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Zahl der Toten in Japan steigt auf mindestens 13
Politik · 29.07.2026 04:05

Zahl der Toten in Japan steigt auf mindestens 13

Kurz: Nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 im Südwesten Japans steigt die Zahl der Todesopfer auf 13. Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten.

Lage in der Präfektur Kumamoto nach schwerem Beben

Die Region Kumamoto auf der japanischen Hauptinsel Kyushu wurde von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag in einer Tiefe von zehn Kilometern. Die Auswirkungen auf die betroffene Region, die etwa 900 Kilometer südwestlich von Tokio liegt, sind gravierend. Nach aktuellen Angaben der Behörden ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 13 gestiegen. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bestätigte zudem, dass eine hohe Anzahl an Personen Verletzungen erlitten hat.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten die gesamte Nacht an. Um die lokalen Einsatzkräfte bei der Suche nach Vermissten zu unterstützen, hat die japanische Regierung Soldaten in das Katastrophengebiet entsandt.

Schwere Zerstörungen an Infrastruktur und Gebäuden

Besonders dramatisch gestaltete sich die Situation in einem Einkaufszentrum. Berichten zufolge kam es dort infolge eines Gaslecks zu einer massiven Explosion, die Teile des Gebäudes zum Einsturz brachte. Auch in anderen Bereichen der Infrastruktur sind die Schäden erheblich:

* **Industrieanlagen:** Ein großer Schornstein einer Papierfabrik stürzte ein.

* **Verkehr:** Ein Güterzug entgleiste, während der gesamte Zugverkehr, inklusive der Hochgeschwindigkeitsverbindungen, durch den Betreiber JR Kyushu eingestellt wurde. Zudem mussten Streckenabschnitte auf Autobahnen gesperrt werden.

* **Luftverkehr:** Die Start- und Landebahnen des Flughafens Aso Kumamoto wurden bis auf Weiteres für den Betrieb geschlossen.

* **Energieversorgung:** In der Präfektur Kumamoto sind rund 46.000 Haushalte ohne Strom.

Evakuierungen und weitere Sicherheitsmaßnahmen

Die japanische Behörde für Feuerwehr- und Katastrophenschutz hat für mehr als 260.000 Menschen eine Evakuierungsempfehlung ausgesprochen. Die Betroffenen stammen vorwiegend aus der Präfektur Kumamoto sowie der angrenzenden Präfektur Nagasaki. Eine kurzzeitig ausgesprochene Tsunami-Warnung konnte zwischenzeitlich wieder aufgehoben werden.

Bezüglich der nuklearen Sicherheit in der Region gaben die Betreiber Entwarnung: Nach den starken Erschütterungen wurden an den Atomkraftwerken keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Hintergrund: Japan und der Pazifische Feuerring

Japan gilt aufgrund seiner geografischen Lage auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring als eines der am stärksten erdbebengefährdeten Länder der Welt. Jährlich verzeichnet der Inselstaat etwa 1.500 seismische Ereignisse. Die Region Kumamoto weist eine schmerzhafte Historie in Bezug auf solche Naturkatastrophen auf: Vor genau zehn Jahren wurde das Gebiet von einem Beben der Stärke 7,3 getroffen, das 275 Menschen das Leben kostete.

Ausblick und Warnungen der Wetterbehörde

Die nationale Wetterbehörde warnt eindringlich vor den kommenden Tagen. Da es bereits kurz nach dem Hauptbeben zu mehreren Nachbeben kam, besteht weiterhin die Gefahr weiterer starker Erschütterungen. Die Rettungskräfte stehen vor der Herausforderung, unter diesen instabilen Bedingungen die Suche nach Vermissten fortzusetzen, während die Behörden versuchen, die grundlegende Infrastruktur schrittweise zu sichern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/wahrzeichen-gebaude-fahnen-architektur-25053928/ · Foto: detait
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/japan-erdbeben-172.html