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US Open 2026: Zverev entgeht gegen Sonego hauchzart dem Erstrunden-K.o.
Sport · 02.09.2026 08:02

US Open 2026: Zverev entgeht gegen Sonego hauchzart dem Erstrunden-K.o.

Kurz: Alexander Zverev hat bei den US Open 2026 nur mit größter Mühe die erste Runde überstanden. Gegen Lorenzo Sonego rettete er sich nach fünf Sätzen zum Sieg.

Ein dramatischer Auftakt in New York

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat bei den US Open 2026 einen denkbar schwierigen Start in das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres erlebt. In einem nervenaufreibenden Match gegen den Italiener Lorenzo Sonego stand der 29-jährige Hamburger am Dienstagabend nach Ortszeit kurz vor einem vorzeitigen Ausscheiden. Erst nach einem kräftezehrenden Kampf über fünf Sätze und einer Gesamtdauer von knapp fünf Stunden konnte Zverev den Platz als Sieger verlassen. Das Endergebnis von 6:4, 3:6, 6:7, 7:5 und 6:4 spiegelt dabei wider, wie hart der Weg in die zweite Runde tatsächlich war. Für den an Nummer eins gesetzten Zverev war es ein Erfolg, der vor allem durch Kampfgeist und eine enorme Willensleistung in der Schlussphase des Spiels zustande kam. Nachdem er bereits mit 1:2 Sätzen zurückgelegen hatte, drohte das Turnier für den Mitfavoriten bereits nach dem ersten Tag beendet zu sein. Dass er das Ruder noch herumreißen konnte, bewahrte ihn vor einer herben Enttäuschung, die nach seinen bisherigen Erfolgen in der laufenden Saison besonders schwer gewogen hätte.

Die Details einer denkwürdigen Partie

Der Spielverlauf war von zahlreichen Wendungen und vergebenen Chancen geprägt. Zverev startete solide und sicherte sich den ersten Satz mit 6:4, doch die Souveränität schwand zusehends. Im zweiten Durchgang ließ der Hamburger mehrere Gelegenheiten für ein Break ungenutzt, während Sonego seine Chancen eiskalt verwertete und den Satzausgleich erzwang. Der dritte Satz entwickelte sich zu einem echten Krimi, der in einem Tiebreak gipfelte. Ausgerechnet ein Doppelfehler von Zverev besiegelte hier den Satzverlust, was den Italiener mit 2:1 in Führung brachte. Im vierten Satz schien sich das Blatt zunächst nicht zu wenden, da Zverev erneut Schwierigkeiten hatte, seine Break-Chancen in Punkte umzumünzen. Erst beim Stand von 6:5 gelang ihm das entscheidende Break zum Satzausgleich. Im finalen fünften Satz bewies der Deutsche dann Nervenstärke: Ein Break zum 2:2-Zwischenstand legte den Grundstein für den späteren Sieg. Nach knapp fünf Stunden Spielzeit verwandelte Zverev den entscheidenden Matchball, woraufhin er sichtlich erleichtert die Arme in die Höhe riss. Er selbst bezeichnete die Begegnung als das längste Erstrunden-Match seiner bisherigen Karriere.

Ein ereignisreiches Jahr als Hintergrund

Die Erwartungen an Alexander Zverev bei diesen US Open waren aufgrund seines bisherigen Saisonverlaufs extrem hoch. Der 29-Jährige blickt auf eine beeindruckende Serie bei den Grand-Slam-Turnieren des Jahres 2026 zurück. Er erreichte das Halbfinale bei den Australian Open in Melbourne, konnte den Titel bei den French Open in Paris gewinnen und stand zudem im Finale von Wimbledon. Diese Erfolge machten ihn in New York zu einem der Top-Favoriten auf den Titel, was durch die Setzliste an Position eins unterstrichen wurde. Ein Erstrunden-Aus wäre vor diesem Hintergrund ein herber Rückschlag für seine Ambitionen gewesen. Die Belastung durch die hohen Erwartungen und die physische Anstrengung der vorangegangenen Turniere schienen dem Hamburger in diesem Auftaktmatch deutlich anzumerken zu sein. Dass er nun in New York als Nummer eins gesetzt antritt, ist eine Premiere für ihn bei einem Grand-Slam-Turnier, was den psychologischen Druck zusätzlich erhöht haben dürfte. Die Vermeidung einer solchen Schmach war für den Hamburger das erklärte Ziel, das er letztlich mit viel Mühe erreichen konnte.

