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Vuelta: Tadej Pogacar - entspannt zum nächsten Karriereziel
Sport · 20.08.2026 15:29

Vuelta: Tadej Pogacar - entspannt zum nächsten Karriereziel

Kurz: Tadej Pogacar steht vor einer historischen Herausforderung: Mit dem Start bei der Vuelta a España will der Slowene seine Sammlung der Grand-Tour-Siege kompletti

Ein historisches Ziel vor Augen

Tadej Pogacar, der derzeit wohl prägendste Athlet im internationalen Radsport, steht vor einer neuen, prestigeträchtigen Herausforderung. Der Slowene, der bereits zahlreiche Erfolge auf höchstem Niveau feiern konnte, nimmt bei der 81. Ausgabe der Vuelta a España ein Ziel ins Visier, das ihm in seiner beeindruckenden Vita bislang noch verwehrt geblieben ist: den Gesamtsieg bei der Spanienrundfahrt. Während er bei anderen großen Rundfahrten bereits dominierte, stellt die Vuelta das letzte fehlende Puzzlestück dar, um in den illustren Kreis der Fahrer aufzusteigen, die alle drei Grand Tours für sich entscheiden konnten. Die Vorfreude auf diesen Start ist bei dem 27-Jährigen deutlich spürbar. Nach einer Zeit der Entspannung und der Unterstützung seiner Partnerin bei der Tour de France Femmes geht Pogacar mit einer mentalen Frische in das Rennen, die ihn für die Konkurrenz nahezu unschlagbar erscheinen lässt. Der Startschuss erfolgt in seiner Wahlheimat Monaco, was die Anreise und die Vorbereitung auf das Rennen für den Superstar deutlich angenehmer gestaltet als in früheren Jahren, in denen weite Reisen für ihn zur Belastung wurden.

Die Details zum Start in Monaco

Der Start der diesjährigen Vuelta a España in Monaco ist kein Zufall, sondern das Ergebnis strategischer Überlegungen der Rennleitung. Javier Guillen, der Chef der Spanienrundfahrt, hatte den Auslandsstart gezielt mit dem Hintergedanken geplant, den derzeit wohl bekanntesten Radsportler der Welt für das Rennen zu gewinnen. Guillen bestätigte gegenüber dem spanischen Radiosender Cadena Ser, dass die Nähe zum Wohnort von Pogacar ein entscheidender Faktor war, um den Slowenen zur Teilnahme zu bewegen. Die Aussicht, lange Reisen zu vermeiden, kam dem Team entgegen. Der Start vor der eigenen Haustür soll zudem für eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit und eine begeisterte Zuschauerkulisse sorgen. Die 81. Auflage der Rundfahrt verspricht durch die Teilnahme des Superstars ein besonderes Spektakel zu werden. Pogacar selbst blickt mit einer gewissen Nostalgie auf die Vuelta, da er dort 2019 seine erste große Rundfahrt bestritt und bereits damals mit drei Etappensiegen und dem dritten Gesamtrang die Fachwelt in Erstaunen versetzte. Damals noch als Lernender unterwegs, kehrt er nun sieben Jahre später als etablierter Dominator zurück, um die Lücke in seinem Palmarès zu schließen.

Die Vorgeschichte und der Weg zur Vuelta

Die Entscheidung für die Teilnahme an der Vuelta a España ist das Ergebnis einer langfristigen Planung, auch wenn sie für die Öffentlichkeit erst kurz vor dem Start offiziell verkündet wurde. Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten hat Pogacar in dieser Saison ein deutlich reduziertes Pensum an Renntagen absolviert. Mit lediglich 37 Renntagen liegt er deutlich unter den Werten seiner härtesten Rivalen, wie etwa dem Tour-Bergkönig Richard Carapaz mit 44 Tagen oder dem Dänen Mattias Skjelmose, der bereits 48 Renntage in den Beinen hat. Diese gezielte Belastungssteuerung durch seinen Trainer Jeroen Swart sollte sicherstellen, dass der Slowene nicht nur körperlich, sondern vor allem mental frisch in die Spanienrundfahrt startet. Im Vorjahr war Pogacar nach der Tour de France noch sichtlich gezeichnet von Müdigkeit und Knieproblemen, was eine Teilnahme unmöglich machte. In diesem Jahr hingegen präsentiert er sich in einer außergewöhnlichen Verfassung, was sich unter anderem darin zeigte, dass er am Mont Ventoux fröhlich agierte, während seine Partnerin Urska Zigart das Rennen absolvierte. Diese mentale Ausgeglichenheit ist ein zentraler Baustein für das aktuelle Vorhaben.

