Ein nächtlicher Vorfall in Herleshausen
In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es in der Gemeinde Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis zu einem kriminellen Vorfall, der die örtliche Polizei auf den Plan gerufen hat. Unbekannte Täter suchten das dortige Schwimmbad in der Straße "Im Ölgrund" auf, um dort gleich zwei Delikte zu begehen. Zunächst verschafften sich die Kriminellen Zugang zum Gelände, wobei sie gezielt die Außenbeleuchtung des Objekts beschädigten, um ihr Vorgehen im Dunkeln zu verbergen. Im Anschluss daran demontierten sie systematisch Teile eines dort aufgestellten Baugerüsts. Die Täter agierten dabei mit einer gewissen Vorbereitung, da sie für den Abtransport der schweren Bauteile ein größeres Fahrzeug mitführten. Nachdem sie die Beute erfolgreich verladen hatten, versuchten sie zudem, gewaltsam in das Innere des Hallenbads einzudringen. Dieser Einbruchsversuch schlug jedoch fehl, da sie das Fenster, an dem sie sich zu schaffen machten, nicht aufhebeln konnten. Die Täter flüchteten daraufhin mit ihrer Beute in eine unbekannte Richtung und entzogen sich so der unmittelbaren Entdeckung durch Anwohner oder Sicherheitskräfte.
Die Einzelheiten des Tatgeschehens
Die Beamten der Polizeistation Sontra, die nach der Tat zur Anzeigenaufnahme und zur Spurensicherung vor Ort waren, konnten den Tathergang in groben Zügen rekonstruieren. Der materielle Schaden, der durch den Diebstahl der Gerüstteile entstanden ist, wird auf einen Wert von mehreren Tausend Euro beziffert. Die Täter gingen dabei methodisch vor: Zuerst wurden mehrere Lampen der Außenbeleuchtung zerstört, was den Tatort in Dunkelheit hüllte. Danach bauten sie die Gerüste ab und luden diese in ihr mitgebrachtes größeres Fahrzeug. Der anschließende Versuch, in das Schwimmbadgebäude einzudringen, scheiterte an einem Fenster, das den Hebelversuchen der Einbrecher standhielt. Die Kriminalpolizei in Eschwege hat nun die weiteren Ermittlungen übernommen, um den Verbleib der Gerüstteile zu klären und die Täter zu identifizieren. Für sachdienliche Hinweise wurde die Telefonnummer 05651-9250 eingerichtet, unter der Zeugen ihre Beobachtungen melden können. Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen, Daniel Kalus-Nitzbon, koordiniert die Pressearbeit zu diesem Fall von Kassel aus.
Hintergrund und bisheriger Verlauf
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, da die Täter unerkannt entkommen konnten. Der Tatort in der Straße "Im Ölgrund" liegt in einem Bereich, der nachts vermutlich nur wenig frequentiert ist, was den Tätern die nötige Zeit für die Demontage der Gerüstteile verschafft haben dürfte. Dass die Unbekannten ein größeres Fahrzeug mitführten, deutet darauf hin, dass es sich nicht um eine spontane Tat handelte, sondern um ein geplantes Vorgehen. Der Diebstahl von Baugerüsten ist ein Delikt, das oft auf eine spätere Verwertung der Materialien oder deren Einsatz auf anderen Baustellen abzielt. Da das Schwimmbad als Zielobjekt gewählt wurde, stellt sich die Frage, ob die Täter den Standort gezielt aufgrund der dortigen Baustellensituation ausgesucht haben oder ob es sich um eine Gelegenheitstat handelte, die sich durch die vorhandenen Gerüste ergab. Die Polizei prüft nun, ob es in der Umgebung weitere Vorfälle dieser Art gab oder ob Zeugen in der fraglichen Nacht verdächtige Fahrzeuge bemerkt haben, die nicht in das übliche Bild der Anwohnerschaft passen.
Die beteiligten Akteure und Institutionen
In den Fall involviert ist primär das Polizeipräsidium Nordhessen, welches über seine Pressestelle in Kassel die Öffentlichkeit informiert. Die unmittelbare Aufnahme des Tatorts erfolgte durch die Polizeistation Sontra, die für die erste Spurensicherung und die Zeugenbefragung zuständig war. Die Federführung der weiteren Ermittlungen liegt nun bei der Kriminalpolizei Eschwege, die auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen ist. Daniel Kalus-Nitzbon fungiert als Pressesprecher und zentraler Ansprechpartner für Medienanfragen. Betroffen von dem Vorfall ist zudem der Betreiber des Schwimmbads in Herleshausen, dessen Eigentum durch die Zerstörung der Beleuchtung und den Einbruchsversuch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch das Unternehmen, dem die gestohlenen Gerüstteile gehören, ist als Geschädigter zu betrachten, da der finanzielle Schaden durch den Verlust der Bauteile erheblich ist. Die Ermittler hoffen nun, durch die Auswertung von Spuren oder die Meldung von Zeugen, die in der Nacht zum Samstag verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die Täter dingfest machen zu können.
Einordnung des Vorfalls
Einzuordnen ist das Geschehen als ein gezielter Diebstahl von Baustellenequipment, kombiniert mit einem versuchten Einbruch. Den Berichten zufolge handelten die Täter professionell genug, um die Außenbeleuchtung auszuschalten, was auf eine gewisse kriminelle Energie und Vorbereitung schließen lässt. Dass sie trotz des Lärms, der bei der Demontage von Gerüstteilen entsteht, unentdeckt blieben, spricht für eine schnelle und koordinierte Arbeitsweise. Die Zerstörung der Lampen ist dabei als bewusste Maßnahme zur Tatverschleierung zu werten. Es handelt sich hierbei um eine Straftat, die sowohl den Tatbestand des Diebstahls als auch den des versuchten Einbruchdiebstahls erfüllt. Die Polizei wertet das Vorgehen als ein Delikt, das eine gewisse logistische Planung erfordert, da der Abtransport der Gerüstteile zwingend ein größeres Transportmittel erforderte. Ob es sich um eine Bande handelt, die auf Baustellendiebstähle spezialisiert ist, muss die laufende Untersuchung der Kriminalpolizei noch bestätigen oder widerlegen. Die Bevölkerung wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, da solche Taten oft in Serien auftreten können.
Offene Fragen und weiterer Fortgang
Der vorliegende Sachverhalt lässt einige Fragen offen, die im Verlauf der Ermittlungen geklärt werden müssen. So ist derzeit nicht bekannt, ob die Täter bei ihrem Vorhaben von Kameras gefilmt wurden oder ob es Zeugen gibt, die das größere Fahrzeug bei der An- oder Abfahrt gesehen haben. Auch die genaue Uhrzeit des Vorfalls in der Nacht zum Samstag konnte noch nicht enger eingegrenzt werden. Ebenso bleibt unklar, ob die Täter bei ihrem Einbruchsversuch am Fenster gestört wurden oder ob sie nach dem Diebstahl der Gerüstteile ohnehin beabsichtigten, den Tatort zu verlassen. Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von den Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Die Kriminalpolizei Eschwege wird die Spuren am Tatort auswerten und prüfen, ob sich daraus Hinweise auf die Täter oder das verwendete Fahrzeug ergeben. Ein konkreter Termin für weitere Ermittlungsschritte wurde nicht genannt, jedoch ist davon auszugehen, dass die Polizei die Umgebung des Schwimmbads verstärkt in den Fokus nimmt, um weitere Straftaten zu verhindern und den Verbleib der gestohlenen Gerüstteile zu ermitteln.