Die Akteure und ihre Emotionen auf dem Platz

Die Partie war nicht nur sportlich, sondern auch emotional intensiv. Alexander Zverev ließ seinem Frust während des Spiels freien Lauf, schimpfte immer wieder in Richtung seiner eigenen Box und haderte sichtlich mit seinem Spiel und seiner Leistung. Diese emotionale Entladung unterstreicht den hohen Druck, unter dem der Hamburger stand. Auf der anderen Seite des Netzes agierte Lorenzo Sonego als ein äußerst hartnäckiger Gegner, der Zverev alles abverlangte und den Favoriten immer wieder in Bedrängnis brachte. Nach dem letzten Ballwechsel zeigte sich jedoch großer Respekt zwischen den Kontrahenten. Zverev fiel seinem Gegner am Netz um den Hals und zollte ihm Anerkennung für die gezeigte Leistung. Er beschrieb das Match als eine „unglaubliche Schlacht“. Auch in seinen Aussagen nach dem Match betonte Zverev, wie glücklich er über das Weiterkommen sei. Die Interaktion mit dem Publikum nach dem Matchball verdeutlichte zudem, wie sehr der Druck in diesem Moment von ihm abfiel. Es war ein Duell, das von beiden Seiten alles forderte und bei dem sportliche Fairness nach dem letzten Punkt klar im Vordergrund stand.

Einordnung der Leistung und des Spielverlaufs

Einzuordnen ist dieser Sieg als ein hart erkämpfter Arbeitssieg, der Zverevs mentale Stärke unter Beweis stellt, aber auch Schwächen in seinem aktuellen Spiel aufzeigt. Den Berichten zufolge war der Hamburger über weite Strecken des Spiels mit sich selbst unzufrieden, was sich in seiner Körpersprache und den verbalen Ausbrüchen widerspiegelte. Dass er trotz der hohen Fehlerquote und der vergebenen Break-Chancen in den Sätzen zwei, drei und vier nicht die Nerven verlor, spricht für seine Erfahrung auf diesem Niveau. Dennoch bleibt festzuhalten, dass ein Spieler mit seinem Anspruch und seiner Setzung normalerweise souveräner in ein Turnier starten möchte. Die Tatsache, dass er gegen einen Gegner wie Sonego über fünf Sätze gehen musste, zeigt, dass die Leistungsdichte bei den US Open extrem hoch ist. Die Experten dürften diesen Auftritt als Warnschuss werten. Zverev hat zwar die Hürde genommen, doch für den weiteren Turnierverlauf wird eine deutliche Steigerung seiner spielerischen Konstanz und seiner Chancenverwertung notwendig sein, um gegen die absolute Weltspitze bestehen zu können.

Offene Fragen nach dem Auftakt

Obwohl das Match beendet ist, bleiben einige Fragen offen, die den weiteren Turnierverlauf von Alexander Zverev betreffen. Unklar ist beispielsweise, wie sehr die fast fünfstündige Belastung in den Knochen des 29-Jährigen steckt und wie schnell er sich davon für die zweite Runde erholen kann. Der Quelltext gibt zudem keinen Aufschluss darüber, ob die gezeigte Nervosität und das Hadern mit sich selbst eine einmalige Reaktion auf den Druck der Nummer-eins-Setzung waren oder ob dies ein tieferliegendes Problem für den Rest des Turniers darstellt. Auch bleibt offen, ob Zverevs Fitnesslevel, das in den letzten Sätzen gegen Sonego zwar hielt, für die kommenden Runden gegen noch stärkere Gegner ausreichen wird. Zudem wird nicht explizit thematisiert, ob es taktische Anpassungen gab, die Zverev im fünften Satz zum Erfolg geführt haben, oder ob es schlichtweg eine Frage der mentalen Einstellung war. Diese Aspekte werden erst in den kommenden Tagen und im nächsten Match gegen Quentin Halys beantwortet werden können, da der aktuelle Bericht sich primär auf die Ereignisse dieses einen, langen Abends konzentriert.

Der Blick auf die nächste Herausforderung

Für Alexander Zverev bleibt nach dem Kraftakt gegen Sonego kaum Zeit zum Durchatmen. Der Turnierplan der US Open sieht vor, dass es zügig weitergeht. In der zweiten Runde wartet nun der Franzose Quentin Halys auf den Hamburger. Die Begegnung verspricht ein interessantes Wiedersehen zu werden, da beide Spieler bereits bei den French Open in Paris aufeinandertrafen, wo Zverev als Sieger vom Platz ging. Dieses Wissen um den Gegner könnte dem Hamburger eine gewisse Sicherheit geben, doch nach dem knappen Verlauf der ersten Runde wird er gewarnt sein, seinen nächsten Kontrahenten keinesfalls zu unterschätzen. Die Vorbereitung auf dieses Match wird nun vor allem im Zeichen der Regeneration stehen, um die physischen Nachwirkungen der fünfstündigen Schlacht gegen Sonego zu minimieren. Zverev wird versuchen, die positiven Aspekte seines Comebacks im vierten und fünften Satz mit in die nächste Partie zu nehmen, während er gleichzeitig versuchen muss, die Fehleranfälligkeit aus den ersten drei Sätzen abzustellen. Der Termin für das nächste Match steht bereits fest, und die Augen der deutschen Tennisfans werden erneut auf den Hamburger gerichtet sein, wenn er versucht, seinen Weg durch das Turnier fortzusetzen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-feld-sommer-dammerung-6478369/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/tennis/us-open/zverev-entgeht-erstrunden-aus,zverev-erste-runde-106.html