Die Akteure im Umfeld des Superstars

Neben Tadej Pogacar selbst spielen verschiedene Personen eine Schlüsselrolle in der Vorbereitung. Sein Trainer Jeroen Swart betont immer wieder, dass das primäre Ziel darin bestand, den Athleten bei bester geistiger Gesundheit zu halten. Die Zeit, die Pogacar als „Edelfan“ für seine Verlobte Urska Zigart bei der Tour de France Femmes verbrachte, war dabei ein bewusst gewähltes Element der Regeneration. In Interviews zeigt sich Pogacar humorvoll und entspannt, etwa wenn er scherzhaft berichtet, dass seine Partnerin ihn im Training gelegentlich stehen lasse. Auch Vuelta-Chef Javier Guillen ist eine zentrale Figur, da er durch die Streckenplanung und den Startort Monaco maßgeblich dazu beigetragen hat, die Rahmenbedingungen für Pogacars Teilnahme zu optimieren. Guillen hofft, dass die Präsenz des Slowenen die Popularität der Vuelta weiter steigert. Auf der Seite der Konkurrenz ist insbesondere Primoz Roglic zu nennen, der in seiner letzten Saison bei Red Bull Bora-hansgrohe antritt und mit nur 28 Renntagen ebenfalls sehr ausgeruht in das Rennen geht, wenngleich seine Saison bisher von einigen Rückschlägen geprägt war.

Einordnung der sportlichen Bedeutung

Einzuordnen ist das Vorhaben von Tadej Pogacar als der Versuch, endgültig in den exklusiven Kreis der Radsport-Legenden aufzusteigen. Nur acht Fahrer haben es bislang geschafft, alle drei Grand Tours – den Giro d’Italia, die Tour de France und die Vuelta a España – zu gewinnen. Zu diesem elitären Zirkel gehören Größen wie Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Eddy Merckx, Felice Gimondi, Vincenzo Nibali, Alberto Contador, Chris Froome und sein aktueller Rivale Jonas Vingegaard. Den Berichten zufolge ist die Motivation Pogacars, diese Bilanz zu vervollständigen, der entscheidende Antrieb für seine Teilnahme. Es ist ein Unterfangen, das weit über einen bloßen Etappensieg hinausgeht. Die Experten sind sich weitgehend einig, dass Pogacar aufgrund seiner überlegenen Belastungssteuerung und seiner aktuellen Form kaum zu schlagen sein wird. Dennoch bleibt der Radsport unberechenbar, und die Konkurrenz wird alles daransetzen, den Slowenen auf dem Weg zu seinem Triple-Sieg zu stoppen. Die mediale Aufmerksamkeit, die Pogacar auf die Vuelta lenkt, unterstreicht seinen Status als derzeit wichtigster Botschafter des Sports.

Offene Fragen zur Rennstrategie

Obwohl die Vorbereitung von Tadej Pogacar akribisch geplant erscheint, bleiben einige Fragen für den Verlauf der Rundfahrt offen. Der Quelltext gibt beispielsweise keine Auskunft darüber, wie Pogacar auf spezifische taktische Manöver seiner Konkurrenten reagieren wird, sollten diese sich zu Allianzen zusammenschließen. Auch bleibt unklar, wie er mit den spezifischen klimatischen Bedingungen in Spanien umgehen wird, die sich von den Gegebenheiten in Monaco oder bei der Tour de France unterscheiden können. Zudem lässt der Text offen, welche Rolle seine Teamkollegen im Detail spielen werden, um ihn bei diesem Unterfangen zu unterstützen. Da der Fokus des Berichts primär auf der Person Pogacar und seiner psychischen Verfassung liegt, werden die taktischen Details der einzelnen Etappen oder mögliche Schwachstellen im Teamgefüge nicht weiter beleuchtet. Es bleibt abzuwarten, ob die mentale Frische ausreicht, um auch in den entscheidenden Momenten der letzten Rennwoche die nötige taktische Disziplin an den Tag zu legen, oder ob die Konkurrenz durch unvorhersehbare Rennsituationen doch noch eine Lücke finden kann.

Ausblick auf den weiteren Verlauf

Der Start der 81. Vuelta a España markiert den Beginn eines intensiven Zeitraums für das Peloton. Während die Öffentlichkeit nun gespannt auf die ersten Etappen blickt, ist der Fahrplan für Pogacar klar definiert. Nach der intensiven Vorbereitungsphase und der bewussten Erholungszeit liegt der Fokus nun voll und ganz auf dem sportlichen Wettkampf. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die gewählte Strategie der Belastungssteuerung, die auf ein Höhentrainingslager verzichtete, tatsächlich zum Erfolg führt. Termine für die entscheidenden Bergetappen und die Zeitfahren sind im Rahmen der Rundfahrt bereits gesetzt, und die Radsportwelt wird genau beobachten, ob Pogacar seinem Ruf als Seriensieger gerecht wird. Die Entscheidung über den Gesamtsieg wird sich erst in den finalen Etappen herauskristallisieren. Für den Slowenen geht es nicht nur um den Tagessieg, sondern um die langfristige Festigung seines Erbes im Radsport. Die kommenden Wochen werden die Antwort darauf liefern, ob er den letzten Edelstein seiner Grand-Tour-Krone tatsächlich erringen kann oder ob die Konkurrenz ihm den Weg in den exklusiven 8er-Klub verwehren wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-spielen-sport-stadion-17502357/ · Foto: Franco Monsalvo
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/vuelta-a-espana/tadej-pogacar-entspannt-zum-naechsten-karriereziel,vuelta-vorschau-pogacar-100.html