen spannenden Kontrast zu den artistischen Darbietungen der Insektenfiguren bildet. Indem das Museum das Figurentheater in seine Räumlichkeiten holt, gelingt es, die wissenschaftlichen Inhalte der Ausstellung durch ein kulturelles Format zu ergänzen, das besonders für Familien und Kinder ansprechend ist. Die Tradition des Jahrmarkts, die in den Vorstellungen von Laku Paka aufgegriffen wird, bildet dabei eine Brücke zur Geschichte der Unterhaltungskultur. Das Museum möchte mit diesem Schritt zeigen, dass naturkundliche Themen nicht nur in Vitrinen oder durch Schautafeln vermittelt werden können, sondern auch durch kreative, künstlerische Ansätze lebendig werden. Die Verbindung von wissenschaftlicher Ausstellung und künstlerischer Performance soll die Hemmschwelle für Museumsbesuche senken und ein breiteres Publikum ansprechen.

Einordnung der Veranstaltung

Einzuordnen ist das Gastspiel des Zirkus Zwick als ein gezielter Versuch des Naturkundemuseums, die Attraktivität des Hauses durch interdisziplinäre Formate zu steigern. Den Berichten zufolge handelt es sich nicht um eine klassische Zirkusvorstellung, sondern um eine bewusste Inszenierung, die den „Unsinn“ als künstlerisches Stilmittel nutzt. Die Wahl der Insekten als Protagonisten – von der Zecke bis zur Bettwanze – ist dabei als ironische Auseinandersetzung mit der Museumsthematik zu verstehen. Während in der Sonderausstellung „Höher Schneller Weiter“ oft sportliche oder biologische Höchstleistungen im Fokus stehen, zeigt das Figurentheater die „artistische Höchstleistung“ der kleinsten Lebewesen. Diese Kombination aus fachlicher Tiefe und humorvoller Unterhaltung ist ein bewährtes Mittel, um komplexe Themen zugänglich zu machen. Die Limitierung der Plätze unterstreicht dabei den exklusiven Charakter der Vorstellungen, die weniger als Massenveranstaltung, sondern als intimes, kulturelles Erlebnis konzipiert sind.

Offene Fragen und organisatorische Lücken

Obwohl das Museum grundlegende Informationen zur Veranstaltung bereitgestellt hat, bleiben einige Details ungeklärt. So wird im Quelltext nicht explizit erwähnt, in welchem spezifischen Ausstellungsbereich des Museums die Vorstellungen stattfinden werden. Auch bleibt offen, ob das Programm bei einer hohen Nachfrage an einem späteren Termin wiederholt wird oder ob es sich um eine einmalige Darbietung handelt. Ebenso ist nicht ersichtlich, ob für die Anmeldung per Telefon eine bestimmte Vorlaufzeit eingehalten werden muss oder ob kurzfristige Anmeldungen am Tag der Veranstaltung noch möglich sind, sofern noch Plätze frei sind. Auch die genaue Altersfreigabe oder Empfehlung für die Zielgruppe wird nicht detailliert spezifiziert, abgesehen von dem Hinweis, dass es ein Spaß für jedes Alter sei. Diese Lücken lassen Raum für individuelle Rückfragen bei der telefonischen Anmeldung, die jedoch durch die eingeschränkten Servicezeiten des Museums eine gewisse Planung erfordert.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/licht-schwarz-und-weiss-schwarzweiss-autos-13806572/ · Foto: Nikola Sivkov
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/november/zirkus-naturkunde